Update ISLAND und CAMPI FLEGREI

Alles zum Thema Erdbeben und Vulkane.
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Utopia
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#21 CAMPI FLEGREI: Werte VERVIERFACHEN sich - INGV Chef hat eine Vermutung

CAMPI FLEGREI: Werte VERVIERFACHEN sich - INGV Chef hat eine Vermutung



LYDOM Production - Vulkan und Wetter Studio
24.04.2024 #italien #vulkan #campiflegrei

Es stellt sich generell die Frage, ob es sich bei den wiederkehrenden Erdbeben immer um neue Schwärme handelt oder ob man die Beben als Teil eines Schwarmes betrachten kann, dessen Intensität schwankt, da die seismische Aktivität praktisch nie vollständig endet. Diese Überlegung mag jedoch eher akademischer Natur sein, insbesondere da die Erdbeben nur ein Symptom und nicht die eigentliche Ursache des Problems darstellen. Das eigentliche Problem liegt in der Bodenhebung, die laut dem kürzlich veröffentlichten Wochenbulletin deutlich zugenommen hat. In den letzten 15 Tagen gab es zwei Phasen verstärkter Bodenhebung, bei denen der Boden einmal um 10 mm und ein weiteres Mal um etwa 5 mm angehoben wurde. Zwischen diesen Phasen stieg der Boden mit der gleichen Rate wie zuvor. Die Bodenhebung beträgt also insgesamt gut 10 mm pro Woche. Hochgerechnet auf einen Monat ergibt das eine Hebung von 40 mm, ein signifikanter Anstieg im Vergleich zu früheren Zeiträumen. Diese Hebungsphase begann im Jahr 2005 und hat sich in den letzten sechs Jahren intensiviert. Dennoch ist dies im Vergleich zur vorherigen Bradyseismos-Phase in den 1980er Jahren immer noch vergleichsweise gering, da damals Phasen mit einer täglichen Hebung von 3 mm auftraten.

In der vergangenen Woche gab es in der Caldera 145 Erdbeben, und die Gastemperatur bei Pisciarell lag bei 95 Grad.

Ein interessantes Interview mit dem Präsidenten des INGV, Carlo Doglioni, wurde von einem italienischen Journalisten von der Seite Fanpage geführt. Doglioni bezieht sich darin auf einen reißerisch aufgemachten Dokumentarfilm, der im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wurde und von einem Worst-Case-Szenario einer extrem starken Eruption ausgeht, die das Umland der Caldera einschließlich Neapel verwüsten könnte. Der INGV-Präsident hält solche Spekulationen für unsinnig, räumt jedoch ein, dass ein lokal begrenzter Ausbruch innerhalb der Caldera durchaus möglich ist. Er geht davon aus, dass sich in 4 Kilometern Tiefe ein sillartiger Magmakörper gebildet hat, der von einem größeren Magmakörper in 8 Kilometern Tiefe gespeist wird. Damit scheint ein wissenschaftlicher Konsens erreicht worden zu sein, da viele Forscher zuvor die Existenz einer Magmenansammlung in 4 Kilometern Tiefe in Frage stellten.

Im Rahmen einer Notfallübung des Katastrophenschutzes wurde gestern auch die Evakuierung einiger Schulen geprobt. Insgesamt scheint es, dass die offizielle Einschätzung eines möglichen Vulkanausbruchs oder starken Erdbebens zunehmend realistischer wird.

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Video Kapitel:
00:00 Intro
00:07 Einleitung
00:56 Update CAMPI FLEGREI Daten
06:52 INGV Chef hat eine Vermutung
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#22 CAMPI FLEGREI: 140 Erdbeben am HEUTIGEN Tage - Abstände werden kürzer

CAMPI FLEGREI: 140 Erdbeben am HEUTIGEN Tage - Abstände werden kürzer



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07.05.2024 #campiflegrei #italien #vulkan

CAMPI FLEGREI Update 07.05.24:

Nach einigen vergleichsweise ruhigen Tagen, in denen zwar Erdbeben registriert wurden, aber kein echter Schwarm einsetzte, begann gestern Abend wieder ein intensiver Erdbebenschwarm unter der süditalienischen Caldera Campi Flegrei. In den letzten 24 Stunden wurden gut 160 Beben registriert, was mehr Beben an einem Tag entspricht als in den meisten Wochen. Die stärkste Erschütterung hatte eine Magnitude von 3,2 und ein Hypozentrum in 1,6 Kilometern Tiefe. Damit lag der Erdbebenherd zwar im Bereich des Hydrothermalsystems, doch die Stärke des Bebens deutet darauf hin, dass es mit Gesteinsbruch in Verbindung stand und nicht nur durch Fluidbewegungen im Untergrund ausgelöst wurde, obgleich aufsteigende Fluide der Motor hinter dem Prozess des Gesteinsbruchs gestanden haben werden. Obwohl sich das Erdbeben zur nachtschlafenden Zeit manifestierte, liegen dem EMSC einige Wahrnehmungsmeldungen vor. Eine stammt sogar aus dem Bereich von Sorrent, auf der Südseite der Bucht von Neapel. Auf der Shakemap sieht man deutlich, dass vermehrt schwache Erdbeben in einem großen Umkreis streuen, ein Indiz dafür, dass sich die Bodenhebung wieder beschleunigt hat.

Vier weitere Beben hatten Magnituden im Zweierbereich, mit der stärksten Magnitude 2,9. Interessant sind auch die Epizentren, denn die stärkeren Beben gruppierten sich im Bereich der äußeren Ostflanke des Solfatarakraters, wobei die beiden Beben M 3,2 und 2,9 nahe der Pisciarelli-Fumarole auftraten. Bei diesem Gebiet handelt es sich um das Areal mit den stärksten geothermalen Manifestationen der Solfatara. Während der Phase mit der besonders starken Bodenhebung im April erhöhte sich die Gastemperatur der Hauptfumarole kurzzeitig auf 96 Grad. Letzte Woche sank sie dann wieder auf 94 Grad. Die Temperatur wird hier im Gasstrom in 5 Metern Abstand zur Fumarolenöffnung gemessen. Die tatsächlichen Gastemperaturen an der Mündung werden höher sein.

Unterdessen gibt es Berichte, wonach immer mehr italienische Geoforscher Anhänger der These werden, dass sich in ca. 4 Kilometern Tiefe ein Magmenkörper akkumuliert. Sollte ein größerer Riss im Deckgebirge der Caldera entstehen, könnte es recht schnell zum finalen Magmenaufstieg kommen und ein Vulkanausbruch folgen. Sehr wahrscheinlich wäre so ein Vulkanausbruch mit jenem des Monte Nuovo vergleichbar.

Sorgen vor Gebäudeschäden infolge der Erdbeben in der Campi Flegrei wachsen. Medienberichten zufolge plant ein bekannter Fußballclub den Bau eines Fußballstadions in der Roten Zone der Campi Flegrei. Behörden rieten dem Verein hiervon ab. Auf einer Bürgerversammlung in Bacoli wurde gestern auch darüber diskutiert, wie man Passanten vor herabfallenden Putzfragmenten und Gesimsen schützen könnte. Offenbar verursachen Bodenhebung und Erdbeben immer Schäden an Gebäudefassaden. Insbesondere Eltern von Schulkindern zeigen sich besorgt um die Sicherheit ihrer Kinder und stellten die Frage nach Schulschließungen in den Raum.

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00:07 CAMPI FLEGREI UPDATE


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#23 ISLAND Update: Nächste ERUPTION könnte (1000 MAL) mehr Energie entfalten

ISLAND Update: Nächste ERUPTION könnte (1000 MAL) mehr Energie entfalten



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08.05.2024 #island #vulkan

ISLAND Update 08.05.24

Die aktuelle Eruption am neu entstandenen Sundhnukur-Krater schwächt sich seit Tagen ab und deutet darauf hin, dass sie bald zum Erliegen kommen könnte, zumindest was die sichtbare Aktivität betrifft. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit eines neuen Vulkanausbruchs in absehbarer Zeit, anstatt einer verstärkten Aktivität des bestehenden Ausbruchs. In einem MBL-Interview bestätigte Magnús Tumi Guðmundsson, Professor für Geophysik an der Universität Reykjavik, diese Annahme.

Die aktuelle Eruption zeigt nur noch nachts eine schwache Rotglut in Form von beleuchteten Gaswolken, die aus dem Hornito im Krater entweichen. Währenddessen setzt die Bodenerhebung unter Svartsengi fort und zeigt nur geringe Schwankungen. Obwohl es in den letzten Tagen eine minimale Beschleunigung der Bodenerhebung gab, wurden zuletzt wieder Rückgänge verzeichnet. Es stellt sich erneut die Frage, ob dies lediglich ein messtechnisches Phänomen ist oder ob es Anzeichen dafür sind, dass die Aufnahmekapazität des Magmenkörpers erschöpft ist und der steigende Druck im Magmenkörper den Aufstieg weiterer Schmelze behindert.

Magnús Tumi Guðmundsson berichtet, dass sich seit dem 16. März im Magmenkörper inzwischen 13 Millionen Kubikmeter Magma angesammelt haben, wobei zu beachten ist, dass während der Initialphase der jüngsten Eruption wahrscheinlich nur ein Teil des seit letztem Herbst aufgestiegenen Magmas ausgestoßen wurde.

Der Professor warnt eindringlich davor, sich der Sundhnukur-Kraterreihe zu nähern, da er einen neuen, möglicherweise gewaltigen Spaltenausbruch erwartet, anstatt nur eine Verstärkung der Eruption, die allmählich ihrem Ende zuzusteuern scheint. Ein solcher Spaltenausbruch könnte 1000 Mal mehr Energie freisetzen als die Aktivität, die wir in den letzten Wochen am Krater beobachten konnten. Ein solcher Ausbruch könnte ohne lange Vorwarnzeit beginnen, und es ist unklar, ob Schaulustige im Eruptionsgebiet dann noch sicher fliehen können.

Trotzdem gibt Magnús Tumi zu bedenken, dass erfahrungsgemäß genügend Zeit zur Evakuierung von Grindavík und der Blauen Lagune vorhanden sein sollte, doch niemand dürfe sich in diesem Bereich aufhalten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass in einem solchen Szenario keine Einsatzkräfte mehr hingehen würden, um Vulkanspotter zu evakuieren.

Patrick LYDOM Production
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00:07 Island Update 08.05.24


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#24 ISLAND Update: ERUPTION steht kurz bevor und könnte INTENSIVER werden

ISLAND Update: ERUPTION steht kurz bevor und könnte INTENSIVER werden



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19.05.2024 #island #vulkan

ISLAND Update 19.05.24

Die Erdbebenaktivität entlang des Rifts bei Grindavik bleibt weiterhin hoch. Ein Schwerpunkt dieser Aktivität liegt nordwestlich von Grindavik, direkt unter den Funkantennen der Marine. Es besteht die Möglichkeit, dass Magma in diese Region migriert. Einige Vulkanologen vermuten, dass sich die Aktivität nach Westen verlagern könnte und erwarten die nächsten Ausbrüche bei Eldvörp, wo ebenfalls Erdstöße registriert wurden. Die Antennenanlage befindet sich auf diesem Weg. Auch entlang der Sundhnukur-Kraterreihe, am Fagradalsfjall und im Krysuvik-System wurden zahlreiche Erdbeben verzeichnet. Sogar die weiter östlich gelegenen Spaltensysteme wurden in den letzten Stunden von schwachen Erdbeben erschüttert. Insgesamt registrierte das IMO 176 Beben auf der gesamten Reykjanes-Halbinsel innerhalb von 48 Stunden.

Neue Daten, die Mitte der Woche erhoben wurden, zeigen, dass sich seit dem 16. März 16 Millionen Kubikmeter Magma unter Svartsengi angesammelt haben. Dabei ist zu beachten, dass sich der Magmenkörper seit der Gangbildung am 10. November nie vollständig entleert hat. Nun ist die Menge der Magma so groß wie nie zuvor in der aktuellen Aktivitätsperiode. Dies bereitet den Anwohnern natürlich Sorgen. Zwar besteht die Möglichkeit, dass die Aktivität abnimmt und das Magma im Untergrund langsam erstarrt, doch wahrscheinlicher ist ein neuer Ausbruch oder eine weitere Gangbildung. Angesichts des zunehmenden Drucks im Fördersystem könnte dies auch eine neue Riftingepisode auslösen, ähnlich der am 10. November, die in Grindavik Schäden verursachte.

Das IMO hat eine aktualisierte Gefahrenkarte veröffentlicht und sieht ein entsprechend hohes Gefahrenpotenzial für Grindavik und Svartsengi. Die Forscher halten einen weiteren Ausbruch bei Sundhnukur für am wahrscheinlichsten, der praktisch jederzeit ohne größere Vorwarnung beginnen könnte. Es bleibt jedoch unsicher, wann es zu einem Ausbruch kommt. Hier werden Vergleiche zu den Krafla-Feuern gezogen, bei denen es zwischen 1975 und 1984 zu einer Eruptionsserie im Norden von Island kam. Damals war im Laufe der Zeit ein immer größerer Druck im Speichersystem nötig, um eine Eruption auszulösen. Ähnlich scheint es sich auch jetzt zu verhalten. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass die Gesteine, die den Magmenkörper umgeben, mit der Zeit elastischer werden und somit den nötigen Druckaufbau im Speichersystem erschweren.

Patrick LYDOM Production
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00:07 Island Update 19.05.24


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#25 CAMPI FLEGREI: Stärkstes Erdbeben der letzten 40 Jahre erschüttert die Region

CAMPI FLEGREI: Stärkstes Erdbeben der letzten 40 Jahre erschüttert die Region



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21.05.2024 #CampiFlegrei #PhlegräischeFelder #Vulkanforschung

CAMPI FLEGREI 21.05.2024

Gestern Abend ereignete sich ein Erdbeben mit einer vorläufigen Magnitude von 4,4 unter dem westlichen Teil des Solfatara-Kraters in der Campi Flegrei. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 3 Kilometern. Das EMSC lokalisierte das Beben 11 Kilometer west-südwestlich von Neapel. Sollte sich die Magnitude bestätigen, wäre dies nicht nur das stärkste Beben der aktuellen Hebungsphase, sondern das stärkste jemals in der Caldera Campi Flegrei gemessene. Das bisher stärkste Beben mit einer Magnitude von 4,2 wurde Ende September letzten Jahres registriert.

Das Erdbeben ereignete sich um 20:10:03 Uhr Lokalzeit (18:10:03 UTC) und war Teil eines intensiven Schwarmbebens, das bis jetzt andauert und etwa 140 Erschütterungen umfasst. Etwa 20 Minuten vor dem 4,4-Magnitude-Beben gab es ein weiteres Beben mit einer Magnitude von 3,5 nordwestlich der Solfatara. Schon dieses Beben sorgte für Unruhe, doch nach dem stärkeren Beben herrscht große Besorgnis, fast Panik, unter den Anwohnern. Viele Menschen versammelten sich im Freien und entlang der Fluchtrouten. Einsatzkräfte sind im Einsatz und überprüfen die Infrastruktur auf Schäden. Der Bahnverkehr wurde eingestellt.

Erste Berichte zeigen leichte Schäden in der Campi Flegrei, wie umgestürzte Absperrzäune und einen umgekippten Verkaufsstand. Eine lokale Nachrichtenseite (fanpage.it) berichtet von Meldungen über leichte Gebäudeschäden wie Risse in Mauern und herabgestürzten Gesimsen bei der Feuerwehr. Die Stadtverwaltung hat eine Notfallnummer eingerichtet, unter der Schäden gemeldet werden können, aber diese ist ständig belegt und die Mobilfunknetze sowie Internetverbindungen sind überlastet.

Beim EMSC sind zahlreiche Wahrnehmungsmeldungen aus einem Umkreis von 20 Kilometern eingegangen, die fast bis an den Fuß des Vesuvs reichen. Auch von der Insel Ischia gibt es Meldungen. Die Berichte beschreiben den Erdstoß als stark und deutlich länger anhaltend als die bisherigen Beben. Ein Zeuge berichtet, dass das Beben etwa 20 Sekunden dauerte.

Das Schwarmbeben umfasst bisher etwa 80 Erschütterungen und geht wahrscheinlich mit einer Beschleunigung der Bodenhebung einher. Der Ort des Bebens unter dem Solfatara-Krater ist besonders besorgniserregend, da erst kürzlich neue Forschungsergebnisse veröffentlicht wurden, die eine Magmenansammlung in 5 Kilometern Tiefe zeigen.

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00:07 Einleitung
00:38 Campi Flegrei Update


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#26 Phlegräische Felder - Wieder Erdbeben M3.6

Phlegräische Felder - Wieder Erdbeben M3.6



LPIndie - Astronomie und Wissenschaft
22.05.2024

Bei den Phlegräischen Feldern gab es am 22.05.2024 wieder ein Erdbeben der Stärke M3.6. Diesmal im Golf von Pozzuoli. Es war wieder deutlich spürbar.

Erdbeben:
https://www.volcanodiscovery.com/de/c...


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#27 CAMPI FLEGREI: Die GEWALTIGE Größe und die GEFAHR der Störungszone

CAMPI FLEGREI: Die GEWALTIGE Größe und die GEFAHR der Störungszone



LYDOM Production - Vulkan und Wetter Studio
28.05.2024 #italien #vulkan #campiflegrei

CAMPI FLEGREI Thema 28.05.24

Die Phlegräischen Felder, ein weites vulkanisches Gebiet westlich von Neapel, erstrecken sich über eine Fläche von etwa 150 Quadratkilometern. Dieses aktive vulkanische System umfasst zahlreiche Krater, Calderas, Thermalquellen und Fumarolen und ist für seine komplexe geologische Struktur bekannt. Die Campi Flegrei, wie sie auf Italienisch genannt werden, sind eines der am meisten überwachten Vulkansysteme der Welt, da sie eine erhebliche Bedrohung für die dicht besiedelte Region darstellen.

In den letzten Jahren wurde das Überwachungsnetzwerk des Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia (INGV) bei den Campi Flegrei erheblich ausgebaut und verbessert. Neue seismische Stationen, GPS-Messgeräte und geochemische Sensoren wurden installiert, um die vulkanische Aktivität in Echtzeit zu überwachen. Diese fortschrittlichen Instrumente ermöglichen es den Wissenschaftlern, kleinste Veränderungen im Untergrund zu erkennen und potenzielle Gefahren frühzeitig zu identifizieren.

Eine besondere Gefahrenquelle stellt die Synkline-Störungszone im Golf von Pozzuoli dar. Diese geologische Struktur verläuft durch das Zentrum der Phlegräischen Felder und beeinflusst die Druckverteilung im Vulkansystem erheblich. Die Synkline ist eine gefaltete Gesteinsschicht, die unter hohem Druck steht und als Schwächezonen fungiert, durch die Magma und vulkanische Gase aufsteigen können.

Der Druck, der durch die Aktivitäten in der Synkline-Störungszone ausgeübt wird, kann zu einer weiteren Destabilisierung des Vulkansystems der Campi Flegrei führen. Diese zusätzliche Druckbelastung erhöht das Risiko von Eruptionen und anderen vulkanischen Phänomenen. Besonders besorgniserregend ist, dass der erhöhte Druck die Wahrscheinlichkeit einer phreatischen oder phreatomagmatischen Eruption erhöht, bei der explosive Wechselwirkungen zwischen Magma und Wasser auftreten können.

Die kontinuierliche Überwachung und Forschung durch das INGV sind daher von entscheidender Bedeutung, um die vulkanische Aktivität in den Phlegräischen Feldern genau zu verfolgen und die Bevölkerung rechtzeitig zu warnen. Die fortschrittlichen Überwachungssysteme bieten wertvolle Daten, die den Wissenschaftlern helfen, die komplexen Prozesse im Untergrund besser zu verstehen und potenzielle Gefahren vorherzusagen.

Insgesamt bleibt die Situation in den Phlegräischen Feldern ein dynamisches und spannendes Forschungsgebiet. Die fortlaufenden Anstrengungen zur Verbesserung der Überwachungsnetzwerke und das tiefere Verständnis der geologischen Prozesse tragen dazu bei, das Risiko zu minimieren und die Sicherheit der Menschen in dieser vulkanisch aktiven Region zu gewährleisten.

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Video Kapitel:
00:00 Intro
00:07 Einleitung zum Video
01:18 Größe der Campi Flegrei
03:58 Ausbau des Überwachungsnetzwerks
10:27 Die Potentielle Gefahr für den Vulkan (Störungszone)


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#28 ISLAND Aktuell: Vulkanausbruch hat BEGONNEN - Information von IMO Vulkanologen

ISLAND Aktuell: Vulkanausbruch hat BEGONNEN - Information von IMO Vulkanologen



LYDOM Production - Vulkan und Wetter Studio
29.05.2024 #island #vulkan

ISLAND Update 29.05.24

Vulkanische Eruption auf Island: Kilometerlange Spalte bei Sundhnukur
Nach einer kurzen Phase seismischer Aktivitäten hat der erwartete Vulkanausbruch auf Island nun begonnen. Um 12:42 UTC öffnete sich in der Sundhnukur-Kraterreihe eine neue Eruptionsspalte. Die Länge der Spalte erstreckt sich über mehrere Kilometer und ist möglicherweise noch nicht vollständig.
Über die gesamte Länge der Spalte schießen Lavafontänen in die Höhe, begleitet von intensiver Dampfentwicklung. Dank des guten Wetters können diese beeindruckenden Naturschauspiele live über verschiedene Webcams verfolgt werden.
Die bisherige Länge der Spalte beträgt rund 2500 Meter, und laut Aussagen des isländischen Wetterdienstes (IMO) wächst sie weiter in Richtung Süden, in Richtung Grindavik. Die Lavafontänen erreichen eine Höhe von 50 bis 60 Metern.
Die Spalte verläuft durch einen zuvor aktiven Krater auf der Sundhnukur-Reihe. Als die Spalte diesen Krater durchquerte, bildete sich ein Lavafall über die Flanke des etwa 30 Meter hohen Kegels.
Die Entstehung der Spalte begann südlich des Kraters, einer Stelle, die seit dem Ende der letzten Eruption am 9. Mai durch kontinuierliche Dampfentwicklung auffiel und in den Livecams zu sehen war.
Die Lavafontänen speisen einen flächigen Lavastrom, der sich zunächst in Ost-West-Richtung ausbreitet. Die geförderte Lava fließt schnell, und es besteht die Gefahr, dass der Grindavikurvegur erneut unterbrochen wird. Auch das Geothermalkraftwerk Svartsengi könnte von der Lava betroffen sein.
Die Lava fließt über ein zuvor gewachsenes Lavafeld, das so hoch ist, dass es die Schutzwälle um Grindavik überfließt. In den letzten Tagen wurden zwar Maßnahmen zur Verstärkung der Schutzanlagen ergriffen, doch ob diese dem massiven Lavastrom standhalten, wird sich in den nächsten Stunden zeigen. Das Gefährdungspotenzial für Grindavik ist hoch, und die Evakuierung der Stadt sowie der Blauen Lagune läuft bereits.

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00:07 Island Update 29.05.24


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