Internationale Raumstation - ISS

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Utopia
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#1 Internationale Raumstation - ISS

Bekannt, aber trotzdem noch mal zur Einführung:

Die Internationale Raumstation (englisch International Space Station, kurz ISS, russisch Междунаро́дная косми́ческая ста́нция (МКС), Meschdunarodnaja kosmitscheskaja stanzija (MKS)) ist die derzeit einzige ständig bemannte Raumstation und das größte außerirdische Bauwerk der Menschheitsgeschichte. Sie wird in internationaler Kooperation von 16 Staaten bzw. 6 Raumfahrtagenturen betrieben und ausgebaut.

Erste Pläne für eine große internationale Raumstation gab es in den 1980er Jahren unter den Namen Freedom und Alpha. Seit 1998 befindet sich die ISS im Bau. Zurzeit ist sie das größte künstliche Objekt im Erdorbit. Sie kreist in rund 400 km[2] Höhe mit einer Bahnneigung von 51,6° in östlicher Richtung binnen etwa 92 Minuten einmal um die Erde und hat eine räumliche Ausdehnung von etwa 110 m × 100 m × 30 m. Seit dem 2. November 2000 ist die ISS dauerhaft von Raumfahrern bewohnt.[5]
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https://de.wikipedia.org/wiki/Internati ... aumstation


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#2 Feuer auf der ISS

Die Internationale Raumstation bekommt eine Reihe von neuen Experimenten geliefert. Unter anderem soll damit untersucht werden, wie sich Brände im All – und möglicherweise auch auf der Erde – begrenzen lassen.

Mit Feuer zu spielen, ist meist keine gute Idee – und das gilt erst recht, wenn man sich in einem Raumschiff 400 Kilometer über der Erde befindet. Trotzdem werden Astronauten an Bord der International Space Station in den kommenden Wochen den Auftrag bekommen, in einem Miniatur-Windkanal ein Feuer zu entzünden. Damit soll untersucht werden, wie sich die Flammen unter Mikrogravität verhalten und verbreiten.

Auf der Erde trägt die Schwerkraft dazu bei, dass ein Brand Futter bekommt. Sie drückt kalte, dichte Luft nach unten, wodurch ein Konvektionsprozess entsteht, der aufsteigenden Flammen neuen Sauerstoff zuführt. Ohne Schwerkraft aber lässt sich Feuer wesentlich schlechter kalkulieren. Wenn es jemals einen echten Brand in der ISS oder einem anderen Raumschiff geben sollte, sollte vorher verstanden sein, wie er sich in einem begrenzten, unter Druck stehenden Raum ausbreitet.

Brandtests im All

Die ISS-Astronauten werden nicht die ersten sein, die ein Raumschiff absichtlich ein Feuer entzünden. Schon 2008 schickte die NASA das Experiment Combustion Integrated Rack zur ISS, um mit kleinen Bränden zu experimentieren. Von 2016 bis 2017 gab es außerdem die SAFFIRE-Testreihe, bei der dreimal unbemannte Cygnus-Raumschiffe angezündet wurden, nachdem die ihre Versorgungsmissionen zur ISS beendet hatten – sie wären später ohnehin in der Erdatmosphäre verglüht. Bei diesen Experimenten zeigte sich, dass es unter Mikrogravität stetige Flammen geben kann, die sich allgemein langsamer ausbreiten als auf der Erde. Viele Materialien wie zum Beispiel Silizium ließen sich in der Mikrogravität nicht entflammen, nicht einmal in einer sauerstoffreichen Umgebung.

In dem neuen Experiment aber, genannt Confined Combustion, wird das Feuer innerhalb der ISS entzündet. Zuvor hatte die Nasa einen kleinen Windkanal zu der Station geliefert, mit dem untersucht werden sollte, wie sich mögliche Flammen in der Mikrogravität ersticken lassen. Jetzt kommen einige Modifikationen hinzu, die dafür erforderlich sind.

Bei dem Experiment wird ein Brennstoff entzündet, der sich in dem Gerät befindet; Trennwände teilen es in Kammern auf. Über sechs Monate werden die Astronauten darin Feuer machen, wobei mit unterschiedlichen Trenner-Konfigurationen die Richtung und die Strömungsgeschwindigkeit des Feuers manipuliert wird. Das Ziel dabei ist, genauer zu erfahren, wie sich ein Feuer in einer Umgebung verbreitet und was passiert, wenn es auf Hindernisse stößt.

Hilfe auch für die Erde

„Die Astronauten freuen sich oft sehr auf solche Tests“, sagt Paul V. Ferkul von der Universities Space Research Association, der das Projekt begleitet. Viele andere Experimente auf der ISS würden keine sofortigen Ergebnisse bringen, erklärt er. Es seit „irgendwie faszinierend, zu sehen, wie diese Sachen ohne jede Schwerkraft brennen.“ Von dem Experiment erhoffen sich Forscher auch Erkenntnisse darüber, wie sich Gebäude auf der Erde so konstruieren und auslegen lassen, dass sie die Verbreitung von Bränden hemmen.

Confined Combustion wird nur eines von mehreren großen Experimenten sein, die vom Dienstleister SpaceX zur ISS gebracht werden. Auch einige Nagetiere fliegen für 30 Tage ins All, wo sie einen Wirkstoff erhalten sollen, der die Funktion von Myostatin blockiert (ein Protein, das Muskelwachstum fördert). Dies soll Informationen darüber liefern, ob sich möglicherweise die Knochen- und Muskel-Schwächung verhindern lässt, die Astronauten auf Raum-Missionen sonst erleben. Einige der Mäuse – von den Forscher Mighty Mice genannt, sind sogar genetisch so verändert, dass sie Myostatin direkt blocken.

Einen weiteren Test steuert der Bierproduzent Anheuser Busch bei: Er will untersuchen lassen, wie sich unter Mikrogravität Gerste anbauen lässt. Mexiko wiederum schickt einen von Studenten gebauten Würfel-Satelliten zur ISS, der für Kommunikationstests ausgesetzt wird. Vom Jet Propulsion Laboratory kommt zudem das Cold Atom Laboratory, in dem eine Reihe von Physik-Experimenten bei Temperaturen von nur einem Zehntel Milliarden Grad über dem absoluten Nullpunkt stattfinden sollen. Und die Nasa lässt eine Docking-Station bringen, mit der sie endlich einen Roboter testen will, der in Raumschiffen nach undichten Stellen suchen soll.

(Neel V. Patel)



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#3 SpaceX: Erfolgreicher letzter Test vor bemannten Flug zur ISS

Die Raumkapsel von SpaceX hat sich bei einem Test erfolgreich kurz nach dem Start von ihrer Rakete getrennt. Nun dürfte der erste bemannte Flug folgen.

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(Bild: Nasa Television)

SpaceX hat am Sonntag den letzten großen Test vor dem ersten bemannten Weltraumflug des Raumfahrtunternehmens erfolgreich absolviert. Der Flugabbruchtest lief ersten Analysen zufolge genauso wie geplant, genaue Analysen sollen nun aber noch folgen.

Die Raumkapsel habe unter Beweis stellen können, dass sie im "unwahrscheinlichen Fall eines Notfalls während des Flugs" sicher von der Rakete getrennt werden und wohlbehalten zur Erde zurückkehren kann, erklärt die NASA. Die Kapsel Crew Dragon wasserte nach dem Start vor der Küste Floridas und wird nun zurück an Land geholt. Die Rakete explodierte. (Siehe Video in der Webseite)

Mehrere Jahre Verspätung
Parallel zu Boeing arbeitet SpaceX seit Jahren daran, Astronauten für die US-Weltraumagentur ins All fliegen zu können. Dazu hat die NASA das "Commercial Crew"-Programm ins Leben gerufen und die Unternehmen 2014 aufgefordert, Raumkapseln zu entwickeln und zu testen. Die sollten eigentlich schon ab 2017 zum Einsatz kommen, nach einigen Verspätungen scheint es nun aber wirklich loszugehen. Nach Problemen auch in den vergangenen Monaten stehen die Termine für die ersten bemannten Flüge zur ISS aber immer noch nicht fest. SpaceX war durch eine Explosion zurückgeworfen worden und beim jüngsten Start von Boeings Raumschiff lief nicht alles rund, weswegen es die Internationale Raumstation nicht wie geplant erreichte.

Bei dem nun geglückten Test trennte sich die Crew Dragon von SpaceX nun anderthalb Minuten nach dem Start von der Rakete des Typs Falcon 9. Danach feuerten die Triebwerke der Kapsel und manövrierten sie in eine sichere Entfernung; dann brachten die Fallschirme sie sicher zurück zur Erdoberfläche.

"Soweit wir das jetzt überblicken, war es eine Mission wie aus dem Bilderbuch", meinte SpaceX-Chef Elon Musk. Nun werden Mitarbeiter von SpaceX und der NASA die gesammelten Daten auswerten und prüfen, ob sich die Eindrücke bestätigen. In diesem Fall dürfte dann für SpaceX als nächstes der erste bemannte Flug zur ISS folgen, die beiden Astronauten Doug Hurley und Robert Behnken stehen schon bereit. (mho)



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#4 Russischer Raumfahrer Skripotschka wird Kommandant auf Raumstation ISS

Der russische Kosmonaut Sergej Skripotschka wird als Kommandant die Verantwortung für die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS übernehmen. ESA-Raumfahrer Luca Parmitano, der am Donnerstag zur Erde zurückkehrt, übergab diese Funktion am Mittwoch an seinen russischen Kollegen, wie die Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte.

Traditionsgemäß wurde die Übertragung der Vollmachten mit einer Schiffsglocke kundgetan. Parmitano hatte die 61. Langzeit-Expedition seit Oktober 2019 geleitet.

Neben dem Italiener kehren auch der russische Raumfahrer Alexander Skworzow sowie die NASA-Astronautin Christina Koch, die rund 330 Tage auf der ISS verbrachte, zur Erde zurück. Das ist ein neuer Rekord: Keine Frau war bei einem einzelnen ISS-Einsatz länger im All.

Landung bei starkem Wind in Kasachstan

Am frühen Donnerstagmorgen werden Koch, Parmitano und Skworzow die Luken ihrer Sojus-Kapsel dicht machen, die um 06.50 Uhr MEZ von der ISS abkoppeln soll. Die Landung ist für 10.13 Uhr MEZ etwa 147 Kilometer östlich der Stadt Scheskasgan (Kasachstan) geplant.

Russische Experten warnten die Crew vor möglichen starken Windböen bei der Landung. Es könne sein, dass die Kapsel dabei „gedreht und geschleudert“ werde, hieß es bei Roskosmos.

Ablösung trifft am 9. April ein

An Bord des Außenpostens der Menschheit in etwa 400 Kilometern Höhe bleiben neben Kommandant Skripotschka die US-Astronauten Jessica Meir und Andrew Morgan. Sie werden ihre Forschungsprogramme absolvieren, bis die nächste Crew sie voraussichtlich am 9. April ablöst.

(am/mt/jeg)



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Hier ein Video von der Rückkehr:

МКС-61: экспедиция завершилась -- ISS-61: Die Expedition endete




Роскосмос ТВ
07.02.2020

В среду, 6 февраля завершилась 61-я долговременная экспедиция на МКС. В спускаемом аппарате корабля «Союз МС-13» в орбиты вернулся экипаж с позывным «Утёсы»: космонавт Роскосмоса Александр Скворцов, астронавт Европейского космического агентства Лука Пармитано и астронавт НАСА Кристина Кук. Вечером этого же дня Александра Скворцова торжественно встретили на аэродроме Чкаловский.

Am Mittwoch, dem 6. Februar, endete die 61. Langzeitexpedition zur ISS. Im Abstiegsfahrzeug der Sojus-Raumsonde MS-13 kehrte die Besatzung mit dem Rufzeichen Cliffs in die Umlaufbahn zurück: der Roscosmos-Kosmonaut Alexander Skvortsov, der Astronaut Luca Parmitano von der Europäischen Weltraumorganisation und die NASA-Astronautin Christina Cook.Am Abend desselben Tages wurde Alexander Skvortsov auf dem Flugplatz von Chkalovsky feierlich empfangen.


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#5 Russlands neueste Sojus-Rakete startbereit – erster bemannter Flug schon in wenigen Tagen

Russlands modernste Trägerrakete „Sojus“-2 1a ist auf dem Startkomplex des Weltraumbahnhofs Baikonur installiert worden. Am 9. April soll sie zum ersten Mal die Kosmonauten zur Internationalen Weltraumstation (ISS) bringen, teilte die russische Weltraumagentur Roskosmos am Montag via Twitter mit.

„Die Sojus-2.1a-Trägerrakete ist mit dem Sojus-MS-16-Schiff in den Startkomplex gebracht worden. Nachdem sie in aufrechter Position installiert worden war, begannen die Roskosmos-Spezialisten mit der Arbeit am Zeitplan des ersten Starttages“, heißt es in dem Bericht.



Die Trägerrakete dieses Typs soll am 9. April um 10. Uhr MEZ starten. Zuvor wurden zahlreiche Frachtflüge mit der Rakete dieses Typs absolviert, um ihre Sicherheit zu testen. Die Rakete setzt sich zur Gänze aus in Russland hergestellten Bestandteilen zusammen.

Zuvor wurden bemannte Flüge mit der Trägerrakete Sojus-FG durchgeführt, wo ein ukrainisches Steuersystem zum Einsatz kam.
Am 9. April sollen die Russen Anatoli Iwanischin, Iwan Wagner und der US-Amerikaner Christopher Cassidy in Richtung ISS starten.

(om/ae)



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#6 Expedition 62 Landing - April 17, 2020

Expedition 62 Landing - April 17, 2020



NASA Video
17.04.2020

Die Expedition 62 der Internationalen Raumstation landet sicher in Kasachstan

Expedition 62 Commander Oleg Skripochka von Roscosmos und die Flugingenieure Jessica Meir und Andrew Morgan von der NASA landeten am 17. April sicher auf der Erde in der Nähe der Stadt Dzhezkazgan in Kasachstan, nachdem sie sich von ihren Kollegen in dem Komplex verabschiedet und ihre Sojus-MS abgedockt hatten-15 Raumfahrzeug vom hinteren Hafen des Zvezda-Servicemoduls auf der Internationalen Raumstation. Skripochka und Meir absolvierten 205 Tage im Weltraum, und Morgan beendete eine 272-tägige Mission auf dem Außenposten der Umlaufbahn.


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#7 SpaceX / NASA: Erster kommerzieller Raketenstart für Astronauten, mit Livestream

Mittwochabend soll SpaceX 2 Männer zur ISS schießen, um die Tauglichkeit des Systems für bemannte Flüge zu beweisen. Für die USA geht es aber um mehr.

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Die Astronauten Bob Behnken und Doug Hurley sind bereit. (Bild: NASA)

Fast 20 Jahre nach "Erstbezug" der Internationalen Raumstation (ISS) soll am Mittwoch erstmals ein kommerzieller Betreiber zwei Besatzungsmitglieder auf den Weg zur ISS bringen. Bisher waren Mannschaftstransporte staatlichen Raketen vorbehalten. Nun soll eine Falcon-9-Rakete der US-Firma SpaceX um 16:33 Uhr Ortszeit vom Kap Canaveral in Florida abheben. Sofern Wetter und Technik mitspielen.

An der Spitze der Rakete ist die Raumkapsel Crew Dragon befestigt. In ihr werden die Astronauten Douglas G. Hurley und Robert L. Behnken sitzen. Aus US-Sicht haben sie vor allem eine Aufgabe: Die als Schmach empfundene Zwangspause bemannter Raumflüge von US-Boden auszuwetzen. Mit dem unter anderem aus Kostengründen erfolgten Abschied vom Space Shuttle im Jahr 2011 verloren die USA die Fähigkeit, selbst Astronauten in eine Erdumlaufbahn zu bringen.

Boeing und SpaceX kommen zum Zug

Seither war die NASA ausgerechnet auf Russland angewiesen, um ihre ISS-Besatzungsmitglieder zur und von der ISS zu transportieren. Das ist nicht nur teuer, sondern den USA auch sehr peinlich. Richten sollte es eine Art Public-Private-Partnership: Die NASA setzte 2010 das Commercial Crew Program auf. Mehrere Unternehmen wurden bei der Entwicklung privater Raketen und Raumfahrzeuge finanziell unterstützt. Ziel war, billiger, eher und in kürzerer zeitlicher Abfolge nicht nur Fracht sondern auch Personen zumindest in eine Umlaufbahn und zurück bringen zu können, ohne auf andere Länder angewiesen zu sein.

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Die Dragon-Raumkapsel (Bild: NASA)

Durchgesetzt haben sich dabei bislang SpaceX und Boeing. Beide haben Aufträge erhalten, Astronauten zur ISS zu fliegen. Den Anfang macht nun SpaceX. Offiziell ist es der zweite Demonstrationsflug der Raumkapsel Crew Dragon und der erste mit Personen an Bord. Die Symbolkraft wird dadurch unterstrichen, dass Hurley der befehlshabende Offizier sein wird. Der ehemalige Kriegsmarineinfanterist war Pilot des allerletzten Space-Shuttle-Fluges STS-135 im Juli 2011.

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Am Donnerstag um 17:39 Uhr soll die Raumkapsel automatisch an die ISS andocken. Die Tür wird erst um 19:55 Uhr geöffnet. Sollte das Wetter am Mittwoch nicht mitspielen, sind Ersatz-Starttermine für den 30. und 31. Mai vorgesehen.

Wie lange die beiden Astronauten an Bord bleiben werden, ist noch nicht entschieden: Mindestens 30 Tage, höchsten 119 Tage. Viel wichtiger ist die Frage, ob Start und Flug auch wirklich erfolgreich ablaufen. Bei SpaceX und NASA gibt man sich sicher. "Ich bin sehr zuversichtlich", sagte beispielsweise Christopher Cassidy, derzeit einziger US-Amerikaner an Bord der ISS, am Montag auf NASA TV, "Es gibt schlaue Leute bei der NASA, es gibt schlaue Leute bei SpaceX." Und die seien "Laser-fokussiert auf Sicherheit".
(ds)
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NASA Live: Official Stream of NASA TV



NASA


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#8 Erster bemannter SpaceX-Flug verschoben

Unvorteilhafte Wetterbedingungen haben den ersten bemannten Start einer SpaceX-Rakete vereitelt. Technisch wäre alles bereit gewesen.

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Die beiden Astronauten müssen wieder aussteigen. (Bild: NASA)

Es ist sich knapp nicht ausgegangen: Der für Mittwochabend geplante erste kommerzielle bemannte Flug in eine Erdumlaufbahn musste wegen Schlechtwetters verschoben werden. Der nächste Versuch ist für Samstag geplant.
Der Countdown für den ersten kommerziellen Raketenstart für Astronauten musste gut 16 Minuten vor dem Start abgebrochen werden. Bereits zuvor hatte SpaceX' Bodenstation die Astronauten an Bord der Raumkapsel über Blitze in der beobachteten Region unterrichtet. Am Ende waren laut SpaceX gleich drei Wetterkriterien nicht erfüllt.

Für die Startfreigabe muss nicht nur das Wetter am Startort berücksichtigt werden, sondern auch die Bedingungen entlang eines Teils der Flugroute sowie in dem Gebiet, in dem die Raumkapsel im Falle eines Sicherheitsproblems notwassern müsste. Schließlich gälte es, die Astronauten schnell zu erreichen und zu bergen.



Erst zirka zehn Minuten nach dem geplanten Starttermin 16:33 Uhr Ortszeit wären alle Wetterparameter für einen sicheren Start ausreichend gewesen. Das ging aus der live übertragenen Kommunikation zwischen den Astronauten und SpaceX' Bodenstation hervor. Aufgrund gegebener Bahndynamik kann der Start aber nicht einfach etwas später erfolgen. Die nächste Möglichkeit besteht am Samstag, 30. Mai, um 15:22 UhrOrtszeit. Als zweiter Ersatztermin ist der Sonntag, 31. Mai, vorgesehen.

[Update 23:08 Uhr]

Trump sagt Rede ab

US-Präsident Donald Trump war etwa 100 Minuten vor dem geplanten Start mit seinem Flugzeug Air Force One am Kap Canaveral gelandet. Nach dem Start hätte er vor Ort eine Rede halten sollen. Davon nimmt er nun Abstand und kehrt ohne öffentlichen Auftritt nach Washington, DC, zurück. Ob er beim nächsten Startversuch wiederkommen wird, bleibt abzuwarten.

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Flugzeug Air Force One überfliegt die auf der Startplattform stehende Falcon-9-Rakete (Bild: Screenshot/NASA)

Damit bleibt Bill Clinton vorerst der letzte US-Präsident, der einem bemannten Start am Kap Canaveral beigewohnt hat. Präsident Barack Obama war zwar am 29. April 2011 zum vorletzten Space-Shuttle-Start angereist, doch auch der musste verschoben werden. [/Update]

[Update 28. 5., 00:36 Uhr]

"Zu viel Elektrizität"

NASA-Chef Jim Bridenstine bedauerte nach der Verschiebung, dass "zu viel Elektrizität in der Atmosphäre war". Ein Raketenstart hätte einen Blitzschlag provozieren können. Zudem lobte er die beteiligten Mitarbeiter, deren Leistungen ihn mit Stolz erfüllten. "(Die Teams der NASA und SpaceX') haben zusammengearbeitet und am Ende die richtige Entscheidung getroffen." Das zeige auch, dass es keinen Druck gebe, bei der Sicherheit Kompromisse einzugehen, um starten zu können. [/Update] (ds)



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#9 Bemannte SpaceX-Rakete erfolgreich gestartet

Bemannte SpaceX-Rakete erfolgreich gestartet




faz
31.05.2020

Zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt sind wieder Astronauten vom Cape Canaveral in Florida aus in den Weltraum gestartet. Sehen Sie die Highlights des Raketenstarts im Video. © F.A.Z, NASA, AFP


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#10 Raumfahrer aus USA an ISS angekommen

Erstmals seit 9 Jahren sind wieder Astronauten von den USA aus zur ISS geflogen. Die "Crew Dragon"-Raumkapsel hat erfolgreich an die Station angedockt.

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Die "Crew Dragon"-Kapsel unmittelbar vor dem Andocken an die Internationale Raumstation. (Bild: NASA)

Erstmals seit neun Jahren sind wieder Astronauten von den USA aus zur Raumstation ISS geflogen – und erstmals mithilfe eines privaten Raumfahrtunternehmens. Die US-Raumfahrer Robert Behnken und Douglas Hurley dockten am Sonntag nach rund 20 Stunden Flug mit der "Crew Dragon"-Raumkapsel an der ISS an, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa und das private Raumfahrtunternehmen SpaceX mitteilten. Sie sollen rund einen Monat an Bord der ISS bleiben.

Für einen Monat auf der ISS
Am Samstag hatte die Raumkapsel mit einer "Falcon 9"-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral abgehoben. "Geschichte ist geschrieben worden", kommentierte die Nasa per Kurznachrichtendienst Twitter. Nasa-Chef Jim Bridenstine sprach von einem "wundervollen Tag". US-Präsident Donald Trump feierte den Start als "heldenhafte Tat". Die kommerzielle Raumfahrt sei die Zukunft. "Ein neues Zeitalter amerikanischen Ehrgeizes hat jetzt begonnen."

SpaceX-Gründer Elon Musk zeigte sich tief bewegt. "Ich bin wirklich emotional sehr überwältigt, es ist schwer für mich zu sprechen", sagte Musk bei einer Pressekonferenz nach dem Start. 18 Jahre lang habe er auf dieses Ziel hingearbeitet. "Ich glaube, es ist etwas, worüber die Menschheit sich freuen kann, und worauf sie stolz sein kann." Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hieß seine beiden Raumfahrer-Kollegen via Twitter "willkommen zurück im Weltraum" und gratulierte SpaceX für die "solide Leistung".

Glückwünsche auch aus Russland
Die Raumfahrtnation Russland beglückwünschte die USA zum erfolgreichen Start. "Im Kosmos ist schon alles passiert, und es ist unabdingbar, mindestens zwei Transportsysteme zu haben", teilte der Sprecher der Raumfahrtbehörde Roskosmos, Wladimir Ustimenko, am Sonntag in Moskau mit. "Jetzt werden nicht nur Russen zur ISS fliegen, sondern auch Amerikaner. Das ist wunderbar!"

Ein erster Startversuch war am Mittwoch wegen schlechter Wetterbedingungen kurz vor dem Start abgebrochen worden. Auch vor dem zweiten Versuch hatten die Bedingungen zunächst nur mäßig ausgesehen, dann hatten sich die Wolken aber rechtzeitig verzogen und das Kontrollzentrum gab grünes Licht: "Lasst uns diese Kerze anzünden!" Es sei ihnen eine Ehre, sagte Behnken aus dem "Crew Dragon" und zeigte gemeinsam mit Hurley die Daumen nach oben. "Wir werden aus dem Weltraum wieder mit euch sprechen." Weltweit war der "LaunchAmerica" betitelte Test mit Spannung erwartet worden.

Erste Raketenstufe sicher auf Schiff gelandet
Kurz nach dem erfolgreichen Start des "Crew Dragon" landete die erste Raketenstufe sicher aufrecht auf dem Schiff "Of Course I Still Love You" (auf Deutsch etwa: Natürlich liebe ich dich noch) im Atlantik vor der US-Küste. Die Landung und Wiederverwendung von Raketenstufen und Raumkapseln ist ein wichtiger Teil der Strategie des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX. Schon mehrfach gelangen Landungen von Raketenstufen auf Schiffen sowie auf Land.

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Die "Crew Dragon"-Kapsel ist mit der ISS verbunden
(Bild: NASA)

Bei "LaunchAmerica" handelt sich um den letzten Flugtest für den von SpaceX entwickelten "Crew Dragon". SpaceX hatte zuvor nur Fracht zur ISS transportiert. Wegen der Corona-Pandemie war der Zugang zu dem Gelände des Weltraumbahnhofs im US-Bundesstaat Florida, wo normalerweise Besucher bei Starts zuschauen dürfen, stark eingeschränkt. US-Präsident Trump und Vizepräsident Mike Pence waren aber angereist.
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(tiw)

NASA Live: Official Stream of NASA TV



NASA-Livestream vom Andockmanöver


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