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Nuklearkatastrophe von Fukushima

Umgänglich auch als "Offtopic" bekannt, diverse Unterhaltungen und Diskussionen die zu keinem anderen Bereich passen...

Nuklearkatastrophe von Fukushima

#1 Ungelesener Beitragvon Thcok » 28. Oktober 2012 12:28

Hallo

Nichtzu vergessen!

Das nächste Desaster kündigt sich an in dem havarierten Atomkraftwerk. Block vier der Reaktorruine versinkt im Erdreich und droht zu kollabieren. Sollte es dazu kommen, würde dies die Ereignisse vom 11. März 2011 weit in den Schatten stellen

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Während unsere Medien sich in tosendes Stillschweigen hüllen, bahnt sich in Japan eine Katastrophe an, die weite Teile der Welt unbewohnbar machen könnte. Wie Mitsuhei Murata, japanischer Botschafter in der Schweiz und im Senegal, anlässlich eines Interviews erklärte, sinkt Blog vier nach und nach in den Boden ein. Es besteht die Gefahr, dass die Ruine vollends in sich zusammenfällt mit unvorhersehbaren Folgen für die gesamte Welt. Dort lagern nämlich in einem Abklingbecken in 30 Metern Höhe 1 535 Brennstäbe, dies entspricht 460 Tonnen Kernbrennstoff. Sollte der Behälter undicht werden und sein Kühlwasser verlieren, würden die Brennstäbe in einer nuklearen Kettenreaktion ein atomares Höllenfeuer entfesseln, gegen das die Katastrophe vom März 2011 geradezu harmlos anmuten würde.

Dies könnte zudem weitere Abklingbecken in Mitleidenschaft ziehen, die sich keine 50 Meter weit entfernt befinden. Insgesamt wird die radioaktive Menge gemäß den Daten des US Energy Department auf 11 138 Brennstäbe geschätzt mit einer Gesamtradioaktivität von 336 Millionen Curie. Dies entspricht 12 Trillionen Becquerel (Bq), also einer Zahl mit 19 Nullen. Sollte dies alles in die Luft fliegen, würde dabei nach Schätzungen des US National Council on Radiation Protection (NCRP) an Cs-137 die 85fache Menge von Tschernobyl freigesetzt.

Dabei hat Tepco die Senkung selbst verursacht. Seit mehr als anderthalb Jahren pumpt der Konzern Tag für Tag Millionen Liter Meerwasser in den havarierten Block und weicht damit den Boden darunter auf. Bereits unmittelbar nach dem großen Beben sank der Reaktorblock um 36 Zoll nach unten, dies entspricht 91,4 cm. Seither ist das Gebäude um weitere 30 Zoll (76,2 cm) abgesunken. Dies entspricht somit einer Gesamtstrecke von 167,6 cm, die der Block jedoch nicht gleichmäßig zurückgelegt hat. Vielmehr beginnt sich die Ruine zusehends zur Seite zu neigen. Sumio Mabuchi, ehemaliger Minister für Land, Infrastruktur, Transport und Tourismus, hat daher der Vorschlag eingebracht, unter den sinkenden Reaktorblock Beton zu injezieren, um dadurch die Sinkgeschwindigkeit zu reduzieren. Auch das das Abklingbecken, randvoll mit Plutonium durch die eingelagerten Mox- Brennstäben, hofft Mabuchi auf diesem Wege absichern zu können. Notwendig wird dies nicht zuletzt, weil die Gefahr weiterer Erdstöße enorm hoch ist.

So schätzen Wissenschaftler, das eine 70prozentige Wahrscheinlichkeit besteht, dass noch in diesem Jahr ein Erdbeben der Stärke 7 die Reaktorruine trifft. Innerhalb der nächsten 3 Jahre liegt die Wahrscheinlichkeit bei 98 Prozent. Der Atomexperte Dr. Arnold Gundersen, der als Chefingeneur für das Energie Beratungsunternehmen Fairewinds Associates tätig ist, schätzt, dass ein Erdbeben der Stärke 7 oder größer die Struktur des Aufbewahrunspools zusammenbrechen ließe. Dann würden die Brennstäbe sich innerhalb weniger Stunden entzünden und ein Desaster anrichten, dessen Ausmaße den heutigen Stand der Wissenschaft weit überfordern würde.

Den dritten Weltkrieg könnten USA und NATO sich dann sparen, da weite Teile des Planeten ohnehin unbewohnbar würden. Tokio, eine Stadt mit 35 Millionen Einwohnern müsste schnellstens evakuiert werden, was jedoch völlig unmöglich ist. Dies wäre Japans endgültiges Aus als Nation wie auch als bewohnbare Insel. Wie Botschafter Murata offen eingesteht: „Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass das Schicksal von Japan und der ganzen Welt von Reaktor Nummer vier abhängt. Dies wird von den meisten zuverlässigen Experten wie Dr. Arnie Gundersen oder Dr. Fumiaki Koide bestätigt.“ Derweil mutiert Japan fröhlich vor sich hin. Ein Vogelküken mit zwei Köpfen, Obst und Gemüse, welches eher an eine Plastik von Beuys erinnert als an Nahrungsmittel, verkrüppelte Schmetterlinge und vieles mehr. Daher zum Schluss noch eine kleine Horrorshow auf japanisch.


Auch noch Video von mutationen auf dieser seite http://denkbonus.wordpress.com/2012/10/ ... ophe-naht/

lg

Thcok
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Fukushima - Die Wahrheit hinter dem Super-Gau

#2 Ungelesener Beitragvon Gwynfor » 10. März 2013 12:40

Gruss Gwynfor

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Fukushima :WHO verharmlost Gefahr:

#3 Ungelesener Beitragvon eboeser » 10. März 2013 20:02

WHO verharmlost Gefahr: Erhöhtes Krebsrisiko in ganz Japan

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Welche Spätfolgen wird die Reaktor-Katastrophe von Fukushima haben? Weitaus größere als bisher angenommen – da ist sich eine angesehene Ärzte-Organisation zwei Jahre nach dem GAU sicher. Verharmlost die WHO die Gefahr?

In Japan werde es nach neuesten Erkenntnissen “allein durch die äußere Strahlen-belastung 40.000 bis 80.000 zusätzliche Krebsfälle geben”, erklärte Henrik Paulitz von der Mediziner-Organisation “Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges” (IPPNW) in Berlin. Außerdem erwarten die Wissenschaftler noch gut 37.000 zusätzliche Krebserkrankungen durch strahlenbelastete Nahrungsmittel. Dies seien Prognosen aufgrund eines neu ermittelten und doppelt so hohen Risikofaktors, so die Organisation.

“Verharmlosungstendenz”

Unter anderem die Auswirkungen auf Ungeborene, Babys und Kleinkinder seien bislang dramatisch unterschätzt worden, kritisierten die Ärzte. “Neun Monate nach der Fukushima-Katastrophe gab es einen signifikanten Einbruch der Geburtenzahlen in Japan”, berichtete Kinderarzt Winfried Eisenberg. Im gesamten Land “fehlten” demnach 4362 Babys, die statistisch zu erwarten gewesen wären. “Wir gehen davon aus, dass viele Embryonen strahlenbedingt gestorben sind.”

Scharfe Kritik übten die Ärzte an der jüngst von der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgelegten Prognose, wonach das Krebsrisiko in den verstrahlten japanischen Gebieten nur “leicht erhöht” sei. Grund für diese “Verharmlosungstendenz”, so die Ärzte, sei eine Vereinbarung, die die WHO schon 1959 mit der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA getroffen habe. Demnach darf die Weltgesundheitsorganisation zu Strahlenfolgen nichts ohne Zustimmung der IAEA veröffentlichen, die als Atomenergie-freundlich gilt.

Brennstäbe müssen raus

Derweil teilte der Betreiber des havarierten Atomkraftwerks mit, dass ab November aus einem Abklingbecken erste Brennstäbe geborgen werden sollen. Es soll der erste größere Fortschritt bei der Bewältigung der Katastrophen-Folgen werden. Der Abtransport werde ein Jahr dauern, so das Unternehmen TEPCO, das am Mittwoch Journalisten den Zugang zu dem AKW-Gelände gestattete In Fukushima war es am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben und einem Tsunami in drei Reaktoren zur Kernschmelze gekommen.

Zudem hatte es auf dem Kraftwerksgelände mehrere Wasserstoffexplosionen gegeben, die ein Reaktorgebäude und ein Abklingbecken beschädigten. An der Ruine tritt kontaminiertes Wasser aus. Der Abtransport von Brennstäben aus den Reaktoren selbst soll binnen zehn Jahren beginnen, wie es weiter hieß. Abgeschlossen wird die Stilllegung wohl erst in mehreren Jahrzehnten sein.

Gruß Erwin.

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Rekorddosis Cäsium in Fisch vor Fukushima gefunden

#4 Ungelesener Beitragvon S.E.T.I » 17. März 2013 11:48

Rekorddosis Cäsium in Fisch vor Fukushima gefunden

7.400-fach mehr als erlaubt

Tokio - Etwas mehr als zwei Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist in einem unweit des havarierten Kraftwerks gefangenen Fisch ein Rekordwert radioaktiver Belastung festgestellt worden. Der Kraftwerksbetreiber habe bei dem Fisch 740.000 Becquerel Cäsium pro Kilogramm gemessen, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag. Der Wert entspricht dem 7400-Fachen dessen, was die staatlichen Behörden als unbedenklich für den Konsum einstufen.


Der bisherige Rekord lag bei einer Cäsium-Belastung von 510.000 Becquerel je Kilo. Der Fisch wurde vor der Küste Fukushimas gefangen. Das Fischen dort unterliegt wegen des Unglücks am 11. März 2011 Beschränkungen. Damals hatte ein Erdbeben einen Tsunami ausgelöst, in dessen Folge es zum Super-GAU kam.


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Fukushima: Kühlsystem außer Betrieb

#5 Ungelesener Beitragvon S.E.T.I » 19. März 2013 20:01

Fukushima: Kühlsystem außer Betrieb

Die Kühlsysteme in der japanischen AKW-Ruine Fukushima stehen nach einem Stromausfall größtenteils still. Der Stromversorger TEPCO versuchte zu beruhigen.

Laut TEPCO soll zumindest der Zufluss von Wasser zu den eigentlichen Reaktorblöcken nicht beeinträchtigt sein. An der Brisanz der Situation ändert das nichts: Bis die Temperatur vor allem im Abklingbecken des Reaktors 4 die kritische Höhe von 65 Grad Celsius übersteigt, bleiben nach Angaben von TEPCO selbst nur vier Tage.




Noch „ausreichend kühl“

Ein Stromausfall hat im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima I für neue Probleme gesorgt. Wie der Betreiber TEPCO am Dienstag mitteilte, war das Kühlsystem für die Becken mit abgebrannten Brennstäben in den Reaktoren 1, 3 und 4 seit dem Vorabend (Montag, 10.57 Uhr MEZ) unterbrochen. Der Grund für die Panne sei unklar, sagte ein TEPCO-Sprecher rund 14 Stunden nach ihrem Beginn.

Es sei noch keine „größere Veränderung“ bei der Radioaktivität gemessen worden, erklärte der Stromversorger. Wie japanische Medien unter Berufung auf TEPCO weiter meldeten, ist die Zufuhr von Wasser zur Kühlung der beschädigten Reaktoren 1 bis 3 nicht beeinträchtigt. Inwieweit die Kühlung der Reaktorblöcke damit gewährleistet ist, blieb allerdings unklar. In den Reaktoren war es infolge des Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 zu Kernschmelzen gekommen.

Vier Tage Zeit bis zu kritischem Zeitpunkt

Laut Angaben von TEPCO konnte die Kühlung des Abklingbeckens von Reaktor 1 am frühen Nachmittag (Ortszeit) wieder in Gang gesetzt werden. Die Kühlsysteme der beiden anderen betroffenen Becken der Reaktoren 3 und 4 sollten gegen 20.00 Uhr Ortszeit wieder funktionieren.

Sorge bereitet vor allem das Becken des Reaktors 4, da dort viel mehr Brennstäbe liegen als in den anderen. Das Dach des Beckens im Reaktor 4 war bei dem Erdbeben und Tsunami vor zwei Jahren durch eine Explosion zerstört worden. Der Reaktor selbst war zum Zeitpunkt des Tsunamis abgeschaltet. Die „höchste Priorität“ habe die Wiederherstellung des Kühlsystems für das Becken des Reaktors 4, hieß es.

Das Wasser im Abklingbecken von Reaktor 4 wie auch in den anderen Becken sei allerdings noch „ausreichend kühl“, erklärte TEPCO. Der Energieversorger versucht, die Temperatur weiter unter der Sicherheitsgrenze von 65 Grad zu halten. Bis diese Temperatur im Becken des Reaktors 4 erreicht sei, würde es vier Tage dauern, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. In den Reaktoren 1 und 3 werde die Temperatur erst in 14 beziehungsweise 26 Tagen auf die kritische Höhe von 65 Grad Celsius gestiegen sein.

Keine Prognosen über Hochfahren der Kühlung

Um 10.00 Uhr Ortszeit lag die Temperatur im Abklingbecken von Reaktor 4 laut TEPCO bei etwa 30,5 Grad. Im Becken des Reaktors 1 lag die Temperatur zu dem Zeitpunkt demnach bei 17,1 Grad, im Becken des Reaktors 3 bei 15,9 Grad sowie in einem weiteren Becken bei 28,6 Grad. TEPCO versuche, das Hochfahren aller Kühlsysteme noch im Laufe des Tages zu erreichen, hieß es.

Sollte sich das Wasser so weit erwärmen, dass es zu verdampfen beginne, sei man darauf vorbereitet, Wasser zur Kühlung in die Abklingbecken zu leiten, wurde ein Firmensprecher zitiert. Als Ursache für den Stromausfall vom Vorabend wird ein Problem an einer Behelfsschaltanlage vermutet, berichteten Medien weiter. Insgesamt seien durch den Stromausfall neun Anlagen in der Atomruine betroffenen, so TEPCO. Die Regierung hatte Ende vergangenen Jahres erklärt, das havarierte Atomkraftwerk sei unter Kontrolle.

IAEA in Kontakt mit japanischen Behörden

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) wurde von den japanischen Behörden über die ausgefallenen Kühlsysteme im havarierten AKW Fukushima I informiert. Das Zentrum der Behörde für nukleare Unfälle und Zwischenfälle stehe in Kontakt mit den Verantwortlichen, arbeite aber nicht in erhöhter Alarmbereitschaft, teilte die UNO-Behörde auf Nachfrage am Dienstag in Wien mit.


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Kühlsysteme im AKW Fukushima wieder in Betrieb

#6 Ungelesener Beitragvon S.E.T.I » 20. März 2013 10:10

Wie ich soeben auf derstandard.at lesen konnte funktioniert die Kühlung in Fukushima wieder, hier ein Zitat des Artikels:

Kühlsysteme im AKW Fukushima wieder in Betrieb

Tokio - Die nach einer Strompanne ausgefallenen Kühlsysteme für die Abklingbecken im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima laufen wieder. Als letztes sei in der Nacht zum Mittwoch die Kühlung für das Hauptbecken wieder in Betrieb gegangen, teilte der Betreiber Tepco mit. Die Kühlsysteme für die Abklingbecken in den zerstörten Reaktoren konnten laut Tepco schon vorher wieder ans Laufen gebracht werden.

In dem in einiger Entfernung zu den Reaktoren liegenden Zentralbecken lagern 6.000 abgebrannte Brennstäbe. Im Gegensatz zu den Reaktoren wurde es von dem verheerenden Tsunami vor rund zwei Jahren verschont.


Quelle und gesamter Artikel: http://derstandard.at/1363705421786/Kue ... in-Betrieb

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Fukushima: Reaktoren laufen mit radioaktivem Grundwasser vol

#7 Ungelesener Beitragvon Lisa » 30. April 2013 16:01

Fukushima: Reaktoren laufen mit radioaktivem Grundwasser voll

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Jede Minute sickern 280 Liter Grundwasser in die Atomruine von Fukushima. Sie werden zu einem strahlenden Problem. Kritiker werfen dem Betreiber Tepco vor, das Problem verschleppt zu haben. Denn die gigantischen Speichertanks werden langsam voll - und es gibt Lecks.


Dicht am Pazifik liegt das AKW Fukushima-Daiichi. Diese Lage war verhängnisvoll, als am 11. März 2011 erst ein Erdbeben die Region erschütterte und dann ein Tsunami über Japans Nordostküste rollte. Die Lage bringt auch nach dem Unglück ein gravierendes Problem mit sich: Grundwasser strömt hier von den nahe gelegenen Bergen ins Meer. Nun sickert ein Teil davon in die zerstörten Reaktoren, wo es radioaktiv kontaminiert wird. Etwa 280 Liter sind es pro Minute, also rund 400 Tonnen pro Tag. "Das Wasser wird jede Minute mehr, egal ob wir essen, schlafen oder arbeiten", sagte Tepco-Mitarbeiter Masayuki Ono der "New York Times".

Tepco, der Betreiber des havarierten AKW, hat gewaltige Speicherkapazitäten für die Fluten aufgebaut - und dennoch wird der Platz langsam knapp. Zudem traten mehrmals in den vergangenen Wochen Lecks in Tanks auf. Kritiker werfen Tepco vor, die Grundwasser-Problematik unterschätzt zu haben. So gab es etwa frühzeitig die Idee, eine Betonwand bis in 18 Meter Tiefe in den Boden zu ziehen, um den Wasserfluss in Richtung Reaktorgebäude aufzuhalten.

Tepco plant stattdessen eine Art Bypass im Boden: Das Grundwasser soll in neu gegrabene Brunnen gepumpt werden. Das System soll demnächst einsatzbereit sein. Allerdings könnte Tepco damit die einströmenden Wassermengen nicht völlig stoppen, sondern nur reduzieren. 200 bis 300 Tonnen würden weiterhin täglich in die Reaktoren sickern, berichtet "Asahi Shimbun".

Laut einem Bericht der Zeitung von Anfang April hat Tepco Speicherkapazitäten für rund 325.000 Tonnen Wasser rund um die Atomruine, doch die Tanks seien bereits zu 80 Prozent voll. Insgesamt würden sich 370.000 Tonnen kontaminiertes Wasser in der Anlage befinden - inklusive der Flüssigkeit in den Reaktoren.

Einfach ins Meer leiten?

Filteranlagen sollen zwar diverse radioaktive Partikel aus dem Wasser ziehen, doch das Wasserstoff-Isotop Tritium lässt sich mit der Anlage vor Ort bisher nicht entfernen. Die Idee, gefiltertes, aber noch tritiumhaltiges Wasser in den Pazifik zu leiten, sorgte in Japan für Empörung.

Bisher bleibt Tepcos einzige Lösung, noch mehr Tanks mit radioaktiv belastetem Wasser zu füllen - und zu hoffen, dass sie halten. "Wir waren so auf die Brennstäbe und die geschmolzenen Reaktorkerne konzentriert, dass wir das Wasserproblem unterschätzt haben", sagte Tatsujiro Suzuki, ein Mitglied von Japans Atomenergie-Kommission, der "New York Times".

Tatsächlich hat Tepco beim Rückbau der Atomruine mit deutlich mehr Problemen zu kämpfen als mit dem Wasser. So gab es beispielsweise in den vergangenen Wochen zweimal Stromausfälle, weil Nagetiere Leitungen beschädigt hatten.

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AKW Fukushima verliert erneut radioaktives Wasser

#8 Ungelesener Beitragvon Lisa » 5. Juni 2013 18:46

AKW Fukushima verliert erneut radioaktives Wasser

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Der Betreiber des havarierten japanischen Atomkraftwerkes Fukushima-1, TEPCO, hat erneut ein Entweichen von radioaktivem Wasser gemeldet, das diesmal aus einem Bodenreservoir auf dem AKW-Gelände ausgelaufen war. Das teilte der Fernsehsender NHK am Mittwoch mit.

Wie ein Mitarbeiter des AKW gegen Mittag (Ortszeit) festgestellt hatte, sickerte das Wasser durch eine Nahtstelle des Reservoirs mit einer Geschwindigkeit von einem Tropfen alle drei bis vier Sekunden.

Es liegen noch keine Informationen über die Menge des ausgeflossenen verstrahlten Wassers vor. Wie der Betreiber mitteilte, sei der Fall nicht ernst zu nehmen und für die Umwelt nicht belastend.

TEPCO nutzt seit Mai 2013 oberirdische Lager für radioaktives Wasser, nachdem Lecks bei drei unterirdischen Wasserreservoirs entdeckt worden waren. Damals hatte eines der unterirdischen Becken rund 120 Tonnen verstrahltes Wasser mit einem radioaktiven Inhalt von insgesamt 710 Milliarden Becquerel verloren.

Das in den unter- und oberirdischen Reservoirs gelagerte radioaktive Wasser nimmt durch den Zufluss von Kühlwasser und wegen des Eindringens von Obergrundwasser ständig an Umfang zu. Nach einer von TEPCO angewendeten Technologie wird das Wasser aus den Reservoirs abgepumpt und teilweise zum Kühlen der betroffenen Reaktoren wieder verwendet.

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Neues Leck in Fukushima verseucht Grundwasser

#9 Ungelesener Beitragvon Lisa » 9. Juli 2013 10:47

Zwei Jahre nach der Atomkatastrophe

Neues Leck in Fukushima verseucht Grundwasser

Am Katastrophenreaktor wurden neue radioaktive Belastungen verzeichnet. Die Werte des krebserregenden Cäsiums stiegen zuletzt um das 90-fache an. Betreiber Tepco ist auf der Suche nach dem Leck.

Im Grundwasser nahe der japanischen Atomruine Fukushima ist nach Angaben der Betreiberfirma erneut stark erhöhte radioaktive Belastung gemessen worden. Grund dafür soll ein noch unentdecktes Leck sein. Werte der radioaktiven Substanz Cäsium-134 seien seit Freitag um das 90-fache angestiegen, teilte Tepco am Dienstag mit. Der Level des mutmaßlich krebserregenden Caesiums sei auf 9.000 Becquerel pro Liter gestiegen, gab die Betreiberfirma Tepco am Dienstag bekannt. Der zulässige Grenzwert liegt bei 60 Becquerel.

Zudem seien stark erhöhte Konzentrationen von Cäsium-137 gemessen worden. Sie schoss auf 18.000 Becquerel hoch, was 200 mal höher ist als erlaubt. "Wir wissen noch nicht, warum die Belastung in die Höhe geschossen ist", sagte ein Tepco-Sprecher. "Wir versuchen eine weitere Verunreinigung zu verhindern." Auch ob belastetes Grundwasser ins Meer geflossen sei, werde noch untersucht.

Erst im Juni waren an der Stelle erhöhte Werte der Substanzen Strontium-90 und Tritium gemessen worden. Gemessen wurde in einem Testbrunnen in der Nähe des Turbinenhauses von Reaktor 2, nur wenige Meter vom Meer entfernt. Radioaktives Cäsium, Strontium und Tritium können im Körper zu Strahlenschäden führen. In Folge des schweren Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 war das AKW schwer verwüstet worden. Es kam zu Kernschmelzen.


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Krebs: Fukushima Chef gestorben!

#10 Ungelesener Beitragvon eboeser » 10. Juli 2013 09:56

Krebs: Fukushima Chef gestorben!

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Der ehemalige Chef der Fukushima AKWs, Masao Yoshida, ist 28 Monate nach der Katastrophe an Krebs verstorben. Der Fukushima-Betreiber Tepco dementiert allerdings einen Zusammenhang zwischen der Krebserkrankung des ehemaligen Direktors und dem GAU im März 2011. Na klar!

Wie der Fernsehsender NHK berichtet hat, ist Masao Yoshida, der ehemalige Direktor des Katastrophen-AKWs Fukushima 1 im Alter von 58 Jahren an Krebs gestorben. Yoshida leitete nach dem Atom-Unglück im März 2011 persönlich die Rettungsarbeiten. Yoshida befand sich dabei unmittelbar auf dem Gelände des Unglücks-AKW. Laut Experten konnte er eine drohende Explosion des Reaktors verhindern, indem er den Befehl der Regierung, kein Meereswasser für die Abkühlung des Reaktors zu nutzen, ablehnte.

28 Monate nach der Katastrophe ist Yoshida tot. Diagnose: Krebs. Zwischen dem Unglück und den anschliessenden Havariearbeiten, die Yoshida leitete, sieht der AKW-Betreiber Tepco keinen Zusammenhang. Seine Krankheit sei keine Folge der Bestrahlung, lässt Tepco ausrichten. Masao Yoshida trat im Dezember 2011 als Fukushima-Chef zurück.

Gruß Erwin.

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