Klimawandel

Erdrutsche, Tsunamis und "hohe Wellen", Risse und Löcher auf der Erde, Klimawandel, Wolkenformationen, rötlicher Himmel etc.
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#161 Glossar zur Klimakrise – Begriff der Woche: Aerosole – Schwebeteilchen mit großer Wirkung

Glossar zur Klimakrise – Begriff der Woche: Aerosole – Schwebeteilchen mit großer Wirkung (2020-11-23)

Woraus bestehen die winzigen Schwebeteilchen und wie wirken sie sich auf das Klimasystem aus? Die wichtigsten Fragen zu Aerosolen.

Aerosole bestehen aus kleinen flüssigen oder festen Schwebeteilchen, die für einige Zeit in der Atmosphäre verweilen. Sie sind meist zwischen wenigen Nanometern und zehn Mikrometern groß. Aerosole können sowohl natürlicher als auch anthropogener Herkunft, also menschengemacht sein. Sie entstehen etwa bei Vulkanausbrüchen, Wüstenstürmen oder stammen als Salze aus dem Ozean. Menschengemachte Quellen sind unter anderem fossile Brennstoffe. Auf das Klima können Aerosole in vielfältiger Weise einwirken: Zum einen können sie die Sonneneinstrahlung streuen, was abkühlend auf das Klimasystem wirkt. Sie können aber auch Strahlung absorbieren, was eher zur Erwärmung beiträgt. Untersuchungen kommen zu dem Schluss, dass die abkühlenden Effekte von Aerosolen überwiegen.

Dabei spielt etwa auch eine Rolle, wie sich Aerosole auf die Mikrophysik von Wolken auswirken: Sie fungieren als Kondensationskerne, Wasser lagert sich an den Kleinstpartikeln an und es entstehen Wolkentröpfchen. Eine hohe Aerosolkonzentration kann Wolken entstehen lassen, die über viele Wassertröpfchen verfügen, welche die Sonnenstrahlung stärker reflektieren.

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#162 Bericht für 2019: Uno meldet CO₂-Rekord in der Atmosphäre

Bericht für 2019: Uno meldet CO₂-Rekord in der Atmosphäre (2020-11-23)

Noch nie seit Beginn der Industrialisierung wurde so viel Kohlendioxid in der Atmosphäre nachgewiesen wie im vergangenen Jahr. Hoffnung auf deutliche Besserung durch Corona-Shutdowns gibt es wenig.

Die Treibhausgase in der Atmosphäre haben einen Rekordwert erreicht. 2019 sei im globalen Durchschnitt erstmals seit Beginn der Industrialisierung 1750 die Marke von 410 ppm Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre erreicht worden, schreibt die Weltwetterorganisation (WMO) der Uno in ihrem jährlichen Treibhausgas-Bulletin.

Ppm beschreibt die Anzahl der Teilchen CO2 unter einer Million anderer Luftteilchen. In den zwei vorangegangenen Jahren lag die CO2-Konzentration in der Atmosphäre bei 407,9 und 405,5 ppm. Die Marke von 400 ppm wurde erstmals 2015 überschritten.

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#163 Glossar zur Klimakrise - Begriff der Woche: Jetstream - Flüsse der Lüfte

Glossar zur Klimakrise - Begriff der Woche: Jetstream - Flüsse der Lüfte (2020-11-30)

Erwärmt sich das Klima, hat das auch Auswirkungen auf den Jetstream. Was bedeutet das für unser Wetter? Der Klimabegriff der Woche kurz und knapp erklärt.

Was ist der Jetstream?

Ein Jetstream ist ein Starkwindband in bis zu 15 Kilometern Höhe. Es wird angetrieben von großräumigen Temperaturunterschieden, etwa zwischen der Arktis und den Tropen. Je stärker dieser Unterschied ausfällt, desto stärker ist auch die Windbewegung, die entlang einer Art Grenze zwischen der kalten und wärmeren Luft verläuft. Jetstreams sind oft mehrere tausend Kilometer lang, mehrere hundert breit und einige Kilometer dick. Sie können sich wie Flüsse auffächern, abbrechen oder ihre Richtung ändern. Geschwindigkeiten von bis zu 400, in Extremfällen sogar über 600 Kilometern pro Stunde sind möglich.

Auf der Süd- und der Nordhalbkugel sind jeweils zwei unterschiedliche Jetstream-Systeme wesentlich: der Polarfront-Jetstream in den gemäßigten Breiten und der Subtropen-Jetstream näher am Äquator. Beide bewegen sich von West nach Ost um die Erde in unterschiedlicher Intensität und Ausprägung. Der für Mitteleuropa wichtige Polarfront-Jetstream braust nicht in gerader Linie dahin, sondern schwenkt in Kurven nach Norden und Süden aus, in sogenannten Rossby-Wellen. An dieser Schlangenlinie befinden sich Hoch- und Tiefdruckgebiete, die aufgrund des Jetstreams über die Erde ziehen und unser Wetter bestimmen.

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#164 Modellrechnung: Immer mehr Hitzetote durch Klimakrise in Deutschland

Modellrechnung: Immer mehr Hitzetote durch Klimakrise in Deutschland (2020-12-03)

Mehr heiße Tage, eine alternde Bevölkerung: Die Klimakrise wird Deutschland mehr zusetzen als anderen Staaten. Forscher rechnen mit einem erhöhten Sterberisiko.

Die Klimakrise könnte der Gesundheit in Deutschland einer Studie zufolge mehr zusetzen als bisher angenommen. So zeigen Modellrechnungen von Wissenschaftlern, dass die Zahl der Hitzetoten hierzulande im weltweiten Vergleich weit vorne liegt. Grund sei die Zunahme der Hitzetage pro Jahr in Kombination mit dem steigenden Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre, schreiben die Forscher im Fachjournal »The Lancet«.

Sie ermittelten für 2018 in Deutschland rund 20.200 Todesfälle unter über 65-Jährigen im Zusammenhang mit Hitze. Nur die zwei bevölkerungsreichsten Länder der Welt mit je rund 1,4 Milliarden Einwohnern kamen in dem Rechenmodell auf noch alarmierendere Zahlen: China mit 62.000 und Indien mit 31.000 Hitzetoten. In die Kalkulation nahmen die Forscher unter anderem die tägliche Maximaltemperatur, den Anteil der über 65-Jährigen und das Sterberisiko dieser Altersgruppe durch Hitze auf.

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#165 Rückfall in der Klimapolitik: Das Comeback der Kohle nach Corona

Rückfall in der Klimapolitik: Das Comeback der Kohle nach Corona (2020-12-03)

Der gesunkene CO₂-Ausstoß während der Corona-Zeit ist laut einem Uno-Bericht nur eine Randnotiz in der Geschichte der Klimapolitik. Statt einer Wende könnte es sogar eine Renaissance der fossilen Energie geben.

Seit dem ersten Shutdown im März gibt es die Hoffnung, das Corona-Jahr könnte zu einem Wendepunkt im weltweiten Klimaschutz werden. Wochenlang flogen kaum Flugzeuge am Himmel, es fuhren weniger Autos und auch die Shoppingmalls waren wie leer gefegt. Doch aktuelle Berichte legen nahe, dass dieser Effekt verpuffen wird – weil Staaten und Regierungen in Sachen Klima nichts dazugelernt haben.

Die sogenannte Corona-Delle beim CO2-Ausstoß ist nicht mehr als eine Anekdote in der Klimageschichte. Das ist die Botschaft des heute veröffentlichen Production Gap Reports. Zwar ist die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas in diesem Jahr um sieben Prozent zurückgegangen. Das sei aber keine Trendwende, heißt es in dem Bericht, der unter anderem vom Uno-Umweltprogramm (UNEP) und dem Stockholm Environment Institute herausgeben wird. Darin geht es um die weltweite Produktion von klimaschädlichen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Gas.

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#166 Von der Leyens Green Deal: Es geht doch, wenn man will – aber will man?

Von der Leyens Green Deal: Es geht doch, wenn man will – aber will man? (2020-12-03)

Die EU will 2050 klimaneutral sein. Oft wird das als dystopische Deindustrialisierung skizziert. Die Beratungsfirma McKinsey sagt: Kosten und Profite könnten sich ausgleichen. Allerdings bleiben wichtige Aspekte unberücksichtigt.

Es ist der größte Umbau der Europäischen Union, den es je gab: Mit dem sogenannten Green Deal soll Europa komplett umgekrempelt werden. Vom Strom für Industrie und Haushalte bis hin zum Schulbus soll die gesamte Gesellschaft vollständig ohne CO2-Emissionen auskommen.

Bis 2050 wollen die Länder klimaneutral wirtschaften, also netto keine Treibhausgase mehr in die Atmosphäre ausstoßen. Seit fast genau einem Jahr diskutieren die 27 EU-Staaten diesen Vorschlag der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Seit Anfang dieser Woche verhandeln die wichtigsten EU-Institutionen – EU-Parlament, EU-Rat und Kommission – über das Klimagesetz.

Einen richtigen Fahrplan bis 2050 gibt es jedoch noch nicht. Klar ist nur, dass die EU rund eine Billion Euro innerhalb eines Jahrzehnts investieren will. Von der Idee sind nicht alle begeistert: Immerhin würden bestimmte CO2-intensive Geschäftsmodelle ganz verschwinden, andere müssten sich umstellen. Zudem gibt es die Sorge, dass die Umstellung das Leben insgesamt teurer machen könnte.

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#167 Studie aus Bayern: Erderwärmung heizt Grundwasser auf

Studie aus Bayern: Erderwärmung heizt Grundwasser auf (2020-12-03)

Auch in der Tiefe macht sich der Klimawandel bemerkbar: Forscher verzeichneten jetzt wärmeres Grundwasser in Bayern als noch vor 30 Jahren. Vielleicht eine Gefahr für Ökosysteme – aber auch eine Chance.

Der Klimawandel bringt an zahlreichen Orten der Erde Veränderungen mit sich. Nicht nur die Atmosphäre und Meere erwärmen sich, auch der Untergrund. Wie stark, das haben Forscher nun in Bayern gemessen. Demnach ist das Grundwasser in einer Tiefe von 20 Metern heute durchschnittlich fast ein Grad Celsius wärmer als vor 30 Jahren.

Für die Untersuchung hatten Geologen die Temperaturen an 35 Messstationen, die im gesamten Bundesland verteilt waren, in unterschiedlichen Tiefen mit Daten aus den Neunzigerjahren verglichen. An fast allen untersuchten Grundwasserspeichern sei es wärmer gewesen, berichten Peter Bayer und Hannes Hemmerle von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in ihrer Studie. Die Arbeit ist im Fachblatt »Frontiers in Earth Science« erschienen.

»Ab ungefähr 15 Metern hat der Klimawandel einen ganz klaren Einfluss, kurzfristige lokale oder saisonale Schwankungen sind dann nicht mehr zu messen«, wird Hemmerle in einer Mitteilung zitiert. Aufgrund der langfristigen Veränderungen sei Grundwasser laut den Forschern ein idealer Indikator, um die Folgen der Erderwärmung zu beobachten. Denn der Untergrund reagiert nicht auf kurzfristige Temperaturschwankungen und zeige eher langfristige Trends an.

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#168 "War ein hartes Jahr": Prinz Harry hält Corona für Strafe der Natur wegen des Klimawandels

"War ein hartes Jahr": Prinz Harry hält Corona für Strafe der Natur wegen des Klimawandels (2020-12-03)

Stärkere Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel – das fordert erneut Prinz Harry in einem Interview. Der Royal bemüht dabei einen besonderen Vergleich: Die Corona-Pandemie wirke auf ihn wie eine Strafe von „Mutter Natur“.

„Es war ein hartes Jahr, besonders wegen der Corona-Pandemie. Jemand sagte mir zu Beginn der Pandemie, dass es fast so hart ist, als hätte uns Mutter Natur persönlich auf unser Zimmer geschickt, weil wir uns schlecht benommen haben und um mal darüber nachzudenken, was wir getan haben“, sagte der Enkelsohn von Queen Elizabeth II. in einem Interview mit Ellen Windemuth, CEO von „WaterBear Network“, einer Streaming-Plattform, die sich auf Filme über Umwelt und Klimaschutz spezialisiert hat.

Zugleich erinnere ihn die Pandemie daran, wie vernetzt wir alle seien. „Nicht nur zwischenmenschlich, sondern durch die Natur. Wir nehmen so viel von ihr und geben so wenig zurück.“ In der Natur werde sichtbar, wie klein jedes Individuum eigentlich sei und wie jeder Teil eines großen Ganzen sei.

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#169 Erhebung von Germanwatch: Diese Länder tun am meisten für den Klimaschutz

Erhebung von Germanwatch: Diese Länder tun am meisten für den Klimaschutz (2020-12-07)

Skandinavische Länder und Großbritannien gehören im Weltranking zu den besten Klimaschützern. Deutschland ist nicht darunter – trotz Kohleausstieg und Klimapaket.

Schweden ist einsame Weltspitze beim Vermeiden von CO2-Emissionen und dem Voranbringen der Energiewende. Laut dem aktuellen Klimaschutz-Index der Organisation Germanwatch, der dem SPIEGEL vorab vorliegt, sogar das vierte Jahr in Folge. Schon 2030 könnte das Land klimaneutral werden.

Der jährlich erscheinende Bericht bewertet die Klimapolitik der 57 emissionsstärksten Länder und der EU. Seit seinem ersten Erscheinen vor 15 Jahren sind die ersten drei Plätze frei, weil sich laut der Autoren kein Land ausreichend für die Begrenzung der Erderwärmung engagiert. Traditionell stellt Germanwatch die Ergebnisse auf der Uno-Klimakonferenz vor, die in diesem Jahr allerdings aufgrund der Pandemie auf November 2021 verschoben wurde.

Unter den Siegern des Rankings sind auffallend viele skandinavische Staaten: neben Schweden (Platz 4) auch Dänemark (Platz 6), Norwegen (Platz 8) und Finnland (Platz 11). Das dänische Parlament stimmte vergangene Woche dafür, künftig keine neuen Lizenzen für Öl- und Gasbohrungen zu vergeben. Das Land ist das größte Förderland der EU und will allein bis 2030 den CO2-Ausstoß um 70 Prozent senken und hat zusammen mit Schweden die weltweit strengsten Klimaziele.

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#170 Glossar zur Klimakrise - Begriff der Woche: Anthropozän – das »Zeitalter des Menschen«

Glossar zur Klimakrise - Begriff der Woche: Anthropozän – das »Zeitalter des Menschen« (2020-12-08)

Noch streiten Geologen, ob sich die Erde in einem neuen Zeitalter befindet, dem sogenannten Anthropozän. Was der Klimawandel damit zu tun hat.

Was ist das Anthropozän?

Hierbei handelt es sich um den Vorschlag für einen neuen Zeitabschnitt der Erdgeschichte. Der Name leitet sich von den altgriechischen Begriffen anthropos für Mensch und kainos für »neu« ab. Kainos oder -zän ist die klassische Endung der vorangegangenen Zeitabschnitte, etwa Holozän, Pliozän, Miozän. Im Jahr 2002 definierte der Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen das Konzept vom Anthropozän als Nachfolger des bislang andauernden Holozäns offiziell im Wissenschaftsjournal »Nature«. Der Kerngedanke bei dem neuen Zeitalter ist der massive Einfluss der Menschheit auf die Umwelt seit der Industrialisierung, der auch noch in ferner Zukunft für Geologen etwa in Gesteinsschichten oder anhand von Fossilien nachweisbar sein wird.

Hierzu zählen neue Gesteine wie Beton und Asphalt, ein globales Artensterben beziehungsweise die massenhafte Verbreitung einzelner Arten (Hühner, Ratten, Kaninchen) oder die radioaktiven Hinterlassenschaften von Atombombentests und Kernkraftwerken. Noch ist es unter Wissenschaftlern umstritten, ob man anhand der vorliegenden Daten bereits von einer neuen Epoche der Erdgeschichte sprechen kann, die sich fundamental vom Holozän unterscheidet. Die oben genannten Merkmale sprechen jedoch dafür.

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