Internationale Raumstation - ISS

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Utopia
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#1 Internationale Raumstation - ISS

Bekannt, aber trotzdem noch mal zur Einführung:

Die Internationale Raumstation (englisch International Space Station, kurz ISS, russisch Междунаро́дная косми́ческая ста́нция (МКС), Meschdunarodnaja kosmitscheskaja stanzija (MKS)) ist die derzeit einzige ständig bemannte Raumstation und das größte außerirdische Bauwerk der Menschheitsgeschichte. Sie wird in internationaler Kooperation von 16 Staaten bzw. 6 Raumfahrtagenturen betrieben und ausgebaut.

Erste Pläne für eine große internationale Raumstation gab es in den 1980er Jahren unter den Namen Freedom und Alpha. Seit 1998 befindet sich die ISS im Bau. Zurzeit ist sie das größte künstliche Objekt im Erdorbit. Sie kreist in rund 400 km[2] Höhe mit einer Bahnneigung von 51,6° in östlicher Richtung binnen etwa 92 Minuten einmal um die Erde und hat eine räumliche Ausdehnung von etwa 110 m × 100 m × 30 m. Seit dem 2. November 2000 ist die ISS dauerhaft von Raumfahrern bewohnt.[5]
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https://de.wikipedia.org/wiki/Internati ... aumstation


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#2 Feuer auf der ISS

Die Internationale Raumstation bekommt eine Reihe von neuen Experimenten geliefert. Unter anderem soll damit untersucht werden, wie sich Brände im All – und möglicherweise auch auf der Erde – begrenzen lassen.

Mit Feuer zu spielen, ist meist keine gute Idee – und das gilt erst recht, wenn man sich in einem Raumschiff 400 Kilometer über der Erde befindet. Trotzdem werden Astronauten an Bord der International Space Station in den kommenden Wochen den Auftrag bekommen, in einem Miniatur-Windkanal ein Feuer zu entzünden. Damit soll untersucht werden, wie sich die Flammen unter Mikrogravität verhalten und verbreiten.

Auf der Erde trägt die Schwerkraft dazu bei, dass ein Brand Futter bekommt. Sie drückt kalte, dichte Luft nach unten, wodurch ein Konvektionsprozess entsteht, der aufsteigenden Flammen neuen Sauerstoff zuführt. Ohne Schwerkraft aber lässt sich Feuer wesentlich schlechter kalkulieren. Wenn es jemals einen echten Brand in der ISS oder einem anderen Raumschiff geben sollte, sollte vorher verstanden sein, wie er sich in einem begrenzten, unter Druck stehenden Raum ausbreitet.

Brandtests im All

Die ISS-Astronauten werden nicht die ersten sein, die ein Raumschiff absichtlich ein Feuer entzünden. Schon 2008 schickte die NASA das Experiment Combustion Integrated Rack zur ISS, um mit kleinen Bränden zu experimentieren. Von 2016 bis 2017 gab es außerdem die SAFFIRE-Testreihe, bei der dreimal unbemannte Cygnus-Raumschiffe angezündet wurden, nachdem die ihre Versorgungsmissionen zur ISS beendet hatten – sie wären später ohnehin in der Erdatmosphäre verglüht. Bei diesen Experimenten zeigte sich, dass es unter Mikrogravität stetige Flammen geben kann, die sich allgemein langsamer ausbreiten als auf der Erde. Viele Materialien wie zum Beispiel Silizium ließen sich in der Mikrogravität nicht entflammen, nicht einmal in einer sauerstoffreichen Umgebung.

In dem neuen Experiment aber, genannt Confined Combustion, wird das Feuer innerhalb der ISS entzündet. Zuvor hatte die Nasa einen kleinen Windkanal zu der Station geliefert, mit dem untersucht werden sollte, wie sich mögliche Flammen in der Mikrogravität ersticken lassen. Jetzt kommen einige Modifikationen hinzu, die dafür erforderlich sind.

Bei dem Experiment wird ein Brennstoff entzündet, der sich in dem Gerät befindet; Trennwände teilen es in Kammern auf. Über sechs Monate werden die Astronauten darin Feuer machen, wobei mit unterschiedlichen Trenner-Konfigurationen die Richtung und die Strömungsgeschwindigkeit des Feuers manipuliert wird. Das Ziel dabei ist, genauer zu erfahren, wie sich ein Feuer in einer Umgebung verbreitet und was passiert, wenn es auf Hindernisse stößt.

Hilfe auch für die Erde

„Die Astronauten freuen sich oft sehr auf solche Tests“, sagt Paul V. Ferkul von der Universities Space Research Association, der das Projekt begleitet. Viele andere Experimente auf der ISS würden keine sofortigen Ergebnisse bringen, erklärt er. Es seit „irgendwie faszinierend, zu sehen, wie diese Sachen ohne jede Schwerkraft brennen.“ Von dem Experiment erhoffen sich Forscher auch Erkenntnisse darüber, wie sich Gebäude auf der Erde so konstruieren und auslegen lassen, dass sie die Verbreitung von Bränden hemmen.

Confined Combustion wird nur eines von mehreren großen Experimenten sein, die vom Dienstleister SpaceX zur ISS gebracht werden. Auch einige Nagetiere fliegen für 30 Tage ins All, wo sie einen Wirkstoff erhalten sollen, der die Funktion von Myostatin blockiert (ein Protein, das Muskelwachstum fördert). Dies soll Informationen darüber liefern, ob sich möglicherweise die Knochen- und Muskel-Schwächung verhindern lässt, die Astronauten auf Raum-Missionen sonst erleben. Einige der Mäuse – von den Forscher Mighty Mice genannt, sind sogar genetisch so verändert, dass sie Myostatin direkt blocken.

Einen weiteren Test steuert der Bierproduzent Anheuser Busch bei: Er will untersuchen lassen, wie sich unter Mikrogravität Gerste anbauen lässt. Mexiko wiederum schickt einen von Studenten gebauten Würfel-Satelliten zur ISS, der für Kommunikationstests ausgesetzt wird. Vom Jet Propulsion Laboratory kommt zudem das Cold Atom Laboratory, in dem eine Reihe von Physik-Experimenten bei Temperaturen von nur einem Zehntel Milliarden Grad über dem absoluten Nullpunkt stattfinden sollen. Und die Nasa lässt eine Docking-Station bringen, mit der sie endlich einen Roboter testen will, der in Raumschiffen nach undichten Stellen suchen soll.

(Neel V. Patel)



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#3 SpaceX: Erfolgreicher letzter Test vor bemannten Flug zur ISS

Die Raumkapsel von SpaceX hat sich bei einem Test erfolgreich kurz nach dem Start von ihrer Rakete getrennt. Nun dürfte der erste bemannte Flug folgen.

Bild
(Bild: Nasa Television)

SpaceX hat am Sonntag den letzten großen Test vor dem ersten bemannten Weltraumflug des Raumfahrtunternehmens erfolgreich absolviert. Der Flugabbruchtest lief ersten Analysen zufolge genauso wie geplant, genaue Analysen sollen nun aber noch folgen.

Die Raumkapsel habe unter Beweis stellen können, dass sie im "unwahrscheinlichen Fall eines Notfalls während des Flugs" sicher von der Rakete getrennt werden und wohlbehalten zur Erde zurückkehren kann, erklärt die NASA. Die Kapsel Crew Dragon wasserte nach dem Start vor der Küste Floridas und wird nun zurück an Land geholt. Die Rakete explodierte. (Siehe Video in der Webseite)

Mehrere Jahre Verspätung
Parallel zu Boeing arbeitet SpaceX seit Jahren daran, Astronauten für die US-Weltraumagentur ins All fliegen zu können. Dazu hat die NASA das "Commercial Crew"-Programm ins Leben gerufen und die Unternehmen 2014 aufgefordert, Raumkapseln zu entwickeln und zu testen. Die sollten eigentlich schon ab 2017 zum Einsatz kommen, nach einigen Verspätungen scheint es nun aber wirklich loszugehen. Nach Problemen auch in den vergangenen Monaten stehen die Termine für die ersten bemannten Flüge zur ISS aber immer noch nicht fest. SpaceX war durch eine Explosion zurückgeworfen worden und beim jüngsten Start von Boeings Raumschiff lief nicht alles rund, weswegen es die Internationale Raumstation nicht wie geplant erreichte.

Bei dem nun geglückten Test trennte sich die Crew Dragon von SpaceX nun anderthalb Minuten nach dem Start von der Rakete des Typs Falcon 9. Danach feuerten die Triebwerke der Kapsel und manövrierten sie in eine sichere Entfernung; dann brachten die Fallschirme sie sicher zurück zur Erdoberfläche.

"Soweit wir das jetzt überblicken, war es eine Mission wie aus dem Bilderbuch", meinte SpaceX-Chef Elon Musk. Nun werden Mitarbeiter von SpaceX und der NASA die gesammelten Daten auswerten und prüfen, ob sich die Eindrücke bestätigen. In diesem Fall dürfte dann für SpaceX als nächstes der erste bemannte Flug zur ISS folgen, die beiden Astronauten Doug Hurley und Robert Behnken stehen schon bereit. (mho)



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#4 Russischer Raumfahrer Skripotschka wird Kommandant auf Raumstation ISS

Der russische Kosmonaut Sergej Skripotschka wird als Kommandant die Verantwortung für die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS übernehmen. ESA-Raumfahrer Luca Parmitano, der am Donnerstag zur Erde zurückkehrt, übergab diese Funktion am Mittwoch an seinen russischen Kollegen, wie die Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte.

Traditionsgemäß wurde die Übertragung der Vollmachten mit einer Schiffsglocke kundgetan. Parmitano hatte die 61. Langzeit-Expedition seit Oktober 2019 geleitet.

Neben dem Italiener kehren auch der russische Raumfahrer Alexander Skworzow sowie die NASA-Astronautin Christina Koch, die rund 330 Tage auf der ISS verbrachte, zur Erde zurück. Das ist ein neuer Rekord: Keine Frau war bei einem einzelnen ISS-Einsatz länger im All.

Landung bei starkem Wind in Kasachstan

Am frühen Donnerstagmorgen werden Koch, Parmitano und Skworzow die Luken ihrer Sojus-Kapsel dicht machen, die um 06.50 Uhr MEZ von der ISS abkoppeln soll. Die Landung ist für 10.13 Uhr MEZ etwa 147 Kilometer östlich der Stadt Scheskasgan (Kasachstan) geplant.

Russische Experten warnten die Crew vor möglichen starken Windböen bei der Landung. Es könne sein, dass die Kapsel dabei „gedreht und geschleudert“ werde, hieß es bei Roskosmos.

Ablösung trifft am 9. April ein

An Bord des Außenpostens der Menschheit in etwa 400 Kilometern Höhe bleiben neben Kommandant Skripotschka die US-Astronauten Jessica Meir und Andrew Morgan. Sie werden ihre Forschungsprogramme absolvieren, bis die nächste Crew sie voraussichtlich am 9. April ablöst.

(am/mt/jeg)



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Hier ein Video von der Rückkehr:

МКС-61: экспедиция завершилась -- ISS-61: Die Expedition endete




Роскосмос ТВ
07.02.2020

В среду, 6 февраля завершилась 61-я долговременная экспедиция на МКС. В спускаемом аппарате корабля «Союз МС-13» в орбиты вернулся экипаж с позывным «Утёсы»: космонавт Роскосмоса Александр Скворцов, астронавт Европейского космического агентства Лука Пармитано и астронавт НАСА Кристина Кук. Вечером этого же дня Александра Скворцова торжественно встретили на аэродроме Чкаловский.

Am Mittwoch, dem 6. Februar, endete die 61. Langzeitexpedition zur ISS. Im Abstiegsfahrzeug der Sojus-Raumsonde MS-13 kehrte die Besatzung mit dem Rufzeichen Cliffs in die Umlaufbahn zurück: der Roscosmos-Kosmonaut Alexander Skvortsov, der Astronaut Luca Parmitano von der Europäischen Weltraumorganisation und die NASA-Astronautin Christina Cook.Am Abend desselben Tages wurde Alexander Skvortsov auf dem Flugplatz von Chkalovsky feierlich empfangen.


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