Venus

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Deckard666
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#1 Venus

Dokumentationen, Vorträge, Artikel usw. zum Thema Venus.
Die Venus ist mit einer durchschnittlichen Sonnenentfernung von 108 Millionen Kilometern der zweitinnerste und mit einem Durchmesser von ca. 12.100 Kilometern der drittkleinste Planet des Sonnensystems. Sie zählt zu den vier erdähnlichen Planeten, die auch terrestrische oder Gesteinsplaneten genannt werden.

Die Venus ist der Planet, der auf seiner Umlaufbahn der Erdbahn mit einem minimalen Abstand von 38 Millionen Kilometern am nächsten kommt. Sie hat eine ähnliche Größe wie die Erde, unterscheidet sich aber in Bezug auf die Geologie und vor allem hinsichtlich ihrer Atmosphäre. Diese besteht zu 96 % aus CO2, und ihr Oberflächendruck ist 90-mal höher als auf der Erde.

Nach dem Mond ist die Venus das hellste Gestirn am nächtlichen Himmel. Weil sie als einer der unteren Planeten nur am Morgen- oder Abendhimmel sichtbar ist und nie gegen Mitternacht, wird sie auch Morgenstern und Abendstern genannt. Schon mit einem kleinen Fernrohr ist sie auch am Taghimmel beobachtbar, manchmal sogar freiäugig. Doch auch bei Erdnähe (ca. alle 1½ Jahre) lassen sich nur die Wolkenstreifen der äußerst dichten Atmosphäre erkennen. Die Erkundung der Oberfläche erfordert Radar.

Das astronomische Symbol des Planeten Venus gilt als stilisierte Repräsentation des Handspiegels der namensgebenden römischen Liebesgöttin Venus: ♀

Weitere Informationen: Wikipedia - Venus


"It's a joke ... it's all a fucking joke!"
Edward Blake, The Comedian, Watchmen (2009)

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Deckard666
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#2 Vorab geleaked: Astronomen finden starke Hinweise für mikrobisches Leben auf der Venus

Vorab geleaked: Astronomen finden starke Hinweise für mikrobisches Leben auf der Venus (2020-09-14)

„In der mittleren Venusatmosphäre haben Astronomen die Signatur von Monophosphan (Phosphin, PH3) entdeckt. Zumindest auf der Erde kann die Verbindung nur künstlich in Labors oder von anaeroben Mikroben erzeugt werden.“ Diese sensationelle Meldung ging am gestrigen Sonntagmittag für kurze Zeit durch einige englischsprachige Wissenschaftsmedien – um dann schon kurz darauf auch wieder zu verschwinden. Wie es scheint hatten einige Wissenschaftsportale Vorabinformationen noch vor dem vereinbarten Publikationstermin veröffentlicht und damit das sog. Informationsembargo gebrochen.

Ursprung der geleakten Informationen war vermutlich ein vom offiziellen Youtube-Kanal des an den Untersuchungen beteiligten Massachusetts Institute of Technology (MIT), in dem nicht nur die Entdeckung erläutert und kommentiert, sondern auch Links zur Originalpublikation (siehe unten) veröffentlicht wurden. Das Youtube-Video mit dem Titel „Possible signs of life discovered on Venus“ ist derzeit (wieder) auf „privat“ geschaltet. Noch bevor das Originalvideo geschlossen wurde, konnte es jedoch von verschiedenen anderen Youtube-Kanälen gespeichert und wieder-veröffentlicht werden.

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Utopia
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#3 Leben auf der Venus entdeckt? - Pressekonferenz 14.09.2020 - 17:00 Uhr

Leben auf der Venus entdeckt? - Pressekonferenz 14.09.2020 - 17:00 Uhr



LPIndie - Astronomie und Wissenschaft
14.09.2020

Heute um 17:00 Uhr deutscher Zeit wird es eine Pressekonferenz bezüglich sensationeller Informationen zur Venus geben. Der Inhalt ist noch nicht gänzlich bekannt, aber es wird anscheinend der indirekte Nachweis von Leben innerhalb der Venusatmosphäre bekannt gegeben.


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Schon gestern wurde gerätselt:

Was passiert am 14.09.2020?




LPIndie - Astronomie und Wissenschaft
13.09.2020

Was passiert morgen am 14.09.2020. Es kursiert eine Nachricht im Netz, dass morgen eine bahnbrechende Information öffentlich gemacht werden soll. Etliche Artikel wurden heute am 13.09.2020 komplett wieder vom Netz genommen, da diese anscheinend zu früh veröffentlicht wurden.


MfG Utopia
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Deckard666
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#4 Hinweise auf Leben auf Venus: Mikroben in der Atmosphäre

Hinweise auf Leben auf Venus: Mikroben in der Atmosphäre (2020-09-14)

Eigentlich herrschen auf der Venus höllische Temperaturen von bis zu 460 Grad. Leben wäre so nicht möglich. Doch nun haben Forscher starke Hinweise auf Mikroben in der Atmosphäre unseres Nachbarplaneten gefunden. Das würde unser Weltbild von Leben auf anderen Planeten revolutionieren.

Auf der Venus, dem Nachbarplaneten unserer Erde, geht die Sonne nicht im Osten auf- und im Westen unter, sondern genau umgekehrt. Das Wetter dort wäre für uns dank extremen Treibhauseffekts die reinste Hölle auf Erden. Mehr dazu im Video. Quelle: NASAAstronomen haben in der mittleren Venusatmosphäre eine Phosphorverbindung entdeckt, die höchstwahrscheinlich von Mikroben stammt. Dies wurde nun einer neuen Studie der Cardiff University in Wales gemeinsam mit Kollegen vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) veröffentlicht. Auf der Erde kann dieses sogenannte Monosphosphan oder Phospin nur von Mikroben oder in Labors erzeugt werden. Phosphin riecht nach faulen Fischen und Knoblauch und ist ein farbloses und giftiges Gas.

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#5 Planetenforschung: Mögliche Spuren von Leben auf der Venus entdeckt

Planetenforschung: Mögliche Spuren von Leben auf der Venus entdeckt (2020-09-14)

Wissenschaftler berichten voller Verwunderung, dass sie das Element Phosphan in den Wolken der Venus gefunden haben. Ist das der langgesuchte Beweis für außerirdisches Leben im All? Der Faktencheck.

Die Pressekonferenz hatte noch nicht begonnen, da war die Meldung bereits durchgesickert und verbreitete sich in Windeseile im Netz: Ein internationales Wissenschaftlerteam hat in den Wolken der Venus eine Substanz entdeckt, die auf außerirdisches Leben hindeuten könnte. Es handelt sich dabei um das Gas Monophosphan, das unter bestimmten Bedingungen von irdischen Mikroben abgesondert wird und dass in der aggressiven Atmosphäre der Venus eigentlich rasch zerfallen müsste.

Sind wir vielleicht nicht länger allein im Universum? Eine Antwort auf die große Menschheitsfrage könnte mit der Arbeit zumindest ein Stückchen näher rücken. Entsprechend überschlagen sich derzeit die Spekulationen in den sozialen Medien.

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#6 Astrobiologie: Leben auf der Venus? Das würde unser Selbstbild verändern

Astrobiologie: Leben auf der Venus? Das würde unser Selbstbild verändern (2020-09-15)

Menschen fasziniert die Vorstellung, es könnte Leben auf anderen Planeten geben. Nun wurde in den Wolken der Venus tatsächlich ein Molekül gefunden, das auf der Erde von Organismen produziert wird. Eine Nachricht, die aus gutem Grund elektrisiert.

Die Venus ist in der römischen Mythologie die Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit. Da mag es aus heutiger Sicht erstaunen, dass ausgerechnet der sehr lebensfeindliche Planet Venus mit diesen Attributen belegt wurde. Doch erst die moderne Wissenschaft hat uns offenbart, dass unser Nachbarplanet eher einer brodelnd heißen Hölle gleicht als einer Welteninsel mit erdähnlicher Flora und Fauna, so wie es Hans Dominik noch 1926 in einem Roman beschrieb.

Die Meldung, dass es in den Wolken der Venus nun doch exotische Lebensformen geben könnte, elektrisiert viele Menschen. Natürlich hat kein seriöser Forscher behauptet, dass es auf der Venus Leben gibt, ja nicht einmal, dass dies einigermaßen wahrscheinlich sei. Die Nachricht lautet schlicht, dass sensible Spektrometer in der Venusatmosphäre die sehr giftige Substanz Phosphan (PH3) nachgewiesen haben. Dieses Molekül besteht aus einem Phosphoratom, an dem drei Wasserstoffatome angedockt sind. Na und?

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Utopia
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#7 Planetenforscher: Geheimnisvolle Venus zurück im Fokus

In jüngster Zeit steht die Venus eindeutig im Schatten von Mars. Nach der Entdeckung einer möglichen Spur von Leben könnte sich das nun ändern.

Bild
Die Venus (Bild: NASA)

Der Nachweis von Monophosphan (PH3), beziehungsweise Phosphin, in der Venusatmosphäre hat unserem Nachbarplaneten wieder mehr öffentliche Aufmerksamkeit verschafft, denn auf der Erde entsteht diese Verbindung nur auf biologische oder künstliche Weise. Gibt es auf der Venus, die derzeit als hell leuchtender Morgenstern der Sonne gut drei Stunden vorauseilt, womöglich doch Leben?

Vorbei an der Venus
Die Bedingungen an der Oberfläche, wo ein atmosphärischer Druck wie auf der Erde in 900 Metern Meerestiefe herrscht und bei Temperaturen von 460 Grad Celsius Blei schmelzen würde, sprechen erst einmal nicht dafür. Aber Forscher wie Dirk Schulze-Makuch und Louis Irwin haben schon vor über 15 Jahren vorgeschlagen, in höheren Schichten der Venusatmosphäre nach einfachen Lebensformen zu suchen.

Die von ihnen skizzierte Mission zur Entnahme von Proben und deren Rücktransport zur Erde hat sich zwar noch nicht durchsetzen können. Bei der derzeit laufenden Konferenz EPSC 2020 zur Planetenforschung war jedoch von anderen Missionen zu erfahren, die geplant sind, sich bereits auf dem Weg zur Venus befinden – oder sie kürzlich erst besucht haben. Dazu gehört die Sonnensonde Parker Solar Probe, die auf dem Weg zu ihrem sonnennahen Orbit am 11. Juli mit einem Schwerkraftmanöver an der Venus Schwung geholt hat.

Bild
Aufnahmen von Akatsuki
(Bild: JAXA)

Der Vorbeiflug wurde genutzt, um insbesondere die Nachtseite des Planeten gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten. Die von der Parker Solar Probe erhobenen Daten wurden dabei ergänzt durch die des japanischen Venus-Orbiters Akatsuki und eine breit angelegte terrestrische Beobachtungskampagne von professionellen und Amateurastronomen. Eine vergleichbare Gelegenheit bietet sich bereits am 15. Oktober erneut, wenn die europäisch-japanische Sonde BepiColombo auf dem Weg zum Merkur an der Venus vorbeifliegt.

Die Herkunft des Monophosphans wird sich dabei wahrscheinlich nicht klären lassen. Aber möglicherweise erlauben die Beobachtungen nähere Aufschlüsse über dessen Verteilung in der Atmosphäre und zeitliche Veränderungen der Konzentration. Die Dynamik der Venusatmosphäre wirft ohnehin noch viele Fragen auf. So ist unter anderem noch nicht geklärt, warum die Atmosphäre etwa 60-mal so schnell rotiert wie der Planet selbst (Superrotation). Um das klimatische Geschehen besser zu verstehen, ist es nötig, die Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Oberfläche und dem Inneren des Planeten zu untersuchen.

Missionen in Vorbereitung
Das ist das Ziel der Mission EnVision, deren Machbarkeit gerade im Rahmen einer Phase-A-Studie untersucht wird, die im Jahr 2032 starten könnte – sofern sich die europäische Weltraumorganisation ESA im Sommer 2021 dafür entscheidet. EnVision soll helfen zu verstehen, warum sich die Venus, die hinsichtlich ihrer Größe der erdähnlichste Planet im Sonnensystem ist, sich ansonsten so grundlegend von unserer Heimat unterscheidet. Nach Leben wird aber auch diese Mission nicht suchen. Im Konferenzbeitrag des von Richard Ghail (Royal Holloway University of London) geleiteten Missionsteams heißt es ausdrücklich, der Planet habe "eine chemisch reaktive Atmosphäre, aber ohne Leben".

Ebenfalls in der Phase-A befindet sich die Mission Veritas, die gegenwärtig bei der US-Weltraumbehörde NASA untersucht wird und im Jahr 2026 starten könnte. Auch sie will die Frage nach der unterschiedlichen Entwicklung von Erde und Venus klären helfen, indem sie die geologische Aktivität der Venus beobachtet und nach früherem oder heute noch existierendem Wasser sucht.

All diese Missionen nutzen Fernerkundungsmethoden. Eines Tages könnten aber auch wieder Sonden oder Ballons direkt in die Venusatmosphäre eintauchen, sie vor Ort untersuchen und möglicherweise auch von dort aus die Oberfläche beobachten. Bisher ist das nur vier Missionen gelungen: der US-amerikanischen Pioneer Venus (1976) sowie den sowjet-russischen Venera 11 (1976), 13 und 14 (1982). Deren Daten haben Wissenschaftler um Patrick Irwin (University of Oxford) genutzt, um das Simulationsverfahren NEMESIS (Non-linear optimal Estimator for MultivariatE spectral analySIS) zur Modellierung der spektralen Eigenschaften von Planetenatmosphären zu verfeinern. Damit soll es möglich sein, die Lichtverhältnisse auf anderen Planeten zu simulieren.

Ein von den Forschern produziertes Video zeigt, wie ein Flug durch die Venusatmosphäre aussehen könnte:



Venusbewohner sind auch in diesem dichten Wolkennebel nicht zu erkennen. Aber wenn es die denn überhaupt gibt, bräuchte es dafür wohl ohnehin ein leistungsfähiges Mikroskop.

(mho)



MfG Utopia
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