Mobilität: ÖPNV

Bargeldabschaffung, Sozialkredit-Systeme, Mobilität etc...
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#21 E-Mobilität: Deutschland darf Busse mit alternativen Antrieben fördern

E-Mobilität: Deutschland darf Busse mit alternativen Antrieben fördern (2021-09-07)

Die EU-Kommission ist damit einverstanden, dass die Bundesregierung 1,75 Milliarden Euro Fördermittel für Busse und Infrastruktur vergibt.

Die Bundesregierung darf 1,75 Milliarden Euro an Fördermitteln für Busse mit alternativen Antrieben vergeben. Das hat die Europäische Kommission am Dienstag mitgeteilt. Gefördert wird mit den Mitteln auch die Tank- und Ladeinfrastruktur für Fanrzeuge, die batterie-, brennstoffzellen- oder biomethanbetrieben werden. Dazu kommen Umweltstudien zum Einsatz solcher Busse.

Die finanzielle Unterstützung für den öffentlichen Personenverkehr in Deutschland stehe mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang, teilte die Kommission mit. Die Regelung werde teilweise aus der Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) finanziert, nachdem die Kommission den deutschen Aufbau- und Resilienzplan im Juni dieses Jahres positiv bewertet hatte und er im Rat angenommen wurde.

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#22 Verbraucherschützer fordern Ausbau des ÖPNV auf dem Land

Verbraucherschützer fordern Ausbau des ÖPNV auf dem Land (2021-09-08)

Der ländliche Raum wird beim öffentlichen Nahverkehr abgehängt. Verbraucherschützer fordern ein Umsteuern und haben auch eine Idee, wie das zu finanzieren ist.

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Die Verbraucherzentralen fordern mehr flexiblere Verkehrsangebote auch auf dem Land als attraktive Alternative zum Auto. Der Chef des Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, sagte der dpa: "Wenn wir über eine klimagerechte Mobilität reden, dann muss sich der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wandeln." Kommunen und Landkreise müssten ein Mindestangebot an Leistungen sicherstellen, das insbesondere im ländlichen Raum deutlich über dem liegen müsse, was man heute vielerorts finde.

Steuerliche Unterstützung

"Dafür braucht man aber zusätzlich bedarfsorientierte, digitale Angebote", sagte Müller. "Das heißt, ich bestelle mir, wenn ich es brauche, ein größeres Sammeltaxi, das mich abholt und dorthin bringt, wo ich hin möchte." Dies gelte auch abends, am Wochenende oder in den Schulferien, wenn besonders auf dem Land praktisch kein Nahverkehr mehr unterwegs sei. Dies sei auch ein Teil des ÖPNV und werde vom Bund steuerlich mit zu finanzieren sein. "Es kann auch eine Möglichkeit sein, eine CO2-Bepreisung bei Benzin oder Diesel an die Menschen zurückzugeben, weil man direkt davon profitiert."

Neuer Rechtsrahmen für digitale Angebote

Für neue, meist digital buchbare Fahrdienste gilt seit Anfang August ein neuer Rechtsrahmen. Ein Gesetz von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ermöglicht reguläre Angebote etwa mit Kleinbussen oder Vans, bei denen sich mehrere Kunden einen Wagen teilen. Bisher waren sie mit Ausnahmeregeln unterwegs. Zugleich sollen klassische Taxis und das öffentlich mitfinanzierte Angebot mit Bus und Bahn geschützt werden. Für Fahrdienst-Vermittler wie Uber sind dafür Vorgaben vorgesehen, die Kommunen festlegen können.

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#23 Gratisaktion für ÖPNV-Abonnenten: Freie Fahrt in ganz Deutschland ab Montag – warum nicht immer?

Gratisaktion für ÖPNV-Abonnenten: Freie Fahrt in ganz Deutschland ab Montag – warum nicht immer? (2021-09-12)

Ohne Zusatzkosten kreuz und quer durchs Land fahren – das ist ÖPNV-Abonnenten ab Montag möglich. Doch weshalb gestatten Verkehrsbetriebe dies nur für einen begrenzten Zeitraum? Andere Länder sind da weiter.

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Das Szenario klingt nach einer kleinen Utopie: Eine Frau wohnt in Hamburg und ist zu Gast in München. Sie betritt den U-Bahnhof und ignoriert den Fahrkartenautomaten. Ein Ticket per App hat sie auch nicht gekauft, ebenso wenig verfügt sie über ein City-Ticket der Deutschen Bahn. Trotzdem steigt sie in den Zug.

Kurz vor der Haltestelle Theresienstraße möchte ein Kontrolleur ihren Fahrschein sehen. Sie zückt ihre Hamburger Monatskarte. Der Mann betrachtet das Papier durch das Sichtfenster ihrer Geldbörse, nickt zufrieden und wendet sich dem nächsten Fahrgast zu.

Tatsächlich läuft es ab diesem Montag in etwa so – bundesweit, für zwei Wochen und für alle, die ein Abo im Nahverkehr besitzen und sich für die Aktion registrieren. In einigen Landkreisen dürfen nur Züge, nicht Busse benutzt werden (Übersicht und Anmeldung hier).

Mit Nahverkehrszügen kreuz und quer durchs Land fahren, das ist dann auch möglich, so der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Etwa von Hamburg nach Sylt in drei Stunden, von München nach Garmisch in gut einer Stunde oder – warum nicht – von Flensburg nach Freiburg in knapp 16 Stunden mit acht Umstiegen.

Abonnentenschwund seit Beginn der Pandemie

Die Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs möchten sich mit der Aktion bei jenen Kunden bedanken, die selbst nach eineinhalb Jahren Coronapandemie ihre Monats- und Jahreskarten nicht gekündigt haben. Und der Verband will auf die prekäre Lage des ÖPNV seit Beginn der Pandemie hinweisen: Derzeit verzeichnen die Verkehrsunternehmen bundesweit etwa 15 Prozent weniger Abonnentinnen und Abonnenten als Ende 2019. Die Firmen durchleben eine veritable Finanzkrise, der Staat stützt sie mit zusätzlichen Milliarden.

»Der zweite, sehr lange Lockdown von November 2020 bis März 2021 hat den ÖPNV vor allem beim Rückgang der Abo-Tickets viel stärker erwischt, als wir dachten«, so Lars Wagner, Sprecher des VDV. Mehr Homeoffice und Kurzarbeit sowie weniger Veranstaltungen und Verabredungen haben die Fahrgastzahlen extrem gedrückt. Das werde die Mobilität der Menschen wohl auch langfristig verändern, vermutet Wagner. »Bis einschließlich 2019 hatten wir 22 Jahre in Folge Fahrgastrekorde. Damit ist es seit eineinhalb Jahren vorbei«, so Wagner.

Dabei ist die Branche eine wichtige Säule der Verkehrswende, hin zur menschenfreundlichen Stadt mit weniger Autos. Und dann ist da noch das Ziel Deutschlands, bis spätestens 2045 klimaneutral zu sein. Dafür müssen Emissionen schon bis 2030 erheblich reduziert werden – unter anderem im Verkehrssektor. Jedes Mittel, das mehr Menschen aus dem Auto in Busse und Bahnen lockt, scheint daher willkommen.

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#24 Trendwende: Fahrgäste kommen zurück zu Bus und Bahn

Trendwende: Fahrgäste kommen zurück zu Bus und Bahn (2021-09-21)

Die Coronakrise hat Bussen und Bahnen massiv zugesetzt – nun geht es langsam wieder aufwärts. Zwischen einzelnen Verkehrsmitteln gibt es aber erhebliche Unterschiede.

Der öffentliche Nah- und Fernverkehr bleibt ein großer Coronaverlierer – immerhin aber steigen die Fahrgastzahlen wieder auf niedrigem Niveau. Im zweiten Quartal 2021 fuhren fast 20 Prozent mehr Menschen mit Bussen und Bahnen als im Vorjahresquartal. Im Fernverkehr waren sogar 51 Prozent mehr Passagiere unterwegs.

Doch der Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ist eindeutig: Das Fahrgastaufkommen lag auch im zweiten Quartal 2021 mit minus 38 Prozent noch deutlich darunter. Dass das alte Niveau wieder erreicht wird, ist nicht in Sicht.

Besonders betroffen vom Rückgang ist trotz des jüngsten Mini-Comebacks nach Angaben des Bundesamtes der Bahn-Fernverkehr. Im zweiten Quartal waren immer noch 56 Prozent weniger Fahrgäste unterwegs als im zweiten Quartal 2019. Der Fernbusverkehr lag sogar um 95 Prozent unter dem Niveau von 2019.

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#25 Deutschland-Ticket für Nahverkehr wegen Corona: Mehr als 700.000 Menschen nutzen bundesweites ÖPNV-Abo

Deutschland-Ticket für Nahverkehr wegen Corona: Mehr als 700.000 Menschen nutzen bundesweites ÖPNV-Abo (2021-09-28)

Zwei Wochen lang durften Besitzer eines ÖPNV-Abos durch das ganze Land fahren – ohne Zusatzkosten. Die Bilanz ist gut – Umweltschützer fordern nun, Tickets ohne Tarifgrenze dauerhaft einzuführen.

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Die sogenannten Öffis hatten es in der Coronakrise schwer: Weil viele Menschen zu Hause arbeiteten, sank die Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) deutlich. Deshalb ließ sich der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) eine besondere Aktion einfallen für alle, die noch ein Abo haben: Zwei Wochen konnten diese Fahrgäste mit Nahverkehrszügen kreuz und quer durchs Land fahren. Theoretisch wäre es möglich gewesen, mit Bummelzügen innerhalb von knapp 16 Stunden von Flensburg nach Freiburg zu fahren – bei acht Umstiegen.

Nun ziehen der Verband Bilanz: Rund 706.500 Fahrgäste haben in den zurückliegenden 14 Tagen an der Idee von Bundesländern, Verkehrsverbünden und -unternehmen teilgenommen, hieß es. »Die Aktion war ein voller Erfolg und hat gezeigt, dass viele unserer Fahrgäste nicht nur nach wie vor den Nahverkehr nutzen, sondern sogar über ihre üblichen Wege hinaus gern und mit gutem Gefühl mitfahren«, sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann.

Wer sein Abo auch außerhalb des eigenen Tarifgebiets nutzen wollte, musste sich vorab online registrieren. In einigen Landkreisen durften nur Züge, aber keine Busse benutzt werden. Der VDV will nun genauer untersuchen, wie die Menschen das Angebot genutzt haben, welche Ziele sie hatten und wie weit sie innerhalb Deutschlands unterwegs waren.

Mit der Aktion warb die Branche für den öffentlichen Nahverkehr und mehr Abos. Ihre Zahl lag im Februar laut VDV rund 13 Prozent unter dem Vorkrisen-Niveau. Der Rückgang hatte sich mit dem zweiten Lockdown ab November beschleunigt. Bereits zweimal sind Bund und Länder mit Milliardenhilfen eingesprungen.

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#26 Abhängigkeit vom Auto: 55 Millionen Menschen offenbar ohne ausreichenden Nahverkehr

Abhängigkeit vom Auto: 55 Millionen Menschen offenbar ohne ausreichenden Nahverkehr (2021-10-27)

Selbst wenn Pendler ihn nutzen wollen, ist der öffentliche Nahverkehr in vielen Ecken des Landes für sie keine Option. Ein Bahn-Tochterunternehmen empfiehlt laut einem Bericht nun vermehrt Sammeltaxis für eine bessere Anbindung.

Der Ausbau des Nahverkehrs gilt als wichtig für die Mobilitätswende. Doch dabei gibt es noch sehr viel zu tun, wie nun aus einer Analyse der Deutsche Bahn-Tochter ioki hervorgeht, über die die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten.

Nur rund 27 Millionen Bundesbürgern steht in Großstädten und Metropolregionen demnach ein sehr guter öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) zur Verfügung. Für rund 55 Millionen Menschen, die im Umland oder im ländlichen Raum wohnen, ist das Angebot deutlich geringer und oft nicht ausreichend, heißt es in dem Bericht, der pünktlich zur ioki-Regiosignale-Konferenz erscheint.

Zwar gebe es in Deutschland ein dichtes Netz von 230.000 Haltestellen für Bus und Bahnen. Doch weniger als die Hälfte würde auf dem Land stündlich oder häufiger bedient. In Großstädten hätten unterdessen 80 Prozent der Bewohner mindestens einen Stundentakt.

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#27 Umfrage: Unzufriedenheit auf dem Land mit Nahverkehrs-Takten

Umfrage: Unzufriedenheit auf dem Land mit Nahverkehrs-Takten (2021-11-01)

Die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auch auf dem Land ist ein großes Ziel. Doch nicht nur beim schnellen Internet besteht einiger Verbesserungsbedarf.

In ländlichen Gegenden gibt es laut einer Umfrage vor allem beim Angebot mit Bussen und Bahnen, Internet und Mobilfunk weiterhin mehr Unzufriedenheit als in Ballungsräumen. Insgesamt halten 71 Prozent der Bundesbürger ländliche Regionen für attraktive Orte zum Leben – in sehr ländlichen Gebieten selbst sogar 81 Prozent, wie die Befragung im Auftrag des Bundesagrarministeriums ergab. Sie liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Als attraktiver Ort zum Arbeiten gilt das Land demnach allerdings nur insgesamt 47 Prozent der Befragten unabhängig vom eigenen Wohnort.

Auf dem Land leben: ja – arbeiten: eher nicht

Bei der Mobilität dominiert auf dem Land nach wie vor das Auto. Mehr als 80 Prozent gaben an, normalerweise Verbrenner-Pkw, Motorrad oder Moped zu nutzen. Busse und Bahnen nutzen in eher ländlichen Regionen 52 Prozent, in sehr ländlichen 42 Prozent, in Ballungsräumen aber 71 Prozent. Auf dem Land gibt es demnach mehr Unzufriedenheit mit dem Angebot. Die Takte von Bussen und Bahnen finden in sehr ländlichen Regionen 32 Prozent sehr gut oder gut – in städtischen Räumen 65 Prozent. Bei der Erreichbarkeit der Haltestellen sind es 60 Prozent in sehr ländlichen Regionen und 82 Prozent in Ballungsräumen.

Die Internetversorgung bei sich zu Hause finden laut der Umfrage in sehr ländlichen Regionen 61 Prozent der Befragten sehr gut oder gut, in eher ländlichen sind es 66 Prozent, in Ballungsräumen 68 Prozent. Beim Handyempfang reicht die Spanne der guten Einschätzungen von 63 Prozent in sehr ländlichen Regionen bis 73 Prozent in Ballungsräumen.

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#28 Nahverkehrskunden zahlen teils kräftig drauf

Nahverkehrskunden zahlen teils kräftig drauf (2021-11-02)

Steigende Sprit- und Stromkosten, die Verkehrswende, dazu der Absturz der Fahrgastzahlen in der Pandemie: Viele Verkehrsverbünde sehen sich gezwungen, ihre Tarife zu erhöhen.
Nicht nur Sprit und Lebensmittel werden teurer. Viele Menschen in Deutschland müssen demnächst auch für das Bus- und Bahnfahren draufzahlen.

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Die Preise steigen im Winter nicht nur im Fernverkehr, sondern in zahlreichen Regionen auch im Nahverkehr. Damit werden viele tägliche Wege teils deutlich teurer: Je nach Verkehrsverbund steigt der durchschnittliche Tarif um bis zu 5,5 Prozent. Das geht aus Beschlüssen zur bevorstehenden Preisrunde zum Jahreswechsel hervor, die die Deutsche Presse-Agentur ausgewertet hat. Anderswo ändern sich die Preise dagegen gar nicht.

Als letzter der großen Verbünde arbeitet etwa der Hamburger Verkehrsverbund an einer Preiserhöhung. Im Schnitt 1,3 Prozent mehr sollen die Hanseaten ab dem Jahreswechsel voraussichtlich bezahlen. „Das freut niemanden“, bekennt der Verbund. „Bedenkt bitte bei der Diskussion: Alles wird teurer.“ Nur ein Teil der höheren Kosten werde an die Fahrgäste weitergegeben. Den weitaus größeren Teil übernehme die Steuerkasse.

Sprit, Strom, neue Angebote – in vielen Regionen sind das die wesentlichen Argumente für höhere Preise. Der Einbruch der Fahrgeldeinnahmen bringe die 135 Mitgliedsunternehmen in starke Bedrängnis, hieß es etwa im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. Außerdem müsse die Verkehrswende weg vom Auto finanziert werden, genau wie neue digitale Angebote.

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#29 Wenn ohne Auto nichts geht: Verkehrswende macht Bogen um ländlichen Raum

Wenn ohne Auto nichts geht: Verkehrswende macht Bogen um ländlichen Raum (2021-11-04)

Auf dem Land sind viele Haushalte auf ein Zweit- oder Dritt-Auto angewiesen, weil der Bus nicht einmal jede Stunde anhält

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Wenn die Republik von "Verkehrswende" oder "Mobilitätswende" spricht, dann meint sie in erster Linie: Bus und Bahn. Doch der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird jetzt nicht nur teurer, sondern ist in vielen ländlichen Regionen auch kaum existent. Damit es endlich vorangeht mit der "Verkehrswende" mahnt die Ko-Vorsitzende der Partei Die Linke, Janine Wissler, ein Umdenken an.

Es sei ein fatales Signal für die Verkehrswende, dass viele Verkehrsverbünde jetzt die Preise für Bus und Bahn anhöben, erklärte Wissler am Dienstag. Das halte nur noch mehr Menschen davon ab, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Für Menschen mit geringen Einkommen - etwa im Hartz-IV-Bezug, mit Niedriglöhnen oder kleinen Renten - sei die regelmäßige Nutzung des ÖPNV ohnehin schon lange unerschwinglich.

Während die genannten Gruppen darauf angewiesen sind, ihre täglichen Wegstrecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigen zu können, müssen sich Beschäftigte, deren Einkommen teils nur geringfügig höher ist, auf dem Land in der Regel ein Auto leisten – ob sie wollen oder nicht; Rücklagen für Reparaturen inklusive.

Damit wieder mehr Menschen in Bus und Bahn steigen, brauche es "mehr Verbindungen gerade im ländlichen Raum, bessere Taktung und bezahlbare Preise mit der Perspektive des Nulltarifs im ÖPNV", erklärte Wissler. Ein erster Schritt in diese Richtung wäre, dass die neue Bundesregierung die Investitionen in den Nahverkehr absichert. "Damit könnten die klammen Kommunen planen und kämen nicht in Versuchung, den Nahverkehr weiter zusammenzustreichen", so Wissler weiter.

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#30 Investitionsbedarf bei Bahn und Bussen: SPD-Politiker sieht keinen Spielraum für günstigeren Nahverkehr und 365-Euro-Tic

Investitionsbedarf bei Bahn und Bussen: SPD-Politiker sieht keinen Spielraum für günstigeren Nahverkehr und 365-Euro-Ticket (2021-12-30)

Die Fahrt in Bus und Bahn wird zum Jahreswechsel vielerorts teurer – doch von der Regierung ist keine Entlastung zu erwarten. SPD-Fraktionsvize Müller hält attraktive Angebote wie in Österreich für unrealistisch.

Für einen klimafreundlicheren Verkehr in Deutschland wird es einen Ausbau des Angebots von Bus und Bahn brauchen – darüber sind sich die Regierungsparteien in Berlin einig. Dieser Ausbau ist beschlossene Sache und im Koalitionsvertrag festgeschrieben.

Billigere Fahrkarten sind indes offenbar nicht in Sicht. Für Preissenkungen oder die Einführung neuer Abomodelle wie das in Österreich beliebte 365 Euro-Ticket gebe es absehbar kein Geld, so SPD-Fraktionsvize Detlef Müller. Gründe seien Lohnkostensteigerungen durch Tariferhöhungen oder die Umstellung der Fahrzeugflotten auf alternative Antriebe.

»Es braucht deshalb einen neuen Konsens über alle föderalen Ebenen hinweg, wie die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs in Zukunft gestaltet werden kann«, so Müller. Die Menschen erwarteten einen Ausbau des Angebots, mit längeren Betriebszeiten, engerer Taktung, hohem Komfort und modernen Angebotsformen.

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