Klimawandel

Erdrutsche, Tsunamis und "hohe Wellen", Risse und Löcher auf der Erde, Klimawandel, Wolkenformationen, rötlicher Himmel etc.
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Deckard666
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#201 SPIEGEL Klimabericht: Wie sich Bill Gates ein globales Klima-Update vorstellt

SPIEGEL Klimabericht: Wie sich Bill Gates ein globales Klima-Update vorstellt (2021-02-19)

Von Kurt Stukenberg, stellvertretender Ressortleiter Wissenschaft

Der Multimilliardär und ehemalige Microsoft-Chef widmet sich dem größten Thema unserer Zeit und hat konkrete Lösungsansätze. Dies und mehr im Wochenüberblick zur Klimakrise.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Bill Gates ist late to the Party. Aber immerhin hat sein später Beitritt zum Klub der Klimabewegten für Aufsehen gesorgt. Das ist viel wert, denn um Aufsehen für das Thema geht es ja schließlich. Der Multimilliardär hat ein Buch geschrieben, das diese Woche zeitgleich in mehreren Sprachen erschienen ist. Titel: »Wie wir die Klimakatastrophe verhindern«. Flankierend hat er mit diversen internationalen Medien gesprochen und Einblick in seine Ideen zur Rettung des Planeten gegeben.

Man darf sagen, dass die große Aufmerksamkeit sicher mehr mit dem Autor als mit dem Werk zu tun hat: Gates, der über Jahre reichste Mann der Welt, entdeckt jetzt die größte Krise der Welt und präsentiert Lösungen – öffentliches Interesse garantiert.

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"Some men aren't looking for anything logical, like money. They can't be bought, bullied, reasoned, or negotiated with. Some men just want to watch the world burn."
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#202 30-tägige Frist abgelaufen: USA wieder Mitglied des Pariser Klimaabkommens

30-tägige Frist abgelaufen: USA wieder Mitglied des Pariser Klimaabkommens (2021-02-19)

Nach dem kurzzeitigen Ausstieg unter Ex-Präsident Donald Trump sind die USA seit Freitag offiziell wieder Teil des Pariser Klimaabkommens.

Mit Tagesanbruch am Freitag an der US-Ostküste vollzogen die Vereinigten Staaten nach Angaben der Uno die Rückkehr in den historisch bedeutsamen Vertrag von 2015: Nach dem Ausstieg unter Ex-Präsident Donald Trump sind die USA nun wieder offiziell Teil des Pariser Klimaabkommens.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hatte den Schritt der USA am Donnerstag als »Schlüsselmoment« auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Klimaschutz bezeichnet. Guterres lobte zudem die Stärkung der US-Klimapolitik unter dem Präsidenten Joe Biden. Die neue Regierung hat einige Schritte der Trump-Regierung zurückgedreht. So stoppte Biden unter anderem neue Öl- und Gasbohrungen auf öffentlichem Grund.

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#203 Glossar zur Klimakrise – Begriff der Woche: IPCC – die Krise vermessen

Glossar zur Klimakrise – Begriff der Woche: IPCC – die Krise vermessen (2021-02-19)

Der IPCC sammelt die grundlegenden Informationen über die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels. Welche Bedeutung hat das Gremium für den Kampf gegen die Erderwärmung?

Was ist der IPCC?

Angesichts der Erderwärmung gründeten das Uno-Umweltprogramm und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) 1988 den Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Der Rat soll aufzeigen, wie sich der Klimawandel auf Natur und Mensch auswirkt, wie er gebremst werden kann und welche Anpassungsstrategien es gibt. Der IPCC gehört der Uno an und hat inzwischen fast 200 Mitgliedsländer. Als Beobachter sind zahlreiche weitere internationale Organisationen und NGOs zugelassen.

Das Gremium mit Sitz in Genf forscht nicht selbst. Vielmehr sichten für die jeweiligen IPCC-Berichte eigens zusammengestellte Forscherteams ehrenamtlich aktuelle Studien aus den verschiedensten Fachgebieten und werten sie aus. Hunderte Wissenschaftler und Gutachter aus der ganzen Welt sind daran beteiligt. Die Ergebnisse werden in sogenannten Sachstands- und Sonderberichten zusammengetragen. Ihrer Veröffentlichung müssen die Mitgliedsländer zustimmen. Konkrete Lösungsvorschläge oder Handlungsempfehlungen gibt der Ausschuss nicht. Das fällt im Wesentlichen in die Hand der politischen Entscheidungsträger.

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#204 Studie zu Polumkehr: Erdmagnetfeld könnte das Klima verändert haben

Studie zu Polumkehr: Erdmagnetfeld könnte das Klima verändert haben (2021-02-20)

Vor mehr als 41.000 Jahren kam es zu einer kurzzeitigen Umkehr des Erdmagnetfeldes. Die Folgen waren nach Ansicht einiger Forscher gravierend.

Das Magnetfeld der Erde kann launisch sein. Es umgibt den Globus und wird durch Ströme von flüssigem Eisen im äußeren Erdkern erzeugt. Das nützt der Menschheit enorm. Denn durch den Kompass hat sich der Mensch jahrhundertelang orientiert. Zudem schützt das Magnetfeld die Erde vor kosmischer Strahlung.

Aber seine Stärke schwankt permanent. Die magnetischen Pole wandern, kehren sich manchmal völlig um und werden das womöglich auch in Zukunft tun. Zu einer kurzzeitigen Umkehr kam es zuletzt vor etwas mehr als 41.000 Jahren, in der Wissenschaft als «Laschamps-Ereignis» bekannt. Für weniger als 500 Jahre waren der magnetische Nordpol und Südpol vertauscht, das Erdmagnetfeld erreichte in dieser Zeit nur etwa 28 Prozent der heutigen Stärke.

Forscher haben dieses Ereignis nun genauer untersucht. Sie glauben, dass die Umkehrung des Erdmagnetfeldes die Erdatmosphäre und das Klima erheblich verändert haben. Die Folgen für das Leben auf der Erde seien womöglich gravierend gewesen, schreiben Alan Cooper vom South Australian Museum in Adelaide und Chris Turney von der University of New South Wales in Sydney im Fachmagazin »Science«. Wie die in Australien beheimateten Forscher berichten, könnten damals Seen ausgetrocknet und weite Teile Nordamerikas vereist worden sein. Vielleicht sei sogar das Aussterben zahlreicher Tiere und das Verschwinden des Neandertalers begünstigt worden.

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#205 Petro-Staaten: Explosive Klimapolitik

Petro-Staaten: Explosive Klimapolitik (2021-02-21)

Eine Kolumne von Henrik Müller

Revolten, Repression, Revolution? Der Ausstieg aus Öl und Gas könnte viele Förderländer politisch destabilisieren. Die Welt braucht eine Strategie gegen die neuen Risiken – gerade Europa ist gefordert.

Der Klimawandel macht die Welt unsicherer. Konflikte um die Verteilung knapper Ressourcen nehmen zu. Wassermangel, Dürren, Überflutungen von Küstenregionen, Flüchtlingsbewegungen, bis hin zu militärischen Auseinandersetzungen und Terror – all diese Gefahren sind seit langem bekannt. John Kerry, der frühere US-Außenminister und heutige Klimabeauftragte der Biden-Regierung, hat sie dieser Tage noch einmal betont. Die Erwärmung der Atmosphäre sei eines der »komplexesten Sicherheitsprobleme, mit denen wir es je zu tun hatten«, sagte er bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Spannungen nähmen zu – »die Glut des Konflikts« werde angefacht.

Leider lässt sich daraus nicht schließen, dass Klimaschutz per se für Entspannung sorgt. Im Gegenteil: Der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen wird wohl zunächst keine friedlichere Welt schaffen, sondern für Spannungen sorgen. Verteilungskonflikte nehmen zu. Herrschaftssysteme geraten unter Druck. Ganzen Weltregionen droht eine Destabilisierung. Entwicklungen, die auch Europas Sicherheitslage beeinflussen werden. Allerdings ist eine EU-Strategie zum Umgang mit den neuen Unwägbarkeiten bislang nicht erkennbar (achten Sie Freitag auf den EU-Gipfel zur Außen- und Sicherheitspolitik).

All das spricht keineswegs gegen eine entschlossene Klimapolitik. Doch wir sollten damit verbundene Risiken und Nebenwirkungen auf dem Schirm haben, während der Schutz der Erdatmosphäre abermals ganz oben auf die internationale Politikagenda rückt:

Dienstag berät der UN-Sicherheitsrat über Klima- und Sicherheitsfragen. Parallel dazu beginnt in Nairobi die nächste UN-Umweltversammlung zur nachhaltigen Entwicklung. Im November wird der nächste Klimagipfel in Glasgow stattfinden; das Pariser Abkommen von 2015, dem die USA gerade wieder beigetreten sind, soll verschärft werden. Bill Gates, Microsoft-Gründer und Milliardär-Aktivist, hat sich gerade mit einem neuen lesenswerten Buch in die Debatte eingemischt und zeigt einen begehbaren Weg hin zur Nullemissionsweltwirtschaft auf. Finanzmärkte und Notenbanken ringen darum, Klimarisiken stärker bei Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen. Keine Frage, es ist eine Menge in Bewegung in Sachen Klimapolitik.

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#206 Weltweiter CO₂-Handel: Das Klima geht an die Börse

Weltweiter CO₂-Handel: Das Klima geht an die Börse (2021-02-21)

Staaten und Unternehmen wollen bis 2050 klimaneutral werden. Um das zu schaffen, setzen sie auf CO₂-Gutschriften. Der so entstehende Milliardenmarkt ist aber extrem anfällig für Greenwashing, warnen Kritiker.

Schon beim Gang durch den Supermarkt fallen sie ins Auge: die grünen Sticker mit dem »CO2-neutral«-Siegel. Davon gibt es mittlerweile so viele, dass die Welt schon fast gerettet sein müsste. Ob Kaffee, Zahnbürsten oder Geflügelfleisch – alles Klimaretter, könnte man meinen.

Natürlich stimmt das nicht – bei keinem Produkt. Der Kaffee wird aus Mittelamerika via Schiff nach Deutschland gebracht, das Fleisch in CO2-intensiver Massentierhaltung produziert und auch die Herstellung der Plastikzahnbürste hat einen Klima-Fußabdruck.

Das Klimaneutral-Siegel ist ein geschickter Griff in die Marketingkiste: Die Unternehmen spenden an Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern – angeblich in der Höhe, wie sie CO₂ für ihr Produkt ausstoßen. Dafür bekommen sie dann CO2-Gutschriften. Aus der Spende an Öko-Projekte wird so ein »klimaneutrales« Produkt.

Doch die Sache hat gleich mehrere Haken: Zu welchem Preis haben die Firmen ihre Zertifikate erworben? Waren sie vor Ort, um sich vom Klimanutzen der Projekte zu überzeugen? Oder kennen sie nur die bunten Bilder der Projektbetreiber? Von wem wird kontrolliert, ob wirklich CO₂ eingespart wird?

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