Arktis und Antarktis

Erdrutsche, Tsunamis und "hohe Wellen", Risse und Löcher auf der Erde, Klimawandel, Wolkenformationen, rötlicher Himmel etc.
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Utopia
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#1 Arktis und Antarktis

Arktis und Antarktis – nie mehr verwechseln | Erklärvideo | SRF



SRF Kultur

An welchem Pol liegt noch gleich die Antarktis, an welchem die Arktis? Leben Pinguine und Eisbären am Nordpol oder am Südpol? Und ist der Klimawandel wirklich schlimmer für die Arktis? Dieses Erklärvideo schafft Klarheit und lässt dich Antarktis und Arktis nie mehr verwechseln.


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Und das zum Lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Antarktis

https://de.wikipedia.org/wiki/Arktis


MfG Utopia
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#2 Abgebrochener Eisberg in Antarktis nimmt Fahrt auf

Bremerhaven (dpa) - Der Anfang Oktober in der Antarktis abgebrochene Eisberg von der Größe des Stadtgebietes von London hat sich in Bewegung gesetzt. Der Koloss drehte sich dabei um 90 Grad, wie eine aktuelle Satellitenaufnahme der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zeigt.

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Der Eisberg mit Namen «D28» und einer Fläche von rund 1600 Quadratkilometern hatte sich vom Amery-Schelfeis in der Ostantarktis gelöst. Foto: -

«Er driftet jetzt auf eine kleine Insel zu», sagte Daniela Jansen, Wissenschaftlerin am Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut. Es sei daher nicht ausgeschlossen, dass er auf seiner Drift im Meereis zunächst aufgehalten werde.

Der Eisberg mit Namen «D28» und einer Fläche von rund 1600 Quadratkilometern hatte sich vom Amery-Schelfeis in der Ostantarktis gelöst. Schelfeise sind auf dem Meer schwimmende Eisplatten, die von Gletschern gespeist werden und mit diesen noch verbunden sind. Weil stets Eis nachkommt, brechen an den Kanten Eismassen ab. Schätzungen zufolge ist «D28» 30 Kilometer breit, 60 Kilometer lang und mehr als 200 Meter dick.



MfG Utopia
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#3 Klimawandel lässt Antarktis ergrünen

In manchen Gegenden im südlichen Polargebiet wachsen die Einzeller so dicht, dass der Schnee grün erscheint.

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Dieser Schnee auf Anchorage Island ist nicht grünversifft, darauf wachsen Algen. (Bild: Nature)

In der Antarktis kann ein neues Ökosystem entstehen, meinen britische Forscher. Durch die Erderwärmung liege auf der antarktischen Halbinsel vermehrt Schneematsch, auf dem Schneealgen bessere Wachstumsbedingungen vorfinden. In manchen Gegenden wüchsen die Einzeller so dicht, dass der Schnee hellgrün wird, berichten Forscher.

Sechs Jahre lang haben Biologen von der University of Cambridge und des British Antarctic Survey die Schneealgen mithilfe von Daten des Satelliten Sentinel 2 und Bodenbeobachtung aufgespürt und gemessen. So erstellten sie die erste großflächige Algenkarte der Halbinsel. Auf ihrer Grundlage soll die Geschwindigkeit ermittelt werden, mit der die Antarktis ergrünt und möglicherweise anderen Arten Nahrung bietet, schreiben die Forscher in Nature.

Warmer antarktischer Sommer
Der größte Teil der Grünalgenblüten wurde auf kleinen, tief liegenden Inseln im Norden der Halbinsel gefunden, deren Temperaturen in den vergangenen Jahren auffällig gestiegen waren. Im vergangenen antarktischen Sommer wurden dort erstmals mehr als 20°C gemessen. In kälteren südlichen Regionen waren die Schneealgen weniger auffällig.


Etwa 0,2 Prozent der kontinentalen Fläche der Antarktis sind eisfrei, auf der Antarktischen Halbinsel sind es 1,34 Prozent. Lebewesen, die Photosynthese betreiben, gibt es aber nicht nur auf nacktem Boden. Schneealgenblüten in der Antarktis wurden erstmals in den 1950er und 1960er Jahren durch Expeditionen beschrieben und seitdem an einigen Orten in der Antarktis untersucht.

Da eine einzelne Schneealgenblüte Hunderte von Quadratmetern bedecken kann, sind die Einzeller möglicherweise mit die bedeutendsten photosynthetischen Primärproduzenten der Region und könnten die Nährstoffversorgung der nachgelagerten terrestrischen und marinen Ökosysteme beeinflussen, schreiben die Forscher. Wegen der anzunehmenden weiteren Erwärmung des Klimas rechnen sie damit, dass sich die für die Pflanzenbesiedlung verfügbare Fläche auf der Antarktischen Halbinsel verdreifachen kann. Mit den Pflanzen wiederum könne die Albedo abnehmen, hinwiederum die Schneeschmelze begünstigt werden.

(anw)



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#4 Arktis -- Drohender Mega-Tsunami vor Alaska

Ein schmelzender Gletscher in Alaska könnte durch einen Erdrutsch einen Tsunami auslösen. Forscher befürchten Monsterwellen von mehreren Hundert Metern. Vom Himmel aus wirkt die Zeitbombe friedlich.

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Fjord in Alaska: Der Barry-Gletscher in der Mitte könnte einen Mega-Tsunami auslösen
(Foto: Lauren Dauphin / NASA Earth Observatory)

Eigentlich wollte Chunli Dai nur ihre neuesten Forschungsgeräte zur Erkennung von Erdrutschen testen. Doch dann stieß die Postdoktorandin der Ohio State University in Alaska auf eine in absehbarer Zeit bevorstehende Katastrophe, von der allerdings niemand genau weiß, wann sie geschieht.

Als Dai in der Bucht Prinz-William-Sund den Barry-Gletscher untersuchte, konnte sie es nicht glauben: Ein riesiger Berghang nahe dem Gletscher bewegte sich langsam, fast unmerklich nach vorn. Ihr wurde schnell klar: Wenn die Erdmassen plötzlich in den schmalen Fjord hinunterstürzen, wird das einen extrem großen Tsunami erzeugen. Die Form des Fjords würde die Welle dabei verstärken.

Auch nach mehrmaligem Nachrechnen blieben die Zahlen schwindelerregend: Die Fallhöhe, das Volumen der Erdmassen und der Neigungswinkel ergaben, dass der beim Herabrutschen ausgelöste Tsunami eine Welle von mehreren Hundert Metern Höhe auslösen wird.

Fischerdorf zerstört
Das könnte sogar den größten jemals beobachteten Tsunami übertreffen: Im Jahr 1958 löste in der alaskischen Lituya Bay ein Erdbeben einen Tsunami aus, weil Millionen Kubikmeter Feld aus einer Höhe von 600 Metern in den Fjord stürzten. Die Welle des Tsunamis gilt mit 500 Metern als eine der größten überhaupt.

Augenzeugen sprachen damals von einem Ereignis wie nach einem Atombombeneinschlag, weil die Wucht auch noch in Kilometern Entfernung Bäume entwurzelte. Die Lituya Bucht liegt nur rund 500 Kilometer südöstlich des aktuellen Tsunami-Hotspots.

Tsunamis gibt es in der Arktis öfter. Erst vor wenigen Jahren zerstörte in Grönland eine gewaltige Welle ein Fischerdorf und tötete mehrere Menschen.

Klimawandel als Ursache von Erdrutschen
Die Erdmassen am Barry-Gletscher bewegen sich auch deshalb schneller Richtung Fjord, weil der Gletscher seit Jahren schrumpft. Durch steigende Durchschnittstemperaturen ist nur noch rund ein Drittel der früheren Eisbedeckung übrig geblieben. Die Sommer in der Arktis werden länger, die Winter sind milder mit teilweise warmen Rekordtemperaturen.

Übrig bleibt das lose Geröll des Berghanges, das nur noch wenig Halt hat. Kommen nun noch Extremwetter wie Hitzewellen oder Starkregen hinzu, könnte das Abrutschen des Hanges beschleunigt werden.

Die Forscherin Chunli Dai hat deshalb im Frühjahr die lokalen Behörden alarmiert. Seitdem arbeiten mehrere Forschungsgruppen an dem Tsunami-Gletscher. Sie kamen zur gleichen Erkenntnis wie die Postdoktorandin und veröffentlichen im Mai einen offenen Brief, um Aufmerksamkeit zu schaffen.

Zeitspanne von 20 Jahren
Innerhalb von 20 Jahren werde es sehr wahrscheinlich zu einer Tsunami-Katastrophe kommen, heißt es darin. Da viele Touristen die Bucht besuchen und es in der Gegend mehrere kleinere Ortschaften gibt, müssten Vorkehrungen getroffen werden.

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Potenzieller Schauplatz des Tsunamis: Die Bucht Prinz-William-Sund in Alaska.
(Foto: Valisa Higman / NASA Earth Observatory)
Anhand von älteren Satellitenbildern konnten die Forscher rekonstruieren, dass sich der Hang schon seit einer ganzen Weile bewegt. Allerdings habe sich das zwischen 2009 und 2015 merklich beschleunigt, als die Vorderseite des Barry-Gletschers zu schmelzen begann.

Mittlerweile sind Behörden, Forscher und auch Institutionen wie das U.S. Geological Survey und die National Atmospheric and Oceanic Administration (NOAA) dabei, ein Überwachungssystem aufzubauen. Mit Satelliten und Radar soll jede Bewegung des Erdhanges überwacht werden.

Alaskas Ministerium für Natürliche Ressourcen befürchtet "verheerende Auswirkungen für Fischer und Erholungssuchende", wenn es zu dem "immer wahrscheinlicher werdenden Tsunami" kommen sollte. Besucher und Anwohner werden gewarnt, die Gefahrenzonen in der Nähe des Gletschers zu meiden.
(sug)



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#5 Antarktis - Ein Eisberg aus der Antarktis auf Kollisionskurs

Ein Eisberg aus der Antarktis driftet gerade auf das britische Überseegebiet Südgeorgien zu. Er ist größer als die Hauptinsel dort – und könnte zum Problem für Robben und Pinguine werden.

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Blick durch die Wolkendecke: Eisberg A68a (l.) und Inselgruppe Südgeorgien im Antarktischen Ozean
(Foto: ESA / Copernicus Sentinel Data)

Rund 4200 Quadratkilometer – das ist eine Fläche fast fünfmal so groß wie Berlin. So groß ist der Eisberg mit dem Namen A68a, der gerade auf das britische Überseeterritorium Südgeorgien zutreibt. Die sehr spärlich bewohnte Inselgruppe liegt im Antarktischen Ozean und wird – wie die Falklandinseln – von Argentinien beansprucht. Die Hauptinsel, die auch Südgeorgien heißt, bringt es auf 3756 Quadratkilometer. Sie ist also ein Stück kleiner als das riesige Ding, das da gerade auf sie zuschwimmt.

Aktuell ist der viele Milliarden Tonnen schwere Eisblock noch einige Hundert Kilometer von Südgeorgien entfernt, wie das Bild des europäischen Satelliten "Sentinel 2" vom vergangenen Montag zeigt. Beim "British Antarctic Survey" (BAS) hält man es für möglich, dass der Eisberg die Inselgruppe tatsächlich trifft. Es sei aber auch denkbar, dass er noch nördlich davon auf dem Weg in wärmere Gewässer vorbeizieht und dort nach und nach zerfällt.

Eisberg könnte zehn Jahre vor der Küste liegen

Der Eisberg ist Teil eines noch größeren Stücks, das Mitte 2017 vom Larsen-C-Eisschelf der Antarktis abgebrochen war. Wind und Wellen im turbulenten Südozean hatten seitdem dafür gesorgt, dass der schmelzende Block in mehrere Teile zerbrach. A68a ist das größte verbliebene Fragment. Sollte er tatsächlich Südgeorgien erreichen, würde er das Ökosystem dort nachhaltig beeinflussen. "Es besteht die Gefahr, dass dieser Eisberg, wenn er steckenbleibt, zehn Jahre lang dort liegt", warnt BAS-Forscher Geraint Tarling.

Schwierigkeiten könnte das zum Beispiel für die Robben und Pinguine bringen, die es auf der Insel in großen Mengen gibt. Weil sie größere Wege zurücklegen müssen, um ihren Nachwuchs mit Nahrung aus dem Meer zu versorgen, könnten die Jungtiere womöglich bereits verhungert sein, wenn die Eltern zurückkehren. Aber auch kleinere Lebensformen auf dem Meeresboden könnten massiv davon beeinträchtigt sein, wenn der Eisberg in der Nähe der Inseln auf Grund läuft.

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Goldschopfpinguine auf Südgeorgien
(Foto: ? HO Old / Reuters/ REUTERS)

Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Eisberg vor Südgeorgien hängen bleibt. Im Jahr 2004 war ein Exemplar namens A38 vor der Inselgruppe auf Grund gelaufen. Forscher hatten damals zahllose tote Pinguinküken und junge Robben an den Stränden gefunden. Ob es diesmal wieder zu solch einem Szenario kommt, wird von dem Weg abhängen, den A68a in den kommenden Wochen nimmt.

Weil in der Region oft Wolken den Himmel bedecken, können Satelliten wie "Sentinel 2" oft keine guten Bilder des Gebiets machen. Deswegen hat man beim BAS jetzt eine Anfrage bei der Europäischen Union gestartet: Man wünscht sich zusätzliche Aufnahmen von "Sentinel 1". Das ist ein Radarsatellit, dem Wolken nichts ausmachen. So lassen sich auch Risse im Eisberg identifizieren, die für ein Auseinanderbrechen sorgen könnten.
(chs)



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