Landwirtschaft

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#21 Klimawandel zwingt Bauern zu Anpassungen – doch in welche Richtung?

Klimawandel zwingt Bauern zu Anpassungen – doch in welche Richtung? (2021-09-06)

Klimawandel: Es gibt nicht nur heiße und trockene Sommer, sondern auch nasse. Extremwetterereignisse nehmen zu und stellen Landwirte vor schwierige Aufgaben.

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Die Bauern in Rheinland-Pfalz erwarten vom Klimawandel eher Nach- als Vorteile. "Für die Landwirtschaft sind die Gefahren aus heutiger Sicht größer als die Chancen", sagt der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Eberhard Hartelt. Die Agrarwirtschaft könne sich naturgegeben nicht so schnell anpassen, wie das vielleicht nötig wäre, beispielsweise im Hinblick auf Resistenzzüchtungen gegen Schädlinge und Pilzinfektionen. "Erschwerend kommt hinzu, dass sich in Deutschland und Europa eine gewisse Innovationsfeindlichkeit gegenüber modernen Züchtungsmethoden entwickelt – Methoden, die fälschlicherweise mit klassischer Gentechnologie gleichgesetzt werden."

Auch der Agrarexperte Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau schätzt die Gefahren aus dem Klimawandel größer ein als mögliche Vorteile. Sicherlich ermögliche die Züchtung eine gewisse Anpassung, doch nähmen die Extremwitterungsereignisse dramatisch zu. "Diese sind in der Regel nicht kompensierbar", erklärt Netter. "Die Dürreperiode von 2018 bis 2020 war für viele – gerade Futterbaubetriebe – eine Katastrophe, die sich bis in unsere Tage auswirkt."

Gesichter des Klimawandels

Da der Klimawandel viele Gesichter hat, stecken die Bauern in der Zwickmühle. "Wir haben in den letzten Jahren erlebt, dass wir es mit einer extremen Spreizung beim Klimawandel zu tun haben", berichtet Hartelt. Auf der einen Seite habe es in den vergangenen drei Jahren eine sehr ausgeprägte Trockenheit gegeben. "Dieses Jahr dagegen war sehr nass und deutlich kühler."

In einem Jahr bräuchten die Bauern also trockenresistente Pflanzen, die Mittelmeerklima vertragen, das nächste Jahr müssten sie frostverträglich sein wie Gewächse aus nordischen Breiten. "Pflanzen, die beides können – also eine hohe Frostverträglichkeit und Widerstand gegen Kälte haben und auch noch Hitze- und Trockenresistenz aufweisen – sind mir als Bauer noch nicht begegnet", betont Hartelt.

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"Some men aren't looking for anything logical, like money. They can't be bought, bullied, reasoned, or negotiated with. Some men just want to watch the world burn."
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#22 Rinderzucht, Reisfelder: Ein Drittel der Treibhausgase durch Herstellung von Lebensmitteln

Rinderzucht, Reisfelder: Ein Drittel der Treibhausgase durch Herstellung von Lebensmitteln (2021-09-13)

Die Ernährung der Menschheit trägt zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Forscher rechnen hoch, wie groß der Anteil in etwa ist. Das betrifft etwa Reisfelder. Klar wird auch: Die Fleischproduktion ist das größere Problem.

Die weltweite Lebensmittelproduktion verursacht mehr als ein Drittel des Treibhausgas-Ausstoßes. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse einer internationalen Wissenschaftlergruppe. Dabei sind die Emissionen durch die Herstellung tierischer Lebensmittel fast doppelt so hoch wie durch die Herstellung pflanzlicher Lebensmittel. Bei den Tieren führt die Rinderzucht zum größten Ausstoß, bei den Pflanzen ist es der Reisanbau. Das Team um Atul Jain von der University of Illinois in Urbana (Illinois, USA) hat seine Studie in der Fachzeitschrift „Nature Food“ veröffentlicht.

„Das demografische Wachstum und das damit verbundene Wirtschaftswachstum haben die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln erhöht und Ernährungsänderungen verursacht, wie beispielsweise den Verzehr von mehr tierischen Produkten“, schreiben die Forscher. Sie stellen fest, dass vielen Schätzungen zu Treibhausgas-Emissionen uneinheitliche Datensätze zugrunde liegen. Deshalb entwickelten sie ein Computermodell als einheitliches Bezugssystem, um die Daten aus verschiedenen Quellen miteinander vergleichbar zu machen.

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#23 Preisverfall: Klöckner verspricht Schweinezüchtern Finanzhilfen

Preisverfall: Klöckner verspricht Schweinezüchtern Finanzhilfen (2021-09-15)

Die zuletzt stark gesunkenen Preise für Schweinefleisch bringen viele Züchter in Bedrängnis. Ihnen will Bundesagrarministerin Julia Klöckner jetzt unter die Arme greifen.

Die Deutschen essen immer weniger Schweinefleisch, Großveranstaltungen mit Bratwurstständen fallen aus und China hat seine Einkäufe wegen der Schweinepest gestoppt. Das hat unmittelbare Folgen für die Schweinezüchter: Die Preise sind im Keller und viele Betriebe in Existenznot. Bei einem Branchentreffen in Bonn versprach Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) Finanzhilfen.

An dem Treffen im Bundeslandwirtschaftsministerium in Bonn nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Tierhalter, des Lebensmitteleinzelhandels sowie der Ernährungswirtschaft teil. Neben Klöckner waren zudem die Landwirtschaftsministerinnen von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen anwesend, Barbara Otte-Kinast und Ursula Heinen-Esser (beide CDU). In den beiden Bundesländern werden rund 60 Prozent der Schweine in Deutschland gehalten. In Niedersachsen etwa gibt es 5000 Betriebe mit rund 8,2 Millionen Schweinen.

Auch Heinen-Esser und Otte-Kinast versicherten, die Finanzämter ihrer Länder könnten kurzfristig und schnell helfen und seien dazu auch bereit. Sie könnten Steuern stunden, Steuervorauszahlungen erlassen und Vollstreckungen aufschieben.

Steuerstundungen möglich

Der Bund habe die Antragsfrist für Coronahilfen bis Jahresende verlängert und unterstütze Landwirte finanziell beim Stallumbau, sagte Klöckner. Sie habe zudem die EU-Kommission aufgefordert, kurzfristige Maßnahmen zu prüfen – und eine deutliche Erhöhung der derzeit geltenden Obergrenze für die sogenannten De-minimis-Beihilfen von 20.000 Euro pro Betrieb innerhalb von drei Steuerjahren zu genehmigen.

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#24 Fleischkrise: Schweine- und Geflügelhalter befürchten schnelleres Höfesterben

Fleischkrise: Schweine- und Geflügelhalter befürchten schnelleres Höfesterben (2021-09-28)

Wegen fallender Preise für Schweinefleisch stehen Landwirte zunehmend unter Druck. Laut einer Umfrage könnten unzählige Betriebe vor dem Aus stehen.

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Viele Schweinebauern sehen derzeit keine Zukunft mehr für ihre Betriebe. Einer Umfrage der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands zufolge will die Hälfte der Betriebe in Deutschland in den nächsten zehn Jahren aussteigen. Vor allem kleinere Betriebe denken sogar schon kurzfristig ans Aufgeben, teilte die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit. Dass so viele Bauern aufgeben wollen, sei eine Folge der fehlenden Perspektive und des fehlenden Rückhalts seitens der Politik, sagte ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes.

Befragt wurden im Juli und August 1048 Sauenhalter und Mäster. Die meisten Betriebe kommen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Aus Süddeutschland haben rund 160 Schweinehalter an der Umfrage teilgenommen. Dort wollen demzufolge mehr als 70 Prozent der Sauenhalter und 55 Prozent der Schweinemäster in den kommenden zehn Jahren den Betrieb aufgeben.

Die Bauern leiden darunter, dass der Preis für Schweinefleisch so niedrig ist wie lange nicht mehr. Nach den Zahlen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) erhalten Landwirte derzeit 1,25 Euro je Kilogramm Schweinefleisch. Zum Vergleich: Ende 2019 gab es noch 1,95 Euro. Der Preisverfall hängt einerseits damit zusammen, dass die Nachfrage in Deutschland sinkt. Auch weil mehr Menschen zu Geflügel greifen. Zudem exportiert die Branche weniger: Nachdem auch in Deutschland Fälle der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten sind, hat China seine Importe 2020 gestoppt.

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#25 Verzweifelte Bauern: China-Effekt verschärft Preiskrise auf deutschem Schweinefleisch-Markt

Verzweifelte Bauern: China-Effekt verschärft Preiskrise auf deutschem Schweinefleisch-Markt (2021-09-30)

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Bei Schweinehaltern ist die Verzweiflung groß. Der Verband spricht von einer „desaströsen Preiskrise“, Landwirtschaftsministerin Klöckner richtet einen Krisengipfel ein. Die Branche selbst aber ist mitschuldig an der Entwicklung. Dass das jetzt erst sichtbar wird, hat einen Grund.

Wer in diesen Tagen mit Schweinezüchtern spricht, hört oft Sätze wie: „Es hat alles keinen Zweck mehr.“ Torsten Staack, der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN), spricht von einer „desaströsen Preiskrise“. Und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) rief Bauern, Supermarktbetreiber und Schlachtbetriebe gerade zu einem Krisengipfel zusammen. Was ist da los?

Einen ersten Aufschluss bietet der Blick auf die Erzeugerpreise. Sie sind vom ohnehin niedrigen Niveau der Jahresmitte aus weiter gesunken auf zuletzt 1,25 Euro pro Kilo Schlachtgewicht. Zwar waren die Schwankungen in diesem Sektor immer extrem. Unter Volkswirten gilt der „Schweinezyklus“ sogar als geradezu klassisches Beispiel für die in Wellen erfolgende Anpassung von Angebot und Nachfrage.

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Den Bauern nutzt das aktuell aber wenig. Sicher, vor eineinhalb Jahren erhielten sie kurzfristig über zwei Euro pro Kilo, das war mehr als auskömmlich. Doch seither geht es unter Schwankungen abwärts. Zeitgleich seien die Betriebskosten, etwa für Futtermittel, Treibstoff und Tierpflege, um fast ein Drittel gestiegen, klagen die Mäster. Viele schreiben Verluste.

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#26 Menschliche Eingriffe in die Natur: Landwirtschaft und Verstädterung treiben das Insektensterben voran

Menschliche Eingriffe in die Natur: Landwirtschaft und Verstädterung treiben das Insektensterben voran (2021-10-12)

Eine noch größere Gefahr als die Klimakrise stellt für die Insekten in Deutschland der Mensch dar. Das ist das Ergebnis einer Feld-Studie aus Bayern. Besonders groß ist demnach der Einfluss intensiver Landwirtschaft.

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Die Sorge vor einem Insektensterben ist nicht neu. Doch nun gibt eine Studie von Forscherinnen und Forschern der Universität Würzburg neuen Anlass: Die Untersuchung, die in der Fachzeitschrift »Nature Communications« erschienen ist, macht für das Insektensterben vor allem Eingriffe der Menschen in die Natur verantwortlich.

Negative Folgen haben demnach die zunehmende Verstädterung und die damit verbundene Versiegelung von Böden. Genauso wirke sich aber auch eine intensive Landwirtschaft negativ auf die Artenvielfalt und Anzahl der Insekten aus.

Steigende Temperaturen sind nicht das Problem

Eine möglicherweise überraschende Erkenntnis der Studie: Die durch die Klimakrise steigenden Temperaturen stellen vorerst keine besondere Bedrohung dar. Höhere Temperaturen könnten sich im Gegenteil sogar positiv auf die Menge der Insekten und die Anzahl der Arten auswirken, heißt es in der Studie. Das gelte jedoch nur bis zu einer gewissen Temperaturgrenze. Diese Grenze sei hierzulande noch nicht erreicht, sagte der Biologe Johannes Uhler, Erstautor der Studie.

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#27 Gefahr von Resistenzen: Organisationen fordern Verbot von Reserveantibiotika in industrieller Tierhaltung

Gefahr von Resistenzen: Organisationen fordern Verbot von Reserveantibiotika in industrieller Tierhaltung (2021-11-17)

Global werden dreimal so viele Medikamente in der Tiermast eingesetzt wie in der Humanmedizin. Die Folge sind drohende Antibiotikaresistenzen. Nun wird ein Verbot von Reservemedikamenten in Mastbetrieben gefordert.

Anlässlich des Europäischen Antibiotikatags haben zahlreiche Organisationen strengere Regeln für Medikamente in der Tierhaltung gefordert. Einem Statement zufolge, an dem sich unter anderem Greenpeace, Germanwatch, die Deutsche Umwelthilfe und der Verbraucherzentrale Bundesverband beteiligten, sollen Reserveantibiotika aus der industriellen Tierhaltung verbannt werden, um die Entwicklung resistenter Erreger zu verhindern.

Sogenannte Reserveantibiotika werden üblicherweise bei Infektionskrankheiten für Menschen verwendet, wenn normale Antibiotika nicht mehr wirken. Die Reserveantibiotika sollten möglichst selten eingesetzt werden, um ihre Wirksamkeit durch sich entwickelnde Resistenzen nicht zu gefährden. Je mehr ein Antibiotikum eingesetzt wird, desto eher setzen sich resistente Erreger-Subtypen durch.

Das Problem: Antibiotika werden in der Nutztierhaltung in Europa zur Prophylaxe und in anderen Ländern sogar zur Wachstumssteigerung eingesetzt, dadurch steigt das Risiko, dass sich resistente Keime bilden können. Solche antibiotikaresistenten Bakterien und Resistenzgene können auch zwischen Mensch und Tier übertragen werden.

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#28 Weniger Nutztiere für mehr Klimaschutz

Weniger Nutztiere für mehr Klimaschutz (2021-11-19)

Im Fokus der Weltklimakonferenz stand auch das Treibhausgas Methan. Trotz "technischer Lösungen" für Nutztiere kommen wir nicht umhin, unseren Fleichkonsum zu reduzieren

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Methan gilt als zweitschädlichstes Treibhausgas. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es rund 25 Mal stärker wirkt als Kohlenstoffdioxid. Bereits in kleinen Mengen befeuert es den Treibhauseffekt. Damit trägt es einerseits erheblich zur Erderwärmung bei, andererseits kann es aber auch schnell wieder abgebaut werden.

Einer Statistik des Weltklimarats (IPCC) zufolge ist Methan für die Hälfte der bisherigen Klimaerwärmung von rund einem Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit verantwortlich. Aufgrund der globalen Erwärmung tritt es nun auch aus den auftauenden Böden der Arktis aus, wo es jahrtausendelang eingelagert war.

Ein beträchtlicher Anteil der Methan-Emissionen entsteht im Agrarsektor. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) emittiert die Viehwirtschaft jährlich 5,24 Gigatonnen Treibhausgase. Das sind 7,1 Gigatonnen oder 14,5 Prozent aller Kohlenstoffemissionen weltweit.

Den Ausstoß von Methan zu reduzieren sei eines der effizientesten Dinge, die man tun könne, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) auf der Weltklimakonferenz. Bis 2030 sollen die Methanemissionen um mindestens 30 Prozent gegenüber 2020 gesenkt werden. Mehr als 100 Staaten haben sich im September einer von der EU und den USA ins Leben gerufenen Initiative zur Reduzierung des Ausstoßes von klimaschädlichem Methan angeschlossen, darunter Deutschland, Frankreich, Kanada, Israel und Japan. Wirtschaftlich wichtige Länder wie Indien, China und Russland sind allerdings nicht darunter.

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#29 Insolvenzen in der Landwirtschaft: Das schlimme Ende kommt noch

Insolvenzen in der Landwirtschaft: Das schlimme Ende kommt noch (2021-11-15)

Trotz Kostenexplosion, Corona und Schweine-Krise sind 2021 weniger landwirtschaftliche Unternehmen insolvent. Die Ursachen hierfür sind die gleichen wie in der übrigen Wirtschaft. Das schlimme Ende kommt aber im ersten Halbjahr 2022, glauben Ökonomen und Banker.

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Insolvenzen spielen in der Landwirtschaft nur eine untergeordnete Rolle. Betriebsaufgaben erfolgen in der Regel auf andere Weise: Über den Verkauf oder die Verpachtung von Flächen und Gebäuden oder die Übernahme durch Dritte. Von Insolvenzen betroffen sind oft aber besonders große Betriebe mit hohen Inventar- und Bodenwerten und oft auch mit viel Personal.

Geht man einmal davon aus, dass im Mittel der Jahre etwa 2 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe die Produktion aufgeben, so sind das immerhin 5000 bis 6000 Höfe, die jährlich aus der landwirtschaftlichen Produktion ausscheiden. Ein Insolvenzverfahren haben in den letzten 10 Jahren jedoch nur zwischen 100 und 150 Agrarunternehmen eröffnet. Das sind nicht mehr als 3 Prozent der "Aussteiger".

Corona-Krise und die Kostenexplosion haben auch der Landwirtschaft ökonomisch massiv zugesetzt. Jedoch ist die Zahl der Insolvenzen in den schweren Krisenzeiten – anders als üblich und zu erwarten war – nicht angestiegen. Im Gegenteil: Die Zahl der Unternehmenspleiten ist in allen Wirtschafzweigen – auch in Landwirtschaft - in den Jahren 2020 und 2021 zurückgegangen.

Nach den Erwartungen des weltgrößten Kreditversicherers Euler Hermes, wird die Zahl der Insolvenzfälle erst im kommenden Jahr wieder zunehmen – und das gilt weltweit und auch in Deutschland.

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#30 Nachhaltigkeit: EU-Parlament stimmt für Reform der Agrarpolitik

Nachhaltigkeit: EU-Parlament stimmt für Reform der Agrarpolitik (2021-11-23)

Die EU hat sich auf neue Regeln für eine umweltverträglichere Landwirtschaft verständigt. Doch von den Grünen gibt es Kritik, ihnen geht die Reform nicht weit genug.

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Das Europäische Parlament hat für die Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) gestimmt. Eine Mehrheit der Abgeordneten votierte am Dienstag in Straßburg für die Änderungen, mit denen die Landwirtschaft in Europa umweltverträglicher und gerechter werden soll. Dafür ist künftig eine stärkere Verknüpfung von Fördermitteln an die Erfüllung von Umweltauflagen vorgesehen.

Dies sei »mehr als nur ein Schritt in die richtige Richtung für eine leistungsorientierte, transparente und effektivere Agrarpolitik in Europa«, sagte Ulrike Müller von den Freien Wählern, die an den GAP-Verhandlungen beteiligt war. EU-Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski erklärte: »Dies war ein schwieriger Kompromiss, aber ich denke, es ist der beste Kompromiss, der erreicht werden konnte.« Er sprach von einem »guten Ergebnis«, es könne »den Übergang zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft« gewährleisten.

Kritik von Links

Die Grünen-Fraktion sowie deutsche SPD-Abgeordnete und Abgeordnete der Linkenfraktion hatten zuvor angekündigt, gegen die Reformpläne zu stimmen. Ihnen gehen die Änderungen nicht weit genug. Der agrarpolitische Sprecher der Grünen im EU-Parlament, Martin Häusling, sprach von einem »schwarzen Tag für die Bauern in Europa«. Er kritisierte, dass sich von der EU beschlossene Klimaschutzmaßnahmen wie der Green Deal und die Strategie »Vom Hof auf den Tisch« nicht in der GAP wiederfänden.

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