Ernährung

Alles rund um das Thema Gesundheit, Medizin, Ernährung & Die "Tricks" der Supermarktkonzerne
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Deckard666
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#11 Fleischindustrie am Scheideweg: Auf dem Weg zur Veggie-Nation? Der „Immobilien-Effekt“ verhindert den Durchbruch

Fleischindustrie am Scheideweg: Auf dem Weg zur Veggie-Nation? Der „Immobilien-Effekt“ verhindert den Durchbruch (2021-01-14)

Schlachthof-Skandale, Schweinepest-Exportstopp, anhaltende Tierhaltungs-Kritik. Die deutsche Fleischbranche hat 2020 gelitten. Doch Experten sehen gute Voraussetzungen für eine historische Wende, auch im Verbraucherverhalten. Wenn da nur der „Immobilien-Effekt“ nicht wäre.

Deutschlands Fleischwirtschaft kommt nach dem Corona-Jahr 2020 um die Beantwortung der für sie wichtigsten Zukunftsfrage wohl nicht herum: Will sie sich weiter als Hersteller billiger Massenprodukte profilieren oder setzt sie auf die Erzeugung nachhaltiger, tierwohlgerechter Ware, die dann aber auch deutlich teurer ist? „Die Fleischwirtschaft steht am Scheideweg“, ist Christian Janze, Agrarexperte und Partner bei der Beratungsfirma Ernst & Young (EY), überzeugt.

Ob Ferkelkastration, Käfighaltung, Kükenschreddern oder die umstrittenen Kastenstände in der Sauenhaltung – bereits lange vor dem Ausbruch der Pandemie zeugte die anhaltende Debatte um Haltungsbedingungen und Schlachtungspraxis von einem verbreiteten Missfallen in der Bevölkerung an der industriellen Fleischerzeugung. Dass sich in der Frühphase der Seuche Schlachthöfe immer wieder als Ansteckungsherde erwiesen, verstärkte die Skepsis.

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"Some men aren't looking for anything logical, like money. They can't be bought, bullied, reasoned, or negotiated with. Some men just want to watch the world burn."
Alfred Pennyworth, The Dark Knight (2008)
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#12 Fleischpreise sinken wieder: Lidl hat das ökologische Gewissen der Deutschen überschätzt

Fleischpreise sinken wieder: Lidl hat das ökologische Gewissen der Deutschen überschätzt (2021-02-08)

Die Bauern protestierten, Lidl reagierte: Der Discounter verlangte vor wenigen Wochen höhere Preise für Schweinefleisch. Doch die Verbraucher zogen nicht mit, die Ware blieb liegen. Es gibt gute Gründe, warum der Konsument die moralischen und ökologischen Apelle ignoriert.

Es ist sicher eine schöne Idee, angemessene Preise für Fleisch zu verlangen, sodass auch die Erzeuger davon gut leben können. Viele Menschen sympathisierten mit den kleinen Bauern, wenn sie gegen mächtige Ladenketten demonstrieren und ausgerüstet mit Treckern und Empörung höhere Preisen erzwingen wollen.

Mitte Dezember hatten sie tatsächlich Erfolg. Der Discounter Lidl setzte nach Lagerblockaden die Preise für zehn Artikel aus Schweinefleisch um einen Euro je Kilo herauf und versprach, den Mehrerlös vollständig an die Landwirte weiterzuleiten.

Lidl-Kunden wollten nicht mehr zahlen

Indes: Die Idee funktioniert nicht. Die Sympathie der meisten Endverbraucher reicht nicht bis zum Ladenregal. Die letzten Wochen hätten gezeigt, dass der Markt die Erhöhung nicht mitgemacht habe, so Lidl. „Dadurch ist uns ein erheblicher Wettbewerbsnachteil entstanden“, beklagte ein Sprecher Marktanteilsverluste. Vor diesem Hintergrund sei es dem Discounter nicht möglich, die Preise dauerhaft und im Alleingang auf erhöhtem Niveau zu halten. Ergebnis: „Ab sofort müssen wir uns im Schweinepreissegment wieder dem Marktniveau anpassen.“

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#13 Fleischkonsum: Die deutsche Bio-Revolution ist abgesagt (Meinung)

Fleischkonsum: Die deutsche Bio-Revolution ist abgesagt (Meinung) (2021-02-08)

Lidl wollte die Verbraucher dazu bewegen, mehr für Fleisch zu bezahlen. Doch der Versuch ging schief. Denn der Preis ist großen Teilen der Bevölkerung sehr wichtig. Wir müssen uns endlich eingestehen, dass Nachhaltigkeit der breiten Masse noch egal ist.

Lidl ist gescheitert. Auch dem größten Discounter des Landes ist es nicht gelungen, die Deutschen davon zu überzeugen, dass Fleisch mehr wert ist, als sie dafür bereit sind zu zahlen. Die Konsumenten haben abgestimmt und ihr Schweine-, Hähnchen- oder Rindfleisch bei der Konkurrenz gekauft, nachdem Lidl den Preis auf ein vorgeblich faireres Niveau angehoben hatte. Aber wie kann das sein? Sind wir uns nicht alle einig, dass die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten werden, dringend verbessert werden müssen?

Die scheinheilige Liebe der Deutschen zur Umwelt

Offenbar nicht. Es ist eine verzerrte Wahrnehmung der Mittel- und Oberschicht, für die es nicht darauf ankommt, was ein Kilo Fleisch kostet. Fleisch ist ein Grundnahrungsmittel für weite Teile der Bevölkerung. Und die mögen es nicht, wenn dort spürbar an der Preisschraube gedreht wird.

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