Sterbehilfe

Bargeldabschaffung, Sozialkredit-Systeme, Mobilität etc ...
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Deckard666
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#11 Nummer 666 ist jetzt an der Reihe: Selbstmord als Verwaltungsakt

Nummer 666 ist jetzt an der Reihe: Selbstmord als Verwaltungsakt (2022-06-23)

Selbstmord ist wohl so alt wie die Menschheit, wenngleich es immer eine stattliche Anzahl von Menschen gegeben haben muss, die keinen Selbstmord verüben, aus naheliegenden Gründen. Gründe, die Gründe für Selbstmord sind vielschichtig und haben bereits Emile Durkheim im 19. Jahrhundert dazu veranlasst ein umfangreiches Werk mit dem Titel “Le Suicide” zu schreiben, in dem er vier Arten von Selbstmord unterscheidet:
  • Egoistischer Selbstmord, getrieben von einem Gefühl des “nicht-Dazugehörens”, Durkheim spricht hier von Individuation, einer Form sozialer Entfremdung, die zu Vereinsamung und Depression führen kann. Der egoistische Selbstmord ist also nicht in dem Sinne, egoistisch, wie der Begriff es in seinem heutigen Verständnis nahelegt.
  • Dem egoistischen Selbstmord mit seiner gesellschaftlichen Entfremdung steht der altruistische Selbstmord gegenüber, ein Form Opfertod für das Kollektiv, der aus zu starker gesellschaftlicher Integration und als Folge davon einem Verlust der Individualität getrieben wird.
  • Der anomische Selbstmord ist ein Prototyp des Auseinanderklaffens zwischen dem vorhandenen indivduellen Zugang zu gesellschaftlichen Mitteln, um gesellschaftlich anerkannte Ziele zu erreichen und den notwendigen Mitteln, um diese Ziele zu erreichen. In Zeiten des gesellschaftlichen Wandels bleiben manche auf der Strecke, verlieren den Zugang zu notwendigen Mittel und werden anomisch, eine Form der sozialen Zielosigkeit, die bei Durkheim indes keine personale Ziellosigkeit ist, denn sie kann, quasi als Abschluss einer massiven Entfremdung von der umgebenden Welt im Selbstmord enden.
  • Der fatalistische Selbstmord ereignet sich in Gesellschaften, die Menschen keine Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Möglichkeiten lassen, keine Chance, ihre Lebenswünsche zu verwirklichen, Gesellschaften, die Individuen regulative Fesseln anlegen, die für diejenigen, die sich noch bewegen wollen, fatal sind.
Der Selbstmord, den eine Reihe von Abgeordneten im Deutschen Bundestag, darunter Minister Karl und Feindbildsucher Marie-Agnes Strack-Zimmermann nun gesetzlich regeln wollen, umfasst diese Formen von Selbstmord, diese unterschiedlichen Motive von Selbstmord, denn seit Durkheim diese Typologie aufgestellt hat, sein entsprechendes Buch ist 1897 erschienen, ist nichts Neues dazugekommen. Die Liste der Selbstmorde reicht immer noch von egoistisch bis altruistisch von anomisch bei fatalistisch.

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#12 Anreiz, Bürger zu töten: Hilfe zum Selbstmord ist billiger als Schwerkranke bis zum Tod zu pflegen

Anreiz, Bürger zu töten: Hilfe zum Selbstmord ist billiger als Schwerkranke bis zum Tod zu pflegen (2022-12-07)

Kanada ist wie die Niederlande in einer Reihe von Hinsichten ein Probelauf für den Irrsinn, der beim World Economic Forum erdacht wird, um den Planeten, nicht etwa die Menschen, nein, den Planeten zu retten. Eine Festlegung, die nicht unbedacht erfolgt, denn Menschen retten, wird in geretteten Menschenleben gemessen, den Planeten retten, das kann man durchaus mit Menschenopfern avisieren. In gewisser Hinsicht unterscheiden sich die Hohepriester des WEF wenig von denen der Maya, die Menschen geopfert haben, um den Wettergott zum Regen zu bestechen. Die Hohepriester des WEF steigen gleich etwas höher ein und opfern eine Unzahl von Menschen, ungezählte, unbekannte, irgendwelche Leute in Sri Lanka oder in den Niederlanden oder in Kanada, überflüssige Esser, die die Ressourcen des Planeten verbrauchen und ihn mit ihrem CO2-Fussabdruck belasten.

Die beiden WEF-Bubies in Holland und Kanada, Mark Rutte und Justin Trudeau sind die westliche Speerspitze des WEF. Der eine, in Holland, ist damit beautragt, die landwirtschaftlichen Visionen aus Davos, bekannt für seine unglaubliche Kenntnis in Ackerbau und Viehzucht anzustreben. Der andere, in Kanada, ist damit beauftragt, auszuloten, wie viel Überwachung mit Pässen und Zertifikaten und digitaler Währung man Leuten, die bislang zum freisten Völkchen der Erde gehört haben, aufbürden kann, ohne dass sie die Regierung zum Teufel jagen. Und natürlich ist Trudeau dazu beauftragt, das, was es in den Niederlanden schon gibt, staatliche Beihilfe zum Sterben, auf die Spitze zu treiben und so auszuweiten, dass eine Bevölkerungsreduktion und eine Kostenreduktion im Gesundheitswesen dabei herauskommt.

Seit 2016 ist in Kanada der von Ärzten “assistierte” Selbstmord legal.

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#13 Westliche Werte: In Kanada wird Sterbehilfe als Lösung bei sozialen Problemen diskutiert

Westliche Werte: In Kanada wird Sterbehilfe als Lösung bei sozialen Problemen diskutiert (2023-05-16)

Was wie eine Geschichte aus einem dystopischen Science-Fiction-Roman klingt, ist in Kanada Realität: "Sterbehilfe" für zur Senkung der Kosten des Gesundheitssystems gibt es dort schon, nun soll "Sterbehilfe" in Kanada vielleicht auch bald soziale Probleme lösen.

Der Stern hat im letzten Jahr unter der Überschrift „KANADA – Haben Sie schon mal über Sterbehilfe nachgedacht? Teure Patienten offenbar zum assistierten Suizid überredet“ über das Sterbehilfe-Gesetz in Kanada und seine Folgen berichtet. Der Artikel begann wie folgt:
„In mehreren Ländern gibt es bereits ein Recht auf Selbsttötung, das alte religiös begründete Tabu wurde aufgehoben. In Kanada zeigt sich nun, dass die schlimmsten Befürchtungen der Kritiker wahr werden, berichtet AP. Dort werden Menschen mit Behinderungen und teure Patienten zur Selbsttötung animiert.“
Der Stern berichtete in seinem Artikel auch über Beispiele dafür:
„Alan Nichols litt unter Depressionen. Als der 61-Jährige ins Krankenhaus eingeliefert wurde, stellte er einen Antrag auf Sterbehilfe. Er wurde trotz Bedenken seiner Familie und einer Krankenschwester getötet. Sein Bruder Gary sagt, „er wurde im Grunde hingerichtet.“ Alan sei gar nicht in der Lage gewesen den Prozess und die Entscheidung zu verstehen, auch habe er nicht „unerträglich“ gelitten. Als Grund für den Todeswunsch wurde sein Hörverlust angegeben. Der sei aber nicht irreversibel gewesen, so die Familie. Alan habe nichts hören können, weil er seine Medikamente nicht genommen und weil er ein Implantat nicht verwendet habe. Aber anstatt ihm dabei zu assistieren, habe das Krankenhauspersonal ihm geholfen, um Sterbehilfe zu bitten.“
Das kanadische Gesetz erlaubt es, Menschen mit schweren Behinderungen zu töten, wenn die das wünschen, auch wenn kein weiteres medizinisches Problem vorliegt. Kanada geht damit einen Weg, den ich bisher nur aus dystopischen Science-Fiction-Romanen kenne: Anstatt Menschen, die einfach nur ein wenig Hilfe vom Staat in Form von Sozialarbeitern oder dem Gesundheitssystem brauchen, wird stattdessen die Selbsttötung empfohlen. Das spart Geld.

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#14 Daten zeigen, dass Kanada jeden Tag 36 Bürger einschläfert

Daten zeigen, dass Kanada jeden Tag 36 Bürger einschläfert

2023-11-20 (Google Translator)

Kanada, eine der Hauptstädte der Sterbehilfe weltweit, ist wieder in den Schlagzeilen, denn jeden Tag sterben im ganzen Land viele Bürger durch assistierten Suizid.
Den neuesten Zahlen zufolge sterben jeden Tag 36 Kanadier mit Hilfe eines staatlich anerkannten Arztes. Tatsächlich ist Sterbehilfe in Kanada mittlerweile so beliebt, dass sie landesweit 4,1 Prozent der Todesfälle ausmacht.

Dies ist ein deutlicher Anstieg seit 2021, als nur 3,3 Prozent der kanadischen Todesfälle jedes Jahr auf Euthanasie zurückzuführen waren.

Im vierten Jahresbericht über medizinische Sterbehilfe (MAiD) für 2022, der erst letzten Monat veröffentlicht wurde, heißt es, dass Sterbehilfe seit 2016 fast 45.000 Kanadier das Leben gekostet hat.

MAiD wurde übrigens 2016 legalisiert. In diesem Jahr entschieden sich 1.018 Kanadier dafür, im Rahmen des Programms zu sterben. Nur sechs Jahre später, im Jahr 2022, stieg die jährliche Zahl der kanadischen Sterbefälle durch Sterbehilfe sprunghaft auf 13.241 Menschen an, was etwa 36 Sterbefällen durch Sterbehilfe pro Tag in ganz Kanada entspricht.

„Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 31,1 % seit 2019“, heißt es in einem Bericht zu diesem Thema. „Die Daten zeigen, dass 81 % der schriftlichen MAID-Anträge bewilligt wurden.“

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Artikel im englischen Original
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Utopia
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#15 Sterben Friedhöfe bald aus? | MrWissen2go EXKLUSIV

Sterben Friedhöfe bald aus? | MrWissen2go EXKLUSIV



MrWissen2go
03.02.2024

Friedhöfe stecken in der Krise: Rund die Hälfte aller Friedhofsflächen in Deutschland werden nicht mehr für Erdbestattungen genutzt. Der Grund: Erdbestattungen sind zu teuer und wenig individuell. Doch was passiert mit den leerstehenden Friedhöfen? Und wieso beharren wir weiter auf der Friedhofspflicht, wenn sich viele Menschen eine individuelle Beisetzung wünschen? Das klären wir in diesem Video.

Kapitelübersicht:

00:00 Intro
01:24 Traditionelle Bestattungsarten
02:42 Interview Jelle
04:52 Leerstehende Friedhöfe
06:02 Friedhofspflicht
06:43 Alternative Bestattungsarten
08:28 Interview Thorsten Benkel und Matthias Meitzler
10:09 Bestattungskosten
11:28 Interview Luis Bauer
14:34 Statement Verband der Friedhofsverwalter Deutschlands
15:55 Interview Jelle
18:08 Fazit


MfG Utopia
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#16 Tod auf Bestellung

Tod auf Bestellung

2024-04-20

Sollten Depressive sich medizinisch töten lassen dürfen? Wer entscheidet, wann es vernünftig ist, sterben zu wollen? Eine Analyse zu dem feinen Grat der Selbstbestimmung.

Sollte es einem Menschen möglich sein, selbstbestimmt und würdevoll zu sterben? Diese Frage ist eine ethische, mit der man sich nicht gerne befassen will. Nicht zuletzt, weil man sich kaum darin hineinversetzten kann, wie hoffnungslos jene Menschen sein müssen, die Sterbehilfe fordern und in Anspruch nehmen wollen. Im deutschen Strafgesetzbuch steht der Paragraph 217, der die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestrafen will.

Doch er ist kursiv geschrieben und mit dem Hinweis versehen, dass das Bundesverfassungsgericht diesen im Jahr 2020 für nichtig erklärt hat. Der Paragraph ist mit Artikel 2 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz nicht vereinbar, so das Urteil. Es gibt ein Recht auf Leben, aber keine Pflicht zum Leben.

In der Debatte um die Legalisierung der Sterbehilfe ist eigentlich immer die Rede von leidenden, unheilbar kranken Menschen, die ohnehin am Ende ihres Lebens stehen. Sie haben chronische Schmerzen, werden das Krankenhausbett niemals mehr verlassen und vereinsamen inmitten von Schläuchen und piependen Geräten. Sie wollen nicht weiter verpflichtet sein, zu leben. Der begrenzte Horizont, den man als gesunder Mensch zu so einem Schicksal hat und auch die Überzeugung, dass kein Leben unwert ist, lassen trotzdem die Empathie zu, den Wunsch nach dem Tod doch irgendwie nachvollziehen zu können.

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