Mobilität: ÖPNV

Bargeldabschaffung, Sozialkredit-Systeme, Mobilität etc...
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Deckard666
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#11 Busse im Nahverkehr: Batterie schlägt Wasserstoff

Busse im Nahverkehr: Batterie schlägt Wasserstoff (2021-02-27)

Die Zahl der Elektrobusse in deutschen Städten wächst schnell. Statt auf Brennstoffzellen setzt die Branche dabei auf Akkus. Bisher überzeugt die Technik – zumindest, wenn es nicht allzu kalt ist.

2020 war in Deutschland das Jahr der Elektromobilität. Bei Pkw stieg die Zahl der E-Autos rasant, fast jeder siebte Neuwagen war im vergangenen Jahr ein Elektroauto. Im Bereich der Nutzfahrzeuge tun sich E-Antriebe schwerer, doch es gibt eine Ausnahme: Der Bestand der E-Busse im öffentlichen Nahverkehr hat sich 2020 verdoppelt, wie eine Untersuchung der Beratungsfirma PwC ergeben hat.

Wasserstoffantriebe spielen eine Nebenrolle. So hat der Großteil der E-Busse nach Angaben der Berater einen reinen Batterieantrieb (502). In nur 64 Bussen wird der E-Motor per Brennstoffzelle betrieben. Dabei werden dieser Technik vor allem bei Nutzfahrzeugen Chancen eingeräumt, sie verspricht eine ordentliche Reichweite. Bei Pkw ist Wasserstoff zunehmend umstritten, weil bei seiner Herstellung viel Energie verloren geht und Hersteller immer bessere und günstigere Batterieautos anbieten.

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"Some men aren't looking for anything logical, like money. They can't be bought, bullied, reasoned, or negotiated with. Some men just want to watch the world burn."
Alfred Pennyworth, The Dark Knight (2008)
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#12 Pläne für Bus und Bahn: Günstig bis kostenlos – der linke Traum von der Revolution des ÖPNV

Pläne für Bus und Bahn: Günstig bis kostenlos – der linke Traum von der Revolution des ÖPNV (2021-04-07)

Die SPD will den Nahverkehr viel günstiger, womöglich sogar kostenlos anbieten. Ein Modell sieht vor, dass auch Menschen das Vorhaben mitfinanzieren, die Bus und Bahn gar nicht nutzen. Verkehrsbetriebe sind skeptisch. Und ein Forscher warnt vor ungewollten Nebeneffekten.

Die Änderung des SPD-Wahlprogramms erfolgte so geräuschlos, dass die Öffentlichkeit nur wenig davon mitbekam. Am 1. März stellten die Parteichefs und der Kanzlerkandidat in einer Pressekonferenz den ersten Entwurf vor. Ende März ging in aller Stille eine überarbeitete Fassung online, nach neuen Abstimmungen in der Partei. Themen wurden ausgebaut, allerdings auch neue gesetzt.

Darunter: Das Plädoyer für einen kostengünstigen oder gar kostenlosen Nahverkehr. „Modelle wie das 365-Euro-Ticket oder Modellprojekte für einen ticketfreien Nahverkehr unterstützen wir“, heißt es nun im SPD-Programmentwurf. Vorangetrieben hatten das Thema die Jusos.

Es ist ein Herzensanliegen vieler linker Sozialdemokraten, denn gleich mehrere Probleme scheinen damit gelöst: Geringverdiener, die sich Bus- und Bahntickets nicht leisten könnten, würden entlastet. Autofahrer, die die Luft in den Städten verschmutzten, würden zum Umstieg auf U- und S-Bahn motiviert. Das Stadtbild würde verschönert, das Klima geschont. Kurzum: eine Win-Win-Win-Win-Situation. Und eine Revolution: Wenn viele Menschen kostengünstig Bahn und Bus fahren könnten, würde sich Mobilität in Deutschland grundlegend verändern.

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#13 Dem Nahverkehr fehlen Milliarden – doch keiner will zuerst bezahlen

Dem Nahverkehr fehlen Milliarden – doch keiner will zuerst bezahlen (2021-05-05)

Der Nahverkehr nimmt durch die Krise sieben Milliarden Euro weniger ein. Bund und Länder sollen die Verluste ausgleichen, doch die Verhandlungen stocken. Für die Betreiber könnte es noch schlimmer kommen. Denn noch ist offen, ob die Menschen überhaupt zu Bus und Bahn zurückkehren.

Wer in den letzten Wochen nachts durch Berlin fahren wollte, der konnte sich auf U-Bahnen und Busse verlassen. Trotz Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr fuhr der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) in der Hauptstadt fast regulär weiter. Wer in dieser Zeit zur Arbeit müsse, brauche auch eine Möglichkeit, um dorthin zu kommen, argumentierte man in Berlin. Zwar gab und gibt es einige Städte wie Hamburg, in denen während der Ausgangssperre der Nahverkehr deutlich eingeschränkt wurde. Doch in den meisten Regionen fuhren Busse und Bahnen weiter.

Für die Betreiber ist das eine teure Entscheidung. Denn mit den Fahrgastzahlen sinken schon seit Beginn der Pandemie auch die Einnahmen der Verkehrsbetriebe. Bund und Länder hatten deshalb schon im vergangenen Jahr ein Rettungspaket über fünf Milliarden Euro für die Nahverkehrsunternehmen beschlossen, doch das Geld geht langsam zur Neige. Viele Betreiber könnten wohl nur noch wenige Wochen ohne zusätzliche Unterstützung durchhalten, heißt es in Branchenkreisen. Spätestens Ende Mai soll es für die ersten Firmen eng werden.

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#14 Verkehrsunternehmen warnen vor Kürzungen im Nahverkehr

Verkehrsunternehmen warnen vor Kürzungen im Nahverkehr (2021-06-01)

Die Corona-Krise hat zu Einbrüchen auch im öffentlichen Nahverkehr geführt. Bund und Länder haben Milliarden gegeben. Weitere Hilfen sind aber umstritten.

Berlin (dpa) - Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen warnt vor einer Kürzung von Leistungen bei Bussen und Bahnen im Nahverkehr, wenn es keine weiteren staatlichen Hilfen gibt.

Hintergrund ist eine Kritik des Bundesrechnungshofs. Der Unions-Chefhaushälter Eckhardt Rehberg hatte einen neuen Rettungsschirm des Bundes für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Höhe von einer Milliarde Euro an Bedingungen geknüpft.

«Ohne die Fortführung des Rettungsschirmes wäre die Branche bald gezwungen, die Leistungen spürbar zu kürzen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff.

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#15 Platooning: Münchner Stadtbusse sollen elektronische Deichseln bekommen

Platooning: Münchner Stadtbusse sollen elektronische Deichseln bekommen (2021-06-03)

Um auf Nachfragespitzen flexibler eingehen zu können, sollen Stadtbusse in München miteinander gekoppelt werden.

Bisher stellt sich die Münchner Verkehrsgesellschaft auf verstärkten Bedarf mit Gelenkbussen oder Anhängern ein. Allerdings brauchen sie zu viel Energie und sind nicht flexibel genug einsetzbar, um auf stark schwankende Fahrgastzahlen reagieren zu können. Die Lösung des Problems lautet Platooning, daran arbeiten nun das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Stadtwerke München und der Fahrzeughersteller Ebusco

In München sollen alle Busse langfristig durch elektrisch angetriebene Fahrzeuge ersetzt werden. "Bei Elektrifizierung der Zugfahrzeuge müsste enorme elektrische Energie eingesetzt werden, um die Anhänger mitzubewegen", erläutert Prof. Eric Sax, Leiter des Instituts für Technik der Informationsverarbeitung am KIT. Zusätzlich den Anhänger zu motorisieren, sei weder kosten- noch energieeffizient. Eine rein elektronische und informationstechnische Kopplung wie beim Platooning ermögliche es hingegen, vollständige Fahrzeuge zu koppeln.

"Beim Platooning muss nur das vorderste Fahrzeug durch einen Fahrer gesteuert werden, alle nachfolgenden können diesem automatisiert folgen", erklärt Sax. Verbunden sind die Einheiten der Formation dabei nicht physisch, sondern nur informationstechnisch. Die "elektronische Deichsel" könne leicht entkoppelt und Platoons somit leicht geteilt und wieder verbunden werden. Da dabei gängige Fahrzeugtypen eingesetzt werden, sei die Elektrifizierung einfacher und preiswerter.

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#16 Sonderaktion: Wer ein ÖPNV-Abo hat, darf im September damit im ganzen Land fahren

Sonderaktion: Wer ein ÖPNV-Abo hat, darf im September damit im ganzen Land fahren (2021-08-09)

Kostenlos kreuz und quer durch Deutschland fahren: Für zwei Wochen gelten Nahverkehrs-Abonnements im ganzen Land – so will die Branche Kunden zurückgewinnen. Auf manchen Strecken könnte es Gedränge geben.

Wer ein Nahverkehrsabo besitzt, kann damit im September zwei Wochen lang bundesweit nahezu alle Nahverkehrsangebote ohne Zusatzkosten nutzen. Mit der Aktion wollen sich die Verkehrsunternehmen bei denjenigen bedanken, die auch während der Pandemie Bus und Bahn fahren.

Die Aktion sei für den Zeitraum vom 13. bis zum 26. September geplant, teilte der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) am Montag mit. Sie gilt demnach in über 95 Prozent aller Tarif- und Verkehrsverbünde. Mit einem Nahverkehrsabo erhalten die Teilnahmeberechtigten außerdem bestimmte Bahncards für den Fernverkehr günstiger.

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#17 Lauterbach über ÖPNV-Freifahrten: »Das kann dazu beitragen, die Infektion in ganz Deutschland zu verteilen«

Lauterbach über ÖPNV-Freifahrten: »Das kann dazu beitragen, die Infektion in ganz Deutschland zu verteilen« (2021-08-10)

Mit einer Gratisaktion für ÖPNV-Abonnenten in ganz Deutschland wollen die Verkehrsverbünde Kunden zurückgewinnen. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach findet die Idee gefährlich.

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Ohne zusätzliche Kosten per Bus und Bahn durch ganz Deutschland fahren – das soll für Inhaberinnen und Inhaber eines Nahverkehrsabonnements vom 13. bis zum 26. September möglich sein. Die Aktion könnte Stammkunden wieder enger an den öffentlichen Verkehr binden und solche zurückholen, die während der Coronapandemie gekündigt haben, hofft der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Die Betriebe haben seit Anfang 2020 etwa 15 Prozent ihrer Abonnenten verloren.

Doch an dem Plan entzündet sich Kritik. Als »in jeder Hinsicht leider vollkommen kontraproduktiv« unter pandemischen Aspekten, bezeichnete SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach das Vorhaben gegenüber dem SPIEGEL. »Das kann dazu beitragen, die Infektion in ganz Deutschland zu verteilen.« Schon jetzt verbreite sich die Delta-Variante stark, die Aktion könnte die Lage verschlimmern.

Vorgesehen ist die freie Fahrt für ÖPNV-Abonnenten bundesweit auch in Nahverkehrszügen, wie ein VDV-Sprecher dem SPIEGEL bestätigte. Denkbar sind also Trips ans Meer, in die Berge oder in beliebte Großstädte – etwa zu Fußballspielen. Dass auf Strecken wie zwischen Hamburg und Westerland auf Sylt mehr los sein könnte als sonst, sei denkbar, räumte der Verbandssprecher ein. Es sei aber ja gerade das Ziel, wieder viele Menschen für Busse und Bahnen zu begeistern.

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#18 ÖPNV in der Krise: Der Abschied vom Auto fällt aus

ÖPNV in der Krise: Der Abschied vom Auto fällt aus (2021-08-19)

Fast jeder zweite Bus- und Bahnkunde hat sich in der Pandemie vom Nahverkehr verabschiedet und fährt mit dem Auto, zeigt eine Studie. Die Krise des ÖPNV geht weit über Corona hinaus – und bringt die Verkehrswende in Gefahr.

In der Welt von Lisa und Max fahren Züge pünktlich, sind Busse sauber und kostenlos, funktionieren Sharing-Dienste reibungslos und ist jedes Dorf auch ohne Auto »schnell und unkompliziert« erreichbar – von der Lüneburger Heide bis zur »vegetarischen Alpenhütte«. Die Inszenierung auf Instagram bezahlt ein Lobbyverband der Verkehrsunternehmen.

Es ist eine Scheinwelt.

Die Werbetour der Influencer ist Teil einer verzweifelten Kampagne, mit der Bus- und Bahnbetreiber ehemalige Stammkunden zurücklocken wollen. Auf dem Höhepunkt der Coronapandemie brach die ÖPNV-Nutzung völlig ein. Doch anders als erwartet brachten Impfkampagne und Normalisierung des öffentlichen Lebens bislang nicht das Comeback der klimafreundlichen Mobilität. Dabei soll sich die Zahl der Nutzer in den nächsten Jahren verdoppeln, damit die Klimaziele des Verkehrssektors erreichbar bleiben.

»Als Rückgrat der Verkehrswende ist der ÖPNV aktuell ein Totalausfall«, sagte Verkehrsforscher Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) dem SPIEGEL. Das habe weniger mit der Sorge vor Ansteckungen und der Maskenpflicht zu tun, sondern mit dem Unvermögen der oft kommunalen Verkehrsbetriebe sich auf die dauerhaft veränderten Bedürfnisse der Menschen einzustellen.

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#19 Studie: Öffentlicher Nahverkehr braucht bis 2030 zusätzlich 48 Milliarden Euro

Studie: Öffentlicher Nahverkehr braucht bis 2030 zusätzlich 48 Milliarden Euro (2021-08-27)

Der ÖPNV hat in den kommenden Jahren viel mehr Geld nötig, als derzeit eingeplant ist, sagt eine Studie des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen.

Nahverkehrsunternehmen in Deutschland benötigen nach einem Gutachten bis zum Jahr 2030 etwa 48 Milliarden Euro zusätzlich, um die EU-Klimaziele zu erreichen. Dieses Geld sei nötig, "um deutlich mehr ÖPNV-Angebot, unter anderem mehr Personal, Fahrzeuge und neue Konzepte, bundesweit zu finanzieren", sagte Lars Wagner, Sprecher vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) der dpa. Die Zahlen gehen aus einem Gutachten hervor, das Anfang kommender Woche veröffentlicht werden soll. Zuvor hatte der Spiegel darüber berichtet.

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#20 Missing Link: Verkehrswende – wir brauchen ÖPNV, der besser als das Auto ist

Missing Link: Verkehrswende – wir brauchen ÖPNV, der besser als das Auto ist (2021-09-05)

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs soll helfen, die Klimaziele zu erreichen. Wie soll das gehen, wenn auch im zweiten Corona-Jahr die Fahrgäste wegbleiben?

Bei der Forderung, den öffentlichen Personennahverkehr auszubauen, herrscht seltene Einigkeit quer durch alle politischen Lager. Damit wird die Hoffnung verbunden, dieser könne einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur Reduktion von Emissionen und Treibhausgasen sowie zu einer weniger autozentrierten Mobilität leisten. Eine Studie des Berliner Thinktanks Agora Verkehrswende hält gar eine Verdoppelung des Verkehrsaufkommens im ÖPNV bis 2035 für notwendig, um die Klimaziele zu erreichen.

Der ÖPNV – Einbruch in der Pandemie

Aber ist das überhaupt realistisch? In der Corona-Pandemie war ein Rückgang der Nutzung motorisierter Verkehrsmittel zu verzeichnen, auch die Nutzung des ÖPNV brach ein. Lag der Anteil des ÖPNV am Verkehrsaufkommen bereits vor der Pandemie bei schlappen 15 Prozent, hat er sich im Zuge dieser globalen Krise noch einmal halbiert. Repräsentative Befragungen zeigten bereits im Frühjahr und Herbst 2020 tiefe Einbrüche in Verkehrsaufkommen und -leistung des ÖPNV.

Aber auch mehr als zwei Jahre nach Beginn der Pandemie sieht es schlecht für den ÖPNV aus, wie quantitative Daten aus dem MOBICOR-Projekt eindrücklich zeigen. Ein kürzlich erschienener MOBICOR-Sonderbericht lieferte weitere Einblicke in die derzeitige Rolle des ÖPNV: Nur wer keine Wahl hat, nutzt zu Zeiten der Pandemie öffentliche Verkehrsmittel.

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