Quelle: derstandardNach einem iranischen Luftangriff auf pakistanisches Territorium hat Pakistan Ziele im Iran angegriffen. Man habe mehrere Militärschläge gegen Terrorverstecke in der Provinz Sistan und Belutschistan durchgeführt, teilte das Außen-ministerium am Donnerstag in Islamabad mit. Dabei seien "mehrere Terroristen getötet" worden. Die Schläge hätten dem nationalen Interesse Pakistans gedient. Man respektiere die Souveränität und territoriale Integrität des "Bruderlandes" Iran.
Ein pakistanischer Geheimdienstvertreter hatte zuvor von Angriffen gegen "anti-pakistanische militante Gruppen" in dem Nachbarland gesprochen. Iranische Staatsmedien berichteten von Explosionen rund um die Stadt Saravan im Süd-osten des Landes, die nahe der Grenze zu Pakistan liegt. Drei Frauen und vier Kinder seien getötet worden.
Pakistan hatte dem Iran am Mittwoch vorgeworfen, bei einem Luftangriff auf sein Territorium zwei Kinder getötet zu haben. Als Reaktion auf den Angriff auf die Unruheprovinz Belutschistan berief die Regierung in Islamabad ihren Botschafter in Teheran zurück und stellte eine Antwort in Aussicht. Der Iran sprach von einem Angriff gegen die sunnitischen Jihadistengruppe Jaish al-Adl, der sich nicht gegen Pakistani gerichtet habe. Teheran gab an, dass die militanten Stützpunkte mit Israel in Verbindung stünden.
Während dessen wurde ein Weiteres Frachtschiff vor der Küste Jemens angegriffen.
Im Golf von Aden vor der Küste Jemens ist laut der britischen Militärbehörde erneut ein Schiff angegriffen worden. Benutzt wurde eine Drohne, die etwa 110 Kilometer südöstlich der Stadt Aden in das Handelsschiff eingeschlagen sei, teilte die Marine-Behörde United Kingdom Maritime Trade Operations mit.
Der Kapitän habe ein Feuer an Bord gemeldet, das inzwischen gelöscht sei. Die Huthi-Rebellen im Jemen beanspruchten den Angriff für sich.
Die indische Marine gab bekannt, dass das von der Huthi-Miliz angegriffene Frachtschiff in Sicherheit sei. Das Feuer an Bord der MV Genco Picardy sei unter Kontrolle, der 22-köpfigen Crew, darunter neun Indern, gehe es gut, so die Marine.
Das Schiff ist nach einer eingehenden Untersuchung wieder unterwegs zum Zielhafen.
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